Außenminister Wadephul kündigt Vertrag über Russisches Haus in Berlin
Quick Look
- Außenminister Johann Wadephul kündigte die Kündigung des Vertrags über das Russische Haus in Berlin an.
- Das Kulturinstitut an der Friedrichstraße wird seit Jahren wegen möglicher Nutzung durch russische Geheimdienste kritisiert.
- Frankreichs Innenministerium hatte unlängst ähnliche Vorwürfe erhoben.
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Why It Matters
Das Russische Haus in Berlin besteht seit 1984 und war einst das größte sowjetische Auslandskulturinstitut. Es bietet Ausstellungen, Konzerte, Kurse und eine russische Postfiliale an. Seit Jahren wird es wegen möglicher Geheimdienstnutzung kritisiert.
Berlin. Der Vertrag über das Russische Haus in Berlin wird gekündigt. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin an. Das russische Kulturinstitut – genannt Russisches Haus – ist seit Jahren umstritten. Der sieben Stockwerke hohe Betonklotz steht seit 1984 an der Friedrichstraße. Damals war er das größte sowjetische Auslandskulturinstitut. Betrieben wird es von Rossotrudnitschestwo, der staatlichen Agentur für kulturelle Zusammenarbeit. Sie untersteht dem Außenministerium in Moskau.
In dem Gebäude gibt es Ausstellungsräume, Konzertsaal, Kino, Buchladen und eine Filiale der russischen Post. Das Programm umfasst Weltkriegsgedenken, Filmvorführungen oder Kurse für Russisch, Ballett und Zeichnen.
In einer Einschätzung des französischen Innenministeriums hieß es allerdings unlängst, das Haus werde von russischen Geheimdiensten zur Tarnung genutzt. Ähnliche Vorwürfe hatte es auch schon in der Vergangenheit gegeben. Mehrere Politiker forderten die Schließung des Kulturzentrums, das selbst entgegnete, es sei „eine ausschließlich kulturelle Einrichtung“.
„Auch wir wissen, dass in diesem Haus mehr stattfindet als harmlose Sprachkurse“, hatte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Robin Wagener der dpa gesagt. Er halte die französischen Vorwürfe für plausibel. Das Institut sei für Moskau „Teil der Informationskriegsführung“.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Russland wird die Kündigung als unfreundlichen Akt zurückweisen und möglicherweise Gegenmaßnahmen ergreifen.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Welche konkreten Beweise gibt es für die Geheimdienstnutzung?
- Wie wird die Kündigung rechtlich umgesetzt?
- Welche Alternativen gibt es für die kulturellen Angebote des Hauses?





