
Bundesagrarminister Alois Rainer hat wegen Dürre-Schäden in der deutschen Landwirtschaft eine Krise von nationaler Tragweite ausgerufen und Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro angekündigt, darunter Liquiditätsprogramme, steuerliche Erleichterungen und Düngemittelhilfen sowie eine einmalige Erhöhung der Direktzahlungen auf 700 Millionen Euro im kommenden Jahr aufgrund enttäuschender Erntebilanz und steigender Produktionskosten.
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Die deutsche Landwirtschaft leidet unter Dürre-Schäden, ernteeinbrüchen und steigenden Produktionskosten aufgrund der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, während die Erzeugerpreise sinken.
Trockenheit, Ernteeinbrüche und steigende Kosten bringen viele deutsche Agrarbetriebe in Bedrängnis. Landwirtschaftsminister Alois Rainer sieht die Ernährungssicherheit gefährdet - und kündigt weitreichende Schritte an.
Bundesagrarminister Alois Rainer hat wegen der Dürre-Schäden in der deutschen Landwirtschaft eine Krise von nationaler Tragweite ausgerufen. Auf dieser Grundlage will der CSU-Politiker den Agrarbetrieben mit Hilfen im Umfang von einer Milliarde Euro unter die Arme greifen. Im Zentrum der Hilfen stehen zwei Liquiditätsprogramme, über die Landwirte ohne bürokratischen Aufwand Darlehen zu niedrigen Zinsen erhalten sollen.
Für finanzielle Hilfen bei Extremwetterlagen sind eigentlich die Länder zuständig. Der Bund kann sich nur bei einer Krise von nationaler Tragweite daran beteiligen. "Wenn die Substanz unserer Betriebe dauerhaft gefährdet ist, dürfen wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte Rainer in Berlin. Die Landwirte müssten handlungsfähig bleiben, um die Ernährungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.
Neben den Liquiditätsprogrammen soll es unter anderem steuerliche Erleichterungen sowie gezielte Düngemittelhilfen geben. Außerdem kündigte Rainer an, die Direktzahlungen an die deutsche Landwirtschaft im kommenden Jahr einmalig auf 700 Millionen Euro zu erhöhen.
Hintergrund der Maßnahmen ist die Erntebilanz, die wegen des Dürre-Sommers vielerorts enttäuschend ausgefallen ist. In einigen Regionen hätten Trockenheit und Hitze teils "verheerende Spuren" hinterlassen, sagte Rainer. Die Erntemenge beim Getreide sank demnach mit rund 37,4 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent; in Bayern lag das Minus bei 8,6 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern - dem größten Rapsanbauland - gingen die Hektarerträge sogar um rund 25 Prozent zurück.
Dazu kommen steigende Produktionskosten - vor allem bedingt durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten - bei gleichzeitig sinkenden Erzeugerpreisen. Die Landwirtschaft stehe deshalb vor "multifaktoriellen Herausforderungen", sagte Rainer: "Es geht um die wirtschaftliche Existenz unserer Betriebe."
AI outlook — possibilities, not facts
Die Liquiditätsprogramme werden in den kommenden Monaten Landwirten zur Verfügung stehen.
Likely · Within months
Die Erhöhung der Direktzahlungen auf 700 Millionen Euro wird im kommenden Haushaltsjahr umgesetzt.
Very likely · Within months

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