
Der Auftragsbestand der deutschen Unternehmen ist im Vorjahresvergleich deutlich gewachsen, gestützt vor allem durch den sonstigen Fahrzeugbau.
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Gemessen am Vorjahresmonat stieg der Auftragsbestand um 10,9 Prozent. Die Reichweite kletterte auf neun Monate, den höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung 2015.
Gemessen am Vorjahresmonat stieg der Auftragsbestand um 10,9 Prozent. Bereits in den vergangenen Monaten ist der Auftragsbestand in den Unternehmen tendenziell gewachsen.
Autobranche weiter im Minus
Die Reichweite für den Auftragsbestand stieg laut Bundesamt auf neun Monate. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung der Daten 2015. Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz produzieren müssten, um ihre Aufträge abzuarbeiten.
Gestützt wurde die positive Entwicklung besonders durch den Anstieg im »sonstigen Fahrzeugbau«. Dabei geht es um Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge. Hier sind zuletzt viele neue Aufträge eingegangen und die Fertigungsdauer ist vergleichsweise lang, wie die Statistiker erklärten. Beim Anstieg im sonstigen Fahrzeugbau dürften auch die staatlichen Rüstungsausgaben eine Rolle gespielt haben. Auch ein leichter Anstieg im Maschinenbau wirkte sich positiv aus, während der Auftragsbestand in der Autoindustrie sank.
»Wegen des Fiskalpakets strahlt die Sonne bei der Auftragslage«, sagte der Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, Alexander Krüger, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Er verwies auf die staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Sicherheit. Viel werde hier davon abhängen, ob Unternehmen Kapazitäten jetzt auch stärker auslasteten: »Die Rüstungsindustrie könnte den Anstoß für mehr Produktion auch in anderen Bereichen geben«, meint der Experte.
Die anziehenden Exporte und staatlichen Milliardenausgaben haben führende Institute dazu bewogen, ihre Prognosen für die deutsche Wirtschaft anzuheben. Das Ifo-Institut etwa erwartet für 2026 ein Wachstum um 1,4 Prozent. 2025 hatte das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2 Prozent zugelegt, in den beiden Jahren davor war die Wirtschaft geschrumpft.
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Ifo-Institut erwartet für 2026 ein Wirtschaftswachstum um 1,4 Prozent.
Likely · Within months

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