
Asiatische Börsen zeigen sich uneinheitlich: Während Tokio kaum bewegt bleibt, verlieren chinesische Indizes deutlich aufgrund schwacher Wirtschaftsdaten und geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, die gleichzeitig die Ölpreise antreiben und die Finanzierungskosten weltweit erhöhen.
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Die asiatischen Börsen stehen unter Druck aufgrund von Erwartungen schnellerer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan und anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, die gleichzeitig die Ölpreise in die Höhe treiben und die globale Finanzierung verteuern.
Sorgen vor steigenden Zinsen und den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasten die asiatischen Börsen. Besonders in China ging es zu Handelsstart abwärts.
Tokio Mitte September: Foto: AP Photo/Eugene Hoshiko
Sydney, Singapur, Tokio, Peking. Sorgen vor weiter steigenden Zinsen und geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die asiatischen Anleger zum Wochenstart am Montag in die Defensive gedrängt. Die japanische Börse hat sich am Montag kaum bewegt.
In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 66.333 Punkten.
Der breiter gefasste Topix notierte kaum höher bei 4135 Zählern.
Deutlich abwärts ging es dagegen in China: Die Börse Shanghai verlor 1,9 Prozent auf 3815 Punkte.
Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen fiel um 2,2 Prozent auf 4340 Punkte.
In Japan rückte die Geldpolitik in den Fokus. Aus den Protokollen der jüngsten Sitzung der Bank of Japan (BOJ) ging hervor, dass die Währungshüter angesichts steigender Inflationsrisiken raschere Zinserhöhungen in Betracht ziehen. „Das Tempo der Zinserhöhungen könnte schneller sein als von den Märkten erwartet“, erklärte ein Notenbanker laut den Mitschriften.
Die hartnäckige Schwäche des Yen und die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Importpreise für Energie treiben die Teuerung an. Das lässt die Anleiherenditen steigen, was weltweit die Finanzierungskosten verteuert und insbesondere zinssensible Technologiewerte belastet, die derzeit Milliarden für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI) aufwenden.
In China drückten schwache Wirtschaftsdaten auf die Stimmung, da sich das Gewinnwachstum der Industrie im August weiter verlangsamte. Zu den klaren Gewinnern zählten Hersteller von Computern und Elektronik, deren Gewinne dank des KI-Booms in den ersten acht Monaten um 110 Prozent in die Höhe schnellten. Zu den Verlierern gehörte die Getränkeindustrie mit einem Gewinneinbruch von 34,7 Prozent.
Ein Berater der Zentralbank warnte, dass KI das Ungleichgewicht zwischen starkem Angebot und gedämpfter Binnennachfrage verschärfen könnte. Zudem berge die Verlagerung auf den Export angesichts geopolitischer Spannungen Risiken. „Die weltweite Expansion scheint in eine Phase auf breiter Basis eingetreten zu sein, wie man sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten selten gesehen hat“, sagte Bruce Kasman, Chefvolkswirt bei JPMorgan.
Iran-Krieg
Ölpreise steigen nach Trumps Absage an Iran
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 157,67 Yen und legte leicht auf 6,72 Yuan zu. Zur Schweizer Währung büßte er etwas auf 0,83 Franken ein. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,13 Dollar und zog leicht auf 0,94 Franken an. Die US-Währung profitierte zuletzt von robusten Wirtschaftsdaten und der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen im Oktober erneut anheben wird. Der Yen stand trotz der falkenhaften Töne der japanischen Notenbank weiter unter Druck.
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 106,25 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent fester bei 93,39 Dollar. Preistreiber war die anhaltende geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende einen iranischen Friedensvorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen. Zudem setzten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen ihre Angriffe auf Saudi-Arabien fort, was die Sorgen vor Versorgungsengpässen in der Region aufrechterhielt.
Mehr: Schwache Binnennachfrage bremst Gewinnwachstum der Industrie
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AI outlook — possibilities, not facts
Die Bank of Japan wird in den kommenden Monaten die Zinsen erhöhen.
Likely · Within months
Die Ölpreise werden kurzfristig weiter steigen, wenn die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten anhalten.
Likely · Within weeks

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