AfD führt in Sachsen-Anhalt-Umfragen, Berliner Cyberangriff und IFA-Gadgets im ZEIT-Podcast
Quick Look
- In Sachsen-Anhalt führt die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD mit über 40 Prozent in den Umfragen zur Landtagswahl.
- Gleichzeitig hat die Hackergruppe Rhysida nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung 5,8 Terabyte Daten im Darknet veröffentlicht, nachdem die Stadt das Lösegeld nicht gezahlt hatte.
- Im ZEIT-Podcast werden zudem die interessantesten und absurdesten Gadgets der IFA vorgestellt.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt. Bei der Bundestagswahl 2025 war die AfD in Ostdeutschland die stärkste Kraft. Trotz über 35 Jahre Wiedervereinigung bestehen wirtschaftliche, gesellschaftliche und strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West, wobei ostdeutsche Bundesländer höhere Arbeitslosigkeit, geringere Einkommen und niedrigere Renten aufweisen.
Heute, am 6. September, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. In den Umfragen führt der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Landesverband der AfD mit über 40 Prozent. Bereits bei der Bundestagswahl 2025 war die Partei in Ostdeutschland die stärkste Kraft. Obwohl die Wiedervereinigung Deutschlands über 35 Jahre her ist, gibt es bis heute wirtschaftliche, gesellschaftliche und strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West. In den ostdeutschen Bundesländern ist die Arbeitslosigkeit höher, sind die Einkommen geringer und die Renten niedriger – die Wut darüber ist groß. Doch worin wurzelt dieser Zorn eigentlich? Und warum werden die härtesten Debatten über Ostdeutschland unter Ostdeutschen selbst geführt? Darüber spricht ZEIT-Autorin Jana Simon im Podcast.
Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung hat die Hackergruppe Rhysida rund 5,8 Terabyte an gestohlenen Daten im Darknet veröffentlicht. Der Senat hatte sich zuvor geweigert, das geforderte Lösegeld von rund zwei Millionen Euro in Bitcoin zu zahlen. Neben internen Dokumenten wie Verträgen und Notfallplänen sind auch sensible persönliche Daten von Beschäftigten und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt abgeflossen. Der Vorfall legte die Behörden zeitweise so lahm, dass Wohngeld an berechtigte Haushalte nicht ausgezahlt werden konnte. Wie die Angreifer genau ins System kamen, ist bisher nicht bekannt. Ein möglicher Grund könnte veraltete Software sein. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte nun vor weiteren Angriffen. Im Podcast spricht David Will aus der Newsredaktion der ZEIT darüber, warum der Senat nicht auf den Erpressungsversuch eingegangen ist und was Betroffene jetzt tun können.
Und sonst so? Das sind die interessantesten und absurdesten Gadgets der IFA
Moderation und Produktion: Hanna Heim
Mitarbeit: Lisa Pausch und Maximilian Renzikowski
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Senat von Berlin wird seine IT-Sicherheitsinfrastruktur nach dem Cyberangriff verstärken und veraltete Software aktualisieren.
Likely · Within months
Die AfD wird bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein bedeutendes Ergebnis erzielen, möglicherweise stärkste Kraft werden.
Possible · Within days
Open Questions
- Wie genau sind die Angreifer in das System der Berliner Verwaltung eingedrungen?
- Welche konkreten Folgen hat das Datenleck für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger?
- Welche Maßnahmen plant der Senat von Berlin zur Verbesserung der IT-Sicherheit?
- Wie wird die AfD ihre führende Position in den Umfragen in tatsächliche Wahlstimmen umwandeln?


