
Nur Tage nach einem mutmaßlichen Anschlag auf einen Luftwaffenchef ist Wladimir Tkatschuk nahe Jekaterinburg durch eine Autobombe schwer verletzt worden.
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Seit Beginn von Russlands Krieg gegen die Ukraine kamen mehrere führende russische Militärs und Rüstungsakteure bei Anschlägen ums Leben.
Nur Tage nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den russischen Luftwaffenchef Alexander Tschajko in einem Moskauer Nobelrestaurant ist Wladimir Tkatschuk, der Chef eines wichtigen Drohnenherstellers, bei einer Explosion schwer verletzt worden.
Das berichten russische Medien übereinstimmend. Laut der Zeitung »Kommersant« sei Tkatschuks Mercedes im Dorf Bolschoi Istok nahe der Stadt Jekaterinburg am Uralgebirge explodiert.
Tkatschuk befinde sich »auf der Intensivstation und in ernstem Zustand, Ärzte kämpfen um sein Leben«, zitiert die Nachrichtenagentur Tass Einsatzkräfte. Tkatschuks Fahrer kam bei der Explosion, die sich Berichten zufolge am Dienstagabend ereignete, offenbar ums Leben. Es werde wegen versuchten Mordes ermittelt.
Tkatschuk ist der Chef des Drohnenherstellers Uraldronsawod mit Sitz in Jekaterinburg. Die Firma produziert insbesondere ferngesteuerte FPV-Drohnen, die Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine einsetzt. Das Unternehmen steht auf der Sanktionsliste der EU und der USA. Laut Einschätzung der EU genießt Uraldronsawod die besondere Aufmerksamkeit von Machthaber Wladimir Putin: 2024 stellte Tkatschuk Putin persönlich die Drohnen der Produktion vor.
Die Hintergründe der Explosion blieben zunächst unklar. Seit dem Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine kamen mehrere führende russische Militärs bei Anschlägen in Russland ums Leben. Kyjiw reagierte zunächst nicht auf Nachrichten über die Explosion in Bolschoi Istok. Auch zum Anschlag auf das Moskauer Nobelrestaurant am Samstag schweigt Kyjiw.

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