Bodo Ramelow und Roland Koch sollen in den Schlichtungsverfahren zwischen der Vereinigung Cockpit und der Lufthansa vermitteln.
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Der Konflikt dreht sich um Altersversorgung, Gehälter und die Konzernstrategie zur Verlagerung von Flugbetrieben in günstigere Tarifstrukturen. Bisher gab es im laufenden Jahr sieben Streiktage.
Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihren Piloten haben die beiden Seiten zwei frühere Ministerpräsidenten als Schlichter gewonnen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) benannte für alle drei Schlichtungsverfahren den früheren thüringischen Landeschef Bodo Ramelow (Linke). Die Fluggesellschaft berief den früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) für Lufthansa Classic und Lufthansa Cargo sowie den Arbeitsrechtler Günther Heckelmann für die Billigtochter Eurowings und die eingestellte Regionaltochter Lufthansa Cityline.
Der Konzern und die Gewerkschaft hatten sich vergangene Woche auf ein Verfahren geeinigt, das Schlichtung und Mediation miteinander verbindet. Während in den drei getrennten Schlichtungsverfahren die jeweils offenen Tarifthemen bearbeitet werden sollen, zielt die Mediation den Angaben zufolge auf andere, übergreifende Themen.
Streiks bereits an sieben Tagen im laufenden Jahr
Die VC hat ihre Mitglieder im laufenden Jahr bereits an sieben Tagen zum Streik aufgerufen. Auch während des Festakts zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa fielen Hunderte Flüge aus. Das Unternehmen hat die Kosten des Arbeitskampfs auf rund 150 Millionen Euro beziffert.
Offiziell geht es in den Verhandlungen um Fragen der Altersversorgung und des Gehalts. Hinter dem Konflikt steht aber auch die Strategie des Vorstands, Flugzeuge und damit auch Crews in Flugbetriebe zu verlagern, in denen niedrigere Tarifbestimmungen gelten.
Der heutige Bundestagsvizepräsident Ramelow verzichtet laut VC auf sein Honorar. Stattdessen solle das Geld an das Erfurter Projekt «Das fliegende Klassenzimmer» und das Luftfahrtmuseum Flugwelt Altenburg Nobitz fließen.

Der neue DGB-Ausbildungsreport 2026 zeigt eine Rekordunzufriedenheit bei Auszubildenden. Jeder zweite fühlt sich psychisch belastet, bedingt durch Leistungsdruck, Personalmangel und finanzielle Sorgen. Die Zufriedenheitswerte sind auf den niedrigsten Stand seit Erhebungsbeginn gefallen.

Die Gewerkschaft Ver.di plant eine Ausweitung der Streiks im Einzelhandel, da die Tarifverhandlungen seit April feststecken. Gefordert werden sieben Prozent mehr Lohn. Betroffen könnten insbesondere Rewe- und Edeka-Märkte sein, während Discounter wie Aldi und Lidl weniger im Fokus stehen.

Nach massiven Warnstreiks in deutschen Nordseehäfen, darunter Hamburg, wurden die Arbeitsniederlegungen beendet. Die Gewerkschaft ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Lohn für 11.000 Beschäftigte. Neue Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband ZDS sind für nächste Woche geplant.

Die Gewerkschaft Verdi hat für sechs deutsche Seehäfen, darunter Hamburg und Bremerhaven, 24-stündige Warnstreiks angekündigt. Grund ist der festgefahrene Tarifstreit um höhere Stundenlöhne für rund 11.000 Beschäftigte.

Nach dem Zurückweisen des Arbeitgeberangebots hat die Gewerkschaft ver.di Hafenbeschäftigte in Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Im Hamburger Hafen demonstrierten über 2.000 Beschäftigte.
Die Gewerkschaft ver.di ruft rund 5300 feste und freie NDR-Mitarbeiter in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu einem Warnstreik auf. Gefordert werden sieben Prozent mehr Geld oder mindestens 300 Euro monatlich.