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Die AfD ist in Sachsen-Anhalt seit ihrer Gründung vor 13 Jahren in Umfragen stark vertreten. Bei der letzten Wahl lag sie zunächst hinter der CDU, gewann aber letztendlich mit über 16 Prozentpunkten Vorsprung. Der Landesverfassungsschutz stuft die Partei als gesichert rechtsextrem ein.
Magdeburg. Am Wahlwochenende werden in Sachsen-Anhalt mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen und Kundgebungen erwartet. Nach Polizeiangaben sind ein Dutzend Veranstaltungen in der Landeshauptstadt Magdeburg und mehrere Kundgebungen für Demokratie in Halle (Saale) angemeldet. Die größte findet ab heute Nachmittag auf dem Magdeburger Domplatz statt: Hier erwartet ein Bündnis aus Gewerkschaften und Zivilgesellschaft rund 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Daneben begeht die in Umfragen haushoch vor der CDU führende und auf eine Alleinregierung hoffende AfD ihren offiziellen Wahlkampfabschluss.
Bei der Wahl des neuen Landtags am Sonntag dürfte die erst vor 13 Jahren gegründete AfD aller Voraussicht nach mit Abstand stärkste Kraft werden. Die Frage ist, ob ihr Sieg deutlich genug ausfällt, dass erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg eine Rechtsaußen-Partei in einem deutschen Bundesland an die Macht kommt.
Die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lag in Umfragen der vergangenen Monate in Sachsen-Anhalt weit vorn. Zuletzt kam die Partei, die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, in einer Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen auf 41 Prozent.
Die CDU, die seit 24 Jahren den Ministerpräsidenten in Magdeburg stellt und mit Amtsinhaber Sven Schulze ins Rennen geht, lag in der vom ZDF in Auftrag gegebenen Umfrage mit 23 Prozent an zweiter Stelle. Drittstärkste Kraft blieb die Linke mit 11,5 Prozent. Auch die SPD (8,5 Prozent) und die Grünen (6 Prozent) würden es den Zahlen nach ins Parlament schaffen. Das BSW hingegen dürfte demnach knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, die FDP aus dem Landtag fliegen. Allerdings zeigte sich rund ein Viertel der Befragten noch unsicher, ob beziehungsweise wen sie wählen werden.
Sollte die AfD eine absolute Mehrheit bekommen, könnte sie allein regieren. Danach sieht es nach den neuesten Umfragen aber eher nicht aus. Zudem hat Spitzenkandidat Siegmund erklärt, er wolle sich nur bei einer „stabilen (eigenen) Mehrheit“ im Landtag zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Das zweite, den Erhebungen zufolge wahrscheinlichere Szenario, ist ein Ergebnis, bei dem die AfD als Wahlsieger auf Bündnispartner angewiesen wäre – die es im künftigen Landtag eher nicht geben dürfte.
Für eine Neuauflage der bisherigen Koalition aus CDU, SPD und FDP wird es sehr sicher nicht reichen. Für Schulzes Wunsch-Szenario, eine Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne –, stehen die Chancen schlecht. Am wahrscheinlichsten ist derzeit, dass es keine absolute Mehrheit für die AfD und keine Mehrheit jenseits der AfD ohne die Linke gibt. Wie unter diesen Bedingungen eine Regierungsbildung aussehen würde, ist offen. Die bisherige Regierung würde einstweilen geschäftsführend im Amt bleiben.
Eine Überraschung wie vor fünf Jahren, als die AfD am Wahltag letztlich schwächer als in vorherigen Umfragen abschloss und die CDU deutlich stärker als vermutet, erwarten die großen Wahlforschungsinstitute diesmal nicht. „Wir rechnen nicht mit einem so großen Mobilisierungseffekt in den letzten Tagen wie 2021“, sagte der Chef der Forschungsgruppe Wahlen, Matthias Jung, der Deutschen Presse-Agentur. Damals habe der vergleichsweise populäre Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die AfD-Gegner hinter sich versammeln können. „Dieses Mal teilen sich die AfD-Gegner breiter auf verschiedene Parteien auf“, gab Jung zu bedenken. Ähnlich äußerten sich die Chefs der Meinungsforschungsinstitute Infratest dimap und Insa.
Vor der letzten Wahl in Sachsen-Anhalt hatte die CDU in Umfragen nur knapp vor, teils sogar hinter der AfD gelegen. Am Ende gewann sie aber mit mehr als 16 Prozentpunkten Vorsprung.
AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird stärkste Kraft bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, aber keine absolute Mehrheit erreichen.
Likely · Within days
Eine Regierungsbildung wird schwierig und wahrscheinlich zu Koalitionsverhandlungen führen, die die Linke als potenziellen Partner einbeziehen könnten.
Possible · Within weeks

Germany has closed the Russian consulate general in Bonn, depriving Moscow of an important diplomatic and intelligence base. The former Russian embassy in Bonn served the Putin government as a control center and base for secret service operations.

Before the state elections in Saxony-Anhalt on September 6th, according to the survey, the AfD is well ahead of the CDU (22 percent) with 42 percent. The Left follows with eleven percent, the SPD with eight percent and the Greens with six percent. There is great dissatisfaction with the government; only three out of ten rate the coalition positively. Sven Schulze (CDU) received a positive rating from 30 percent, Ulrich Siegmund (AfD) from 37 percent. When it comes to the direct election of the Prime Minister, Schulze and Siegmund are almost on a par with 41 and 39 percent respectively. The economy is in a tense mood, with only one in five companies rating their situation as good.
According to surveys, the AfD is expected to be the strongest force in the state elections in Saxony-Anhalt with around 41 percent, while the CDU is in second place with 23 percent. An absolute majority for the AfD seems unlikely, and forming a government is difficult, as neither a clear AfD majority nor a stable coalition without the Left is foreseeable. Thousands are expected to demonstrate for democracy in Magdeburg and Halle.
Brandenburg's Prime Minister Dietmar Woidke advises the SPD to take a clear stance and focus on the hard-working middle in view of weak poll numbers. He emphasizes that the party must set its own priorities and show visible results, while warning of an absolute majority for the AfD ahead of the election in Saxony-Anhalt.
In Saxony-Anhalt, the AfD is on the verge of a historic electoral success and could even form the government, although Friedrich Merz once wanted to halve it. The hosts of The Politics Part discuss the causes of the rise of populists, the responsibility of the federal government and the consequences if the AfD becomes the strongest force but does not achieve a majority.
In Spain, pressure is growing on Prime Minister Pedro Sánchez following the arrival of over 70,000 people from Morocco in the Ceuta exclave, with around 5,000 remaining there, including 1,500 minors. The opposition is calling for his resignation and new elections. At the same time, the EU Commission is planning to simplify international rail travel through standardized tickets and passenger rights, but this has been criticized by the rail industry.