Berliner Senat gibt 2025 weniger Geld für Radwege aus
Knapp 27 Millionen Euro flossen in den Radverkehr – deutlich weniger als im Vorjahr und nur ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Mittel.
Quick Look
- Der Berliner Senat hat 2025 trotz verfügbarer Rekordmittel deutlich weniger Geld in den Radverkehr investiert als möglich.
- Nur rund 27 Millionen Euro flossen in den Ausbau, wodurch sich die fertiggestellte Kilometerzahl weiter verringerte.
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Why It Matters
Von den im Radverkehrsnetz vorgesehenen 2.400 Kilometern wurden zwischen 2017 und 2025 rund 140 Kilometer fertiggestellt.
Der Senat hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Geld für den Ausbau von Radwegen ausgegeben, als er zur Verfügung gehabt hätte. Inklusive Bundesmitteln flossen 2025 knapp 27 Millionen Euro in den Berliner Radverkehr, wie aus dem Fahrrad-Fortschrittsbericht der zuständigen Verkehrssenatsverwaltung für den Hauptausschuss im Abgeordnetenhaus hervorgeht. Damit ist die Investitionssumme im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4 Millionen Euro gesunken. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» berichtet.
Das hatte zur Folge, dass mit 21,2 Kilometern deutlich weniger neue Fahrradwege fertiggestellt wurden als in den Vorjahren. 2022 waren es noch 32,4 Kilometer, seither ist die Länge jedes Jahr gesunken.
Dabei hätte der Senat deutlich mehr Geld zur Verfügung gehabt. Dem Bericht zufolge standen im vergangenen Jahr über alle Haushaltstitel hinweg rund 82,4 Millionen Euro für den Radverkehr zur Verfügung. In der Abteilung Verkehr wurden demnach nur ein Drittel der verfügbaren Mittel ausgegeben. In der Abteilung Tiefbau waren es 80 Prozent.
Damit stockt der Ausbau des Radwegenetzes in Berlin weiter erheblich. Von den 2.400 Kilometern Strecke, die aktuell im Berliner Radverkehrsnetz vorgesehen sind, wurden zwischen 2017 und 2025 lediglich gut 140 Kilometer oder rund 5,8 Prozent fertiggestellt.
«Während jede moderne Metropole auf mehr gesunde und klimafreundliche Mobilität setzt, ignoriert die CDU die Realität», kritisierte die Grünen-Abgeordnete Oda Hassepaß. Zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner hätten kein Auto und bewegten sich mit Bus und Bahn, zu Fuß oder mit dem Rad durch die Stadt. «Für die braucht es gute und sichere Angebote.»
Open Questions
- Warum wurden nur ein Drittel der Mittel in der Abteilung Verkehr ausgegeben?
