109 Migranten sterben bei Bootsunglück vor der Küste Dschibutis
Ein Boot mit 305 Menschen an Bord kenterte auf dem Weg in den Jemen; zahlreiche Passagiere werden noch vermisst.
Quick Look
- Bei einem Schiffsunglück vor der Küste Dschibutis kamen mindestens 109 äthiopische Migranten ums Leben, darunter 15 Kinder.
- Über 100 Personen werden vermisst, während 80 Passagiere das Unglück überlebten.
AI-generated summary
Why It Matters
Dschibuti ist der Ausgangspunkt der östlichen Migrationsroute über die Meerenge Bab al-Mandab. Migranten nutzen diese Route, um Arbeit in Saudi-Arabien und den Emiraten zu suchen.
Bei einem Schiffsunglück vor der Küste Dschibutis sind nach UN-Angaben mindestens 109 Migranten ums Leben gekommen. Unter ihnen seien auch 15 Kinder. Mehr als 100 Passagiere des gekenterten Bootes auf dem Weg von Dschibuti nach Jemen werden noch vermisst, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Das Schiff sei mit 305 Insassen auf dem Weg von Dschibuti in den Jemen gewesen. Mehr als 80 Passagiere hätten das Unglück überlebt. Nach UN-Angaben handelt es sich bei allen um äthiopische Staatsangehörige.
„Dies ist ein verheerender Verlust an Menschenleben. Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden und den Familien, die Angehörige verloren haben oder noch immer keine Nachricht von ihren Verwandten haben“, sagte Alexandre Coissac, Leiter der IOM-Mission in Dschibuti.
„Unsere Teams sind gemeinsam mit den örtlichen Behörden vor Ort, um Nothilfe zu leisten. Diese Tragödie ist eine eindringliche Erinnerung an die Gefahren, denen Migranten auf diesem Migrationskorridor auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen ausgesetzt sind.“
Dschibuti ist der Ausgangspunkt der sogenannten östlichen Migrationsroute vom Horn von Afrika über die Meerenge Bab al-Mandab auf die arabische Halbinsel. Die IOM hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass innerhalb von drei Wochen mehr als 20.000 Migranten aus Äthiopien in Dschibuti eingetroffen waren.
Nach IOM-Angaben ist nicht nur die Überfahrt über das Meer mit erheblichen Gefahren verbunden. Migranten, die den Jemen erreichen, seien Risiken wie Gewalt, willkürlichen Festnahmen und Inhaftierungen, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt, heißt es.
Nach Angaben des Projekts „Missing Migrants“ der IOM kamen im Jahr 2025 auf dieser Route mehr als 900 Migranten ums Leben oder gelten als vermisst, während die Zahl derjenigen, die sich auf den Weg machten, um 18 Prozent stieg. Bei einem weiteren Schiffsunglück im März 2026 kamen neun Menschen ums Leben, 45 weitere werden vermisst.
Open Questions
- Wie viele der über 100 Vermissten können noch lebend geborgen werden?
- Welche genauen Umstände führten zum Kentern des Bootes?





