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Bund und Eigentümerfamilien einigen sich auf Kaufpreis bei KNDS
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Tagesschau Wirtschaft8 minutes agoBusiness2 min readGermanyView translation

Bund und Eigentümerfamilien einigen sich auf Kaufpreis bei KNDS

Der Bund plant eine 50-prozentige Beteiligung am deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS, um die Kontrolle über Schlüsseltechnologien zu sichern.

Quick Look

  • Die Bundesregierung hat sich mit den Eigentümerfamilien des Panzerbauers KNDS auf einen Einstieg geeinigt.
  • Der Bund plant, 50 Prozent der Anteile zu erwerben, um die Verteidigungsindustrie zu stärken.
  • Der Kaufpreis soll unter den ursprünglich veranschlagten 7,2 Milliarden Euro liegen.

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Why It Matters

KNDS entstand 2015 aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter. Die Eigentümerfamilien suchten seit Längerem nach einem Ausstieg aus dem Unternehmen.

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Die Bundesregierung hat sich mit der jetzigen Eigentümerfamilien grundsätzlich über einen Einstieg des Bundes beim deutsch-französischen Panzerbauer KNDS geeinigt. Das hat das ARD-Hauptstadtstudio aus Regierungskreisen erfahren.

Seit längerem versuchen die Familien des Panzerbauers aus München ihre Anteile an KNDS zu veräußern. Zunächst sollte dies über einen Börsengang geschehen, doch die Pläne wurden erst verschoben und im Herbst komplett abgesagt. Die Familien Braunbehrens und Bode halten über die Wegmann-Holding 50 Prozent an KNDS, die anderen 50 Prozent hält der französische Staat.

Man plane eine Beteiligung in gleicher Höhe wie Frankreich von 50 Prozent, um auf Augenhöhe mit dem Partner zu stehen, heißt es aus Regierungskreisen nun. Aus Vertraulichkeitsgründen könnten zu der erzielten Einigung keine Details genannt werden. Das Handelsblatt hatte als erstes über die Einigung berichtet, die noch im November unterschriftsreif sein soll. KNDS und die Familien äußerten sich nicht.

Kaufpreis unter 7,2 Milliarden Euro

Unklar ist, wie viel Geld der Bund auf den Tisch legen wird. Aus einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Unterrichtung für den Haushaltsausschuss des Bundestages geht nur hervor, dass der Bund weniger als ursprünglich geplant bezahlen wird. Der Ausschuss hatte im Juni den Kauf für einen Preis von 7,2 Milliarden Euro für lediglich 40 Prozent bewilligt.

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte eine Einigung noch nicht bestätigen, betonte aber die Bedeutung des "Leopard 2"- und "Boxer"-Herstellers für die Sicherheitsinteressen des Landes. Mit dem Einstieg bei KNDS wolle die Regierung den Schutz verteidigungsindustrieller Schlüsseltechnologie im Panzerbau sichern. Die Bundeswehr ist der größte Kunde von KNDS.

Zeitweise hatten die Eigentümerfamilien auch mit einem Verkauf an ausländische Investoren geliebäugelt - darunter das tschechische Rüstungsunternehmen Czechoslovak Group (CSG) und der US-amerikanische Private-Equity-Investor Warburg Pincus. Nun sollen die Familien einen Paketzuschlag erhalten haben sowie einen Anteil an der Dividende für 2026, die der Bund kassiert.

Neuer Versuch eines Börsengangs?

An den Börsenplänen, auf deren schnellstmögliche Umsetzung auch KNDS selbst pocht, hält die Bundesregierung gleichwohl fest. Mit Frankreich sei vereinbart worden, die jeweiligen Beteiligungen um zehn Prozent abzuschmelzen, hieß es. Für die Bundesregierung wäre das auch eine Möglichkeit, die Staatsbeteiligung zu reduzieren, wenn der Aktienkurs günstig ist.

KNDS entstand 2015 durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Der Konzern beschäftigt gut 11.000 Menschen und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Hauptsitz ist Amsterdam, die deutsche Zentrale sitzt in München. In Kassel betreibt das KNDS drei Produktionsstandorte und einen Logistikstandort.

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  • Unterzeichnung des Kaufvertrags im November.

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  • Wie hoch ist der finale Kaufpreis?
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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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