Ministerpräsident Olaf Lies und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne bemängeln fehlende Finanzierung und Fokus auf Neubaustrecke statt Bestandsausbau.
AI-generated summary
Der Bundestag hat eine Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover zur weiteren Planung freigegeben, während die Finanzierung ungeklärt bleibt.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hält die Weichenstellung im Bundestag für eine neue Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover für unzureichend. «Mit dem Kopf durch die Wand die Planung einer Neubaustrecke voranzubringen, die in 30, 40 Jahren vielleicht mal kommt, ist nur die halbe Lösung», sagte der SPD-Politiker. Er werde weiterhin Druck dafür machen, dass auch ein drittes Gleis auf der Bestandsstrecke kommt.
Den Beschluss im Verkehrsausschuss des Bundestags bezeichnete Lies als einen Planungsbeschluss ohne gesicherte Finanzierung, «also wieder so ein Signal, bei dem man nicht weiß, was kommt». Ein drittes Gleis auf der jetzigen Strecke sei damit zwar weiterhin möglich, werde aber nicht geplant. «Das halte ich für einen großen Fehler», sagte der Regierungschef.
Der Bund habe sich sehr stark auf die Verbindung der großen Städte fokussiert. «Mir ist es wichtiger, was heißt das für die Pendlerinnen und Pendler in meinem Land», sagte Lies. «Das hat man aus meiner Sicht in Berlin zu wenig bedacht.»
Minister skeptisch bei neuen Halten für Regionalverkehr
Auch Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne kritisierte, der Neubau bedeute eine ungewisse zeitliche Planung. «Ich möchte nicht mit den Menschen darüber reden, was könnte in 25 Jahren sein, sondern ich finde, man muss ihnen jetzt eine Antwort geben, wie kriegen wir Kapazitätssteigerungen auf der jetzigen Strecke hin, sodass es besser wird», sagte der SPD-Politiker.
Zu der im Beschluss beschriebenen Option, das Land Niedersachsen könne entlang der Neubaustrecke neue Halte für den Regionalverkehr aufbauen, sagte Tonne, mit dem Land sei nie darüber gesprochen worden, wie das aussehen solle. «Da reden wir auch über Perspektiven, die weit, weit weg liegen. 20, 25, 30 Jahre in der Zukunft», sagte Tonne.
Laut dem Beschluss sollen die Überholbahnhöfe Soltauer Heide und Bergen baulich so vorbereitet werden, dass sie bei Bestellung durch das Landzu Regionalverkehrshalten ausgebaut werden können.
Grüne freuen sich über Entscheidung für den Neubau
Der Oppositionsführer im Landtag, Sebastian Lechner von der CDU, betonte, in Berlin sei beschlossen worden, dass die Neubaustrecke weiter geplant werden dürfe. «Dass sie kommt, dass sie gebaut wird, wurde heute im Deutschen Bundestag nicht beschlossen.» In den nächsten Jahren müsse sich das Nutzen-Kosten-Verhältnis erst noch beweisen, und noch gebe es auch keinerlei Finanzierung für die Neubaustrecke. Die geplante Entlastung auf der Bestandsstrecke sei aber gut.
Die Grünen als Koalitionspartner in der Landesregierung freuen sich dagegen über den geplanten Neubau. «Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, damit hat diese Entweder-oder-Politik, die uns nicht einen Kilometer verbesserte Infrastruktur bisher gebracht hat, endlich ein Ende», sagte der Co-Fraktionschef Detlev Schulz-Hendel. Die Entscheidung sei überfällig gewesen.
AI outlook — possibilities, not facts
Prüfung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses der Neubaustrecke in den kommenden Jahren.
Very likely · Within years

The election of AfD politician Tobias Rausch as state parliament president in Saxony-Anhalt causes horror in the CDU. Since Rausch received more votes than the AfD and BSW combined, there is suspicion that MPs from other parties voted for him.
In Magdeburg, Tobias Rausch, an AfD politician, was elected President of Parliament for the first time. Research suggests that in addition to the AfD and BSW, CDU MPs also voted for him and for Vice President Hans-Thomas Tillschneider.

The election of AfD politician Tobias Rausch as state parliament president in Saxony-Anhalt is causing tensions in the Berlin coalition. While the SPD criticizes the CDU, the Union warns of a possible coalition between the SPD and the Left in Berlin.
After the elections in Saxony-Anhalt, the Bavarian SPD leader Ronja Endres is calling for a legal review of whether state financial equalization funds can be withheld from an AfD government in order to prevent the financing of unconstitutional structures.
Two and a half weeks after the Berlin election, the Left, the Greens and the SPD are holding a third preliminary discussion. The aim is to reach an agreement on anti-Semitism and organized crime, which the Greens and SPD have made a condition for explorations.

The federal government's coalition committee meets to discuss the reform backlog. Topics include the 2027 budget, working time, care, pension and tax reforms. No concrete decisions are expected, but a discussion about the political course is expected.