
Die 24-Jährige arbeitete zuletzt für ein Trump-nahes Medium und fiel in der Vergangenheit durch ein Foto mit Sturmgewehr und „Fuck Joe Biden“-Shirt auf.
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Beni Rae Harmony wurde als neue stellvertretende Pressesprecherin des Weißen Hauses ernannt. Zuvor arbeitete sie für das rechte Medium Real America's Voice.
Der Weggang von Donald Trumps ehemaliger Pressesprecherin Karoline Leavitt hat eine Lücke hinterlassen: Aktuell gibt es kein Gesicht, das die Politik des US-Präsidenten gegenüber der Presse verteidigt. Vizepräsident J.D. Vance und Beamte springen regelmäßig wechselnd ein, wenn sich die Journalistinnen und Journalisten im Presseraum des Weißen Hauses versammeln.
Doch mit Beni Rae Harmony hat Trump nun zumindest eine neue stellvertretende Sprecherin. Die 24-Jährige gab am Freitag bekannt, dass sie künftig für das Weiße Haus arbeiten wird.
Mit der Arbeit des Präsidenten ist sie vertraut – zuletzt arbeitete sie als Reporterin für das Trump-nahe, rechte Medium „Real America's Voice“. Das Portal veröffentlicht auch die Sendung „War Room“ von Trumps früherem Berater, dem rechtsextremen Vordenker Steve Bannon.
Harmony reiste zuletzt etwa mit Trump nach Irland und stand dabei mit anderen Medienvertretern in der ersten Reihe, als der US-Präsident an Bord seiner Maschine Fragen beantwortete. Dabei stellte sie ihm wohlwollende Fragen.
Sie gehört damit zu einer wachsenden Gruppe aus Vertretern Trump-naher Medien, denen die US-Regierung stetig mehr Platz einräumt. Journalisten von CNN, Politico und MS Now mussten sich dagegen zuletzt gerichtlich den Zugang zum Weißen Haus erstreiten.
Zu ihrem Amtsantritt rückt nun die Vergangenheit der 24-Jährigen in den Blick. Wie die britische Zeitung „Guardian“ zuerst berichtete, gibt es Bilder von Harmony in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Fuck Joe Biden“ und einem Scharfschützengewehr, die offenbar aus dem Jahr 2021 stammen. Harmony bestätigte die Echtheit der Bilder in einer Antwort auf einen X-Post.
Zuvor arbeitete Harmony auch für zwei skandalumwitterte republikanische Abgeordnete. Zunächst war sie Mitarbeiterin von Paul Gosar, einem als rechtsextrem geltenden Mitglied des Repräsentantenhauses.
Er verbreitete Ende 2021 ein Video im Anime-Stil, in dem er die demokratische Abgeordnete Alexandra Ocasio-Cortez mit einem Schwert ermordet und den damaligen Präsidenten Joe Biden bedroht. Das Repräsentantenhaus erteilte ihm daraufhin eine formelle Rüge und entfernte ihn aus allen Ausschüssen. In einem Videoauftritt verteidigte Harmony ihn damals.
Später beriet sie den Republikaner Matt Gaetz, der inzwischen nicht mehr im US-Kongress sitzt. Der Ethikausschuss des Parlaments hatte ihm Drogenkonsum und Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen.
Auf Anfrage des „Guardian“ ging das Weiße Haus nicht direkt auf Fragen zur Vergangenheit der neuen Sprecherin ein. Sie sei schon als Journalistin eine „Stimme der MAGA-Bewegung“ gewesen und eine „hervorragende Ergänzung“ für das Presseteam Trumps, hieß es.
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