Streit um Gesundheitssparpaket: SPD kritisiert Warkens Entwurf, Grüne legen Gegenkonzept vor
Koalitionspartner und Opposition streiten über Einsparungen im Gesundheitssystem – Grüne wollen Beiträge um zwei Prozentpunkte senken
En resumen
- Im Streit um das Gesundheitssparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die SPD erhebliche Kritik geäußert.
- SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert stärkere Belastungen der Pharmakonzerne statt Belastungen für Familien.
- Die Grünen legten ein Gegenkonzept vor, das eine Senkung der Krankenkassenbeiträge um zwei Prozentpunkte vorsieht.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Die Bundesregierung arbeitet an einem Sparpaket im Gesundheitsbereich, um die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung zu senken. Die Krankenkassenbeiträge sind ein wichtiges politisches Thema in Deutschland.
Er kritisierte, dass eine Reihe der Expertenvorschläge, die darauf abzielten, Effizienzreserven zu heben, in dem Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nicht oder nur unzureichend aufgegriffen worden seien. Dabei hätten die Experten hier wirklich gute Vorarbeit geleitet. »Und genau diesen Geist sollte dann auch das Paket am Ende atmen – hier ist in der bisherigen Debatte noch eine gewisse Unwucht«, so Pantazis. Dies müsse nun spätestens im parlamentarischen Verfahren adressiert werden.
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf verlangte eine stärkere Belastung insbesondere der Pharmakonzerne. »Ein großer Hebel liegt bei den Arzneimitteln«, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutschland habe die höchsten Arzneimittelausgaben pro Kopf in Europa. »Der Entwurf muss daher ganz erheblich bei den Arzneimittelpreisen ansetzen und die Preisgestaltung der Pharmakonzerne klar begrenzen, statt die Rechnung bei Familien und Beitragszahlenden abzuladen.
Die Gesundheitsministerin hatte sich zuletzt offen für Änderungen gezeigt, sofern das Gesamtvolumen erhalten bleibt. In der »Bild am Sonntag« wies sie den Vorwurf zurück, die Kassen sollten zu wenig zu Einsparungen im Gesundheitssystem beitragen. »Wir haben auch die Krankenkassen in die Pflicht genommen in unserem Vorschlag«, so Warken. »Wir begrenzen Verwaltungskosten, wir begrenzen Werbekosten und wir begrenzen auch die Vergütung der Vorstände, der leitenden Angestellten.
Zur Forderung, die Kassenbeiträge für Bürgergeldempfänger aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren, sagte sie: »Wir müssen da zumindest einen Einstieg finden, wie der Bund sich in größerem Umfang an diesen Kosten beteiligt.« Dies sei auch eine Frage der Gerechtigkeit. Ob es dazu kommt, ist noch offen: »Wir sind dazu noch in Gesprächen. Das ist noch nicht abschließend geklärt«, so die Ministerin.
Die Grünen haben ein Gegenkonzept zu Warkens Sparpaket ausgearbeitet. Nach ihrer Überzeugung könnten die Kassenbeiträge nicht nur stabil gehalten, sondern sogar um zwei Prozentpunkte gesenkt werden, wenn die Krankenkassen unter anderem von den Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger entlastet würden, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Konkret dringen die Grünen dem Bericht zufolge unter anderem darauf, die Krankenversicherung von Bürgergeldbeziehern aus dem Staatshaushalt zu finanzieren, einen höheren Herstellerrabatt bei Arzneimitteln durchzusetzen und die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung konsequent an die Entwicklung der Einnahmen zu knüpfen.
»Unser Plan zeigt: Wir können die Gesundheit stärken und dabei die Krankenkassenbeiträge für alle gleichzeitig senken. Zwei Prozentpunkte sind möglich«, sagte Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann den Funke-Zeitungen. Die Bundestagsfraktion der Grünen kommt am Dienstag zu einer Klausurtagung in Leipzig zusammen.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Das Sparpaket wird im parlamentar Verfahren modifiziert, wobei einige SPD-Anliegen berücksichtigt werden könnten
Probable · En semanas
Die Grünen werden ihr Gegenkonzept in den Bundestagsdebatten einbringen
Muy probable · En semanas
Verhandlungen über Beteiligung des Bundes an Bürgergeld-Empfängern werden fortgesetzt
Probable · En semanas
Preguntas abiertas
- Wird das Sparpaket im parlamentarischen Verfahren noch wesentlich geändert?
- Wie werden sich die Pharmakonzerne zu Preissenkungen verhalten?
- Wird der Bund sich an den Kosten für Bürgergeldempfänger beteiligen?


