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Eine aktuelle Umfrage von YouGov im Auftrag von Logitech zeigt, dass 95 Prozent der Büroangestellten in Deutschland eine ruhige Arbeitsumgebung als sehr oder eher wichtig erachten. Das Bedürfnis nach Ruhe im Arbeitsumfeld ist in den letzten fünf Jahren bei 68 Prozent der Befragten gestiegen.
Ein bisschen Frieden: Wer in Deutschland im Büro arbeitet, hätte es gerne leiser. 95 Prozent nennen eine ruhige Arbeitsumgebung in einer aktuellen Umfrage sehr oder eher wichtig. Und am meisten stören dabei die lieben Kollegen. Die Erhebung, die YouGov im Auftrag von Logitech durchführte, umfasste gut 2.100 Befragte in Deutschland, die zumindest teilweise im Büro arbeiten.
Gefragt, welche Geräusche sie als besonders störend empfinden, nannten 53 Prozent der Teilnehmer Calls und Telefonate der Kollegen, 47 Prozent nannten deren Gespräche und 41 Prozent Videomeetings, die ohne Kopfhörer geführt wurden. Erst mit deutlichem Abstand folgen Hintergrundgeräusche wie Lüftung, Drucker oder Kaffeemaschine, die von 18 Prozent genannt wurden. Tastaturgeräusche stören 7 Prozent, Mausklicks 4 Prozent. Bei der Frage konnten bis zu 3 Geräusche genannt werden.
Das Ruhebedürfnis ist gewachsen
Zudem sagten 68 Prozent, dass das Bedürfnis nach Ruhe im Arbeitsumfeld in den letzten fünf Jahren gestiegen sei. Dass in Büros bewusster auf Lautstärke geachtet werde, konnten aber nur 41 Prozent erkennen. Von sich selbst sagten allerdings 51 Prozent, dass sie sich stärker zu rücksichtsvollem Verhalten verpflichtet fühlten. Der Krach hat zudem Folgen: 70 Prozent sagen, dass Geräusche im Büro ihre Konzentration beeinträchtigen.
«Ein gestiegenes Ruhebedürfnis bedeutet nicht, dass Menschen weniger Austausch wollen. Es zeigt vielmehr, dass Kommunikation im Büro bewusster organisiert werden muss», sagt Logitech-Deutschlandchef Serkan Ates. «Viele Arbeitsroutinen haben sich verändert, aber die Regeln für das Miteinander im Büro sind nicht überall im gleichen Tempo mitgewachsen. Gerade bei Calls, spontanen Gesprächen und hybriden Meetings braucht es mehr Klarheit darüber, was für andere zumutbar ist.» Letztlich entscheide Rücksicht mit darüber, «ob Menschen im Arbeitsalltag fokussiert bleiben oder ständig aus ihrer Konzentration gerissen werden».
Im Tarifstreit zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft VC sollen die ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und Roland Koch als Schlichter fungieren. Ziel ist die Beilegung offener Tariffragen und die Mediation übergreifender Themen.

Der neue DGB-Ausbildungsreport 2026 zeigt eine Rekordunzufriedenheit bei Auszubildenden. Jeder zweite fühlt sich psychisch belastet, bedingt durch Leistungsdruck, Personalmangel und finanzielle Sorgen. Die Zufriedenheitswerte sind auf den niedrigsten Stand seit Erhebungsbeginn gefallen.

Die Gewerkschaft Ver.di plant eine Ausweitung der Streiks im Einzelhandel, da die Tarifverhandlungen seit April feststecken. Gefordert werden sieben Prozent mehr Lohn. Betroffen könnten insbesondere Rewe- und Edeka-Märkte sein, während Discounter wie Aldi und Lidl weniger im Fokus stehen.

Nach massiven Warnstreiks in deutschen Nordseehäfen, darunter Hamburg, wurden die Arbeitsniederlegungen beendet. Die Gewerkschaft ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Lohn für 11.000 Beschäftigte. Neue Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband ZDS sind für nächste Woche geplant.

Die Gewerkschaft Verdi hat für sechs deutsche Seehäfen, darunter Hamburg und Bremerhaven, 24-stündige Warnstreiks angekündigt. Grund ist der festgefahrene Tarifstreit um höhere Stundenlöhne für rund 11.000 Beschäftigte.

Nach dem Zurückweisen des Arbeitgeberangebots hat die Gewerkschaft ver.di Hafenbeschäftigte in Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Im Hamburger Hafen demonstrierten über 2.000 Beschäftigte.