
Nach der Veröffentlichung gestohlener Daten der Berliner Verwaltung durch Cyberkriminelle warnt das BSI vor Risiken wie Phishing und Hack-and-Leak-Operationen.
Nach der Veröffentlichung von 5,8 Terabyte erbeuteter Daten der Berliner Verwaltung im Darknet warnt das BSI vor einer erhöhten Bedrohungslage, Phishing und gezielten Manipulationen.
AI-generated summary
Die Hackergruppe Rhysida erpresste den Berliner Senat mit einem Lösegeld von 30 Bitcoin nach einem Cyberangriff im August.
Nach der Veröffentlichung von Daten der Berliner Verwaltung durch Cyberkriminelle geht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) von einer erhöhten Bedrohungslage aus. »Das BSI weist explizit darauf hin, dass sich aus der Veröffentlichung gestohlener Daten verschiedene Risiken für die Betroffenen und letztlich für die Gesellschaft ergeben können«, erklärte ein Sprecher.
Für den politischen Raum bestehe insbesondere vor Wahlen die Gefahr sogenannter »Hack and Leak«-Operationen. Dabei werden gestohlene Dokumente, E-Mails oder Ähnliches zu einem für den Angreifer günstigen Zeitpunkt veröffentlicht und dabei womöglich in einen falschen Zusammenhang gerückt. In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
Tat vermutlich »ausschließlich finanziell motiviert«
Dass the kriminellen Hacker, die nach dem Ablauf ihres Ultimatums an den Berliner Senat die von ihnen erbeuteten Daten online gestellt haben, eine politische Absicht verfolgen, wird laut dem BSI jedoch nicht vermutet. Man gehe davon aus, dass die Tat »ausschließlich finanziell motiviert« gewesen sei.
Das BSI weist zudem auf eine erhöhte Bedrohung durch gezielte Phishingangriffe nach dem Datenabfluss hin. Insbesondere Menschen, die in Kontakt mit betroffenen Personen oder Institutionen standen, sollten deshalb besonders aufmerksam sein. »Darüber hinaus können Daten, die Informationen zu kritischen Infrastrukturen, Unternehmen und Organisationen enthalten, je nach Sensibilität der Daten ebenfalls eine Erhöhung der Bedrohungslage bewirken«, warnt das Bundesamt.
Forderung von rund zwei Millionen Euro
Die Berliner Verwaltung hatte den am 14. August bekannt gewordenen Cyberangriff bestätigt. Die kriminelle Hackergruppe Rhysida forderte ein Lösegeld von 30 Bitcoin – umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Berliner Senat erklärte, nicht zahlen zu wollen.
Nach dem Verstreichen einer Frist am Freitagnachmittag machte die Hackergruppe ihre Drohung wahr: Es wurde ein 5,8 Terabyte großes Datenpaket im Darknet veröffentlicht. Mehr als 1,4 Millionen Daten sollen nun öffentlich abrufbar sein: In sozialen Netzwerken posteten Nutzerinnen und Nutzer am Freitag bereits Listen mit Dateinamen.
»Nach dem, was ich jetzt hier sehen kann, haben sie den kompletten Datensatz für alle zur Einsicht live gestellt«, sagte Joachim Selzer, ein Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC), in einer ersten Reaktion zur Veröffentlichung. »Das ist für die Berliner Verwaltung schon unangenehm. Das sind natürlich sehr viele interne Daten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Ich sehe hier zum Beispiel Personalangelegenheiten, auch Arbeitszeugnisse. Mit solchen Daten können Kriminelle immer irgendetwas anfangen.«
»Lauter Kleinigkeiten, die für Identitätsdiebstahl interessant sein könnten«
In den Daten fänden sich unter anderem Bauangelegenheiten, Notfallpläne, Dokumente zu Bewerbungsverfahren, Stundenzettel, Wiedereingliederungsmaßnahmen von Mitarbeitern oder Betriebsratsunterlagen, so Selzer. Aber auch »jede Menge behördlicher Kleinkram«. Dies seien häufig »lauter Kleinigkeiten, die für Identitätsdiebstahl interessant sein könnten«.
Das mögliche Ausmaß des Leaks hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet. Laut eigenen Angaben verfügten die Erpresser nicht nur über die Daten von knapp 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren und mehr als 46.500 Verträgen, sondern auch über Informationen über Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, Justizunterlagen, Notfallpläne, Passwörter und knapp 6000 Dateien mit Log-in-Daten.

After an ultimatum expired, the hacker group Rhysida published around 5.8 terabytes of stolen data from the Berlin state network on the darknet. The Berlin Senate had rejected the requested ransom payment of 30 Bitcoin.

After the publication of stolen data from the Berlin administration, the BSI warns of increased cyber risks. The authority warns against phishing and hack & leak operations in the run-up to elections, although according to the BSI the act was financially motivated.
The federal government is planning to build a national Hyperloop reference route and is providing 100 million euros. The project promises fast and energy-saving travel, but raises questions about its usefulness and parallels to controversial air taxis.

OpenAI and Anthropic release major updates to ChatGPT and Claude. While OpenAI conjures up a new age of AI, concerns about a loss of control are growing among the population.
After the cyber attack on the Berlin administration and the publication of sensitive data by the hacker group Rhysida, the BSI warns of further attacks, in particular hack & leak operations before the House of Representatives election on September 20th and targeted phishing attacks. The Senate Chancellery will contact those affected.
The White House has published online games on its website in which users are supposed to build a border wall with Mexico or intercept migrants. The Tetris Company stated that it was not involved in the development and did not authorize any use of the Tetris trademark. Human rights organizations sharply criticized the games.