
Im Rahmen des Treffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping verständigen sich China und die USA auf den zollfreien oder zollarmen Handel unsensibler Produkte.
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China und die USA verhandeln über Zollsenkungen und halten Handelsvereinbarungen aufrecht, während gleichzeitig Handelsstreitigkeiten mit Kanada und Drohungen gegenüber der EU im Raum stehen.
China und die USA haben sich im Rahmen des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping darauf verständigt, unsensible Produkte im Wert von 30 Milliarden US-Dollar zwischen den Ländern ohne oder mit sehr geringen Zöllen zu handeln. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstagnachmittag in China mit.
Um welche Produkte es sich handelt, wurde zunächst nicht bekannt. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hatte die Einigung bereits am Freitag in einem Interview mit dem Sender CNBC bekannt gegeben und gesagt, dass möglicherweise am Montag weitere Details dazu veröffentlicht werden. Er erwähnte dabei US-Agrarprodukte und medizinische Geräte sowie chinesische Konsumgüter.
Laut Xinhua wurde zudem das Stillhalteabkommen im Handelskonflikt verlängert, das vorläufige Zollsenkungen, sowie die Ausfuhr von Seltenen Erden umfasst. Wie lange es gelten soll, gab die chinesische Seite nicht bekannt. US-Finanzminister Scott Bessent hatte zum Auftakt von Xis US-Reise von einer Verlängerung um zwei Monate gesprochen. Mehreren Medienberichten zufolge hatte China sich eine Verlängerung um ein Jahr oder länger erhofft.
Des Weiteren wollen die beiden Länder zudem einen KI-Dialog sowie einen Notfall-Kanal für KI-Vorfälle einrichten, um sich über Risiken und Vorteile auszutauschen. Der nächste KI-Dialog soll demnach im November stattfinden. Zudem stimmten China und die USA überein, dass der Iran „keine Atomwaffen entwickeln, und dass kein Staat und keine Organisation Durchfahrtsgebühren für internationale Wasserstraßen erheben dürfe“. Die beiden Staatschefs äußerten die Absicht an den Gipfeltreffen der asiatischen Wirtschaftskooperation (APEC) im November in Shenzhen und am G20-Gipfel in Florida teilzunehmen.
Die US-Regierung will am Montag Einzelheiten zu begrenzten Handelsvereinbarungen mit China bekannt geben. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, bestimmte unkritische Waren künftig zu günstigeren Bedingungen zu handeln, sagte US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer dem Sender CNBC. Welche Produkte betroffen sind, wie sich die Zölle ändern und wann die Regelungen in Kraft treten könnten, ließ er offen. Als Beispiele für die verhandelten Waren nannte Greer US-Agrarprodukte und medizinische Geräte sowie chinesische Konsumgüter. Zuvor hatten Washington und Peking ihren bis zum 10. November befristeten Handelsfrieden um zwei Monate verlängert.
Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf den Import chinesischer Waren werden laut US-Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Das sagte Bessent dem Sender Fox News zu Beginn eines dreitägigen Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington.
Mehrere republikanische Senatoren haben vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Washington ihre Sorge um den Status Taiwans zum Ausdruck gebracht. Mitch McConnell, der frühere Fraktionschef der Regierungspartei im Senat, und seine Kollegen erklärten in einem Schreiben an Außenminister Marco Rubio, sie seien besorgt über Trumps Beschreibung von Taiwan als „sehr guter Verhandlungschip“ im Umgang mit Xi.
Der Senat habe bereits Sicherheitshilfen in Höhe von rund einer Milliarde Dollar sowie weitere Millionenhilfen gebilligt, schrieben die Senatoren. Diese Unterstützung bekräftige nicht nur die Sicherheitsbeziehungen zwischen den USA und Taiwan, sondern liege auch im Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten.
Der Fraktionschef der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, hat davor gewarnt, China größeren Zugang zu modernen Halbleiterchips und Produktionsausrüstung zu gewähren. Vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping erklärte Schumer, die USA könnten und müssten ihre Führungsposition bei Künstlicher Intelligenz behaupten, indem sie Chinas Zugang zu US-Technologie beschränkten. Zudem müssten die USA Vorkehrungen treffen, um die Risiken von KI zu begrenzen.
Vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping im Weißen Haus hat der chinesische Botschafter in den USA bereits Grenzen gezogen. Es gebe vier rote Linien, die die USA nicht überschreiten dürften, schrieb Xie Feng in einem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag für die Parteizeitung „People’s Daily“ („Renmin Ribao“). „Die vier roten Linien – Taiwan, Demokratie und Menschenrechte, Chinas politisches System und dessen Entwicklungsrechte“ seien nicht verhandelbar, schrieb Xie.
Die USA, Dänemark und Grönland werden US-Kreisen zufolge an diesem Dienstag ein Abkommen im Streit um die strategisch bedeutsame Arktisinsel unterzeichnen. US-Präsident Donald Trump werde sich dafür mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen und dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen treffen, teilte ein Beamter aus dem Weißen Haus der dpa auf Anfrage mit. Sie würden ihr neues Abkommen formalisieren, das die Sicherheit Grönlands sowie der USA gewährleisten und verteidigen solle, hieß es.
Der US-Beamte nannte weder eine Uhrzeit noch einen konkreten Ort für die Unterzeichnung. Es wird allerdings erwartet, dass dies am Rande der UN-Generaldebatte in New York passiert, wo Trump am Dienstagvormittag (Ortszeit) eine Rede hält.
Die USA planen nach Angaben aus niederländischen Regierungskreisen weitere Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Wie die Nachrichtenagentur AP am Montag erfuhr, wurden die Niederlande darüber informiert, dass neue, umfassende Sanktionen unmittelbar bevor stünden. Außerdem seien die Niederlande als Sitz des Gerichts gedrängt worden, ihre Mitgliedschaft als Vertragsstaat des Römischen Statuts zu beenden, das die Grundlage für den IStGH bildet.
Washington hat schon mehrere Staaten zum Austritt gedrängt und Sanktionen gegen mehr als ein Dutzend amtierende und ehemalige Mitarbeiter des Gerichts verhängt – darunter die Hälfte der derzeitigen Richter. Auf scharfe Kritik der USA und Israels stieß unter anderem der Haftbefehl des Gerichts gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg. Zudem haben sich die USA gegen Untersuchungen zu ihren Militäreinsätzen in Afghanistan ausgesprochen.
Kanadischer Premierminister Mark Carney möchte klarmachen, welches Ziel hinter der Partnerschaft liege. „Wir wollen nicht zu einer dritten Weltmacht werden“, sagt der Premierminister. Kanada wolle sich nicht als Weltmacht präsentieren, „die sich von den anderen nur durch bessere Manieren unterscheidet“, führt er fort. „Wir streben eine bessere Resilienz an.“ Man wolle die eigenen Werte und die Demokratie stärken und schützen und sich weniger angreifbar machen. „Wir wollen das Völkerrecht stärken und nicht denen die Macht geben, die es zu zerstören versuchen.“ Auch hier geht er nicht näher darauf ein, auf wen er sich bezieht.
„Kanada und Europa sind beide stark. Zusammen sind wir beide stärker“, sagt Carney. Er sei offen für die Idee einer Art EU-Sondermitgliedschaft für sein Land. „Wir begrüßen diesen Vorstoß“, sagte der liberale Politiker in einer Rede vor dem Europäischen Parlament.
Er lobt die Stärken von EU und Kanada. Er lobt Europas Industrie und Rentensystem sowie den arktischen Zugang Kanadas. Wenn man die Stärken zusammenbinde, könne man sich gegenseitig weiter stärken. Das im Juni geschlossene erste Abkommen zwischen den beiden Parteien werde „den Verwerfungen des geopolitischen Klimas nicht gerecht“. Dies führt er allerdings nicht weiter aus. Auch der Name Donald Trump fällt bisher nicht noch einmal. Den Fokus legt Carney dagegen auf die „Chancen“, die in einer Zusammenarbeit lägen.
Deshalb bräuchte es noch eine engere Anbindung. „Wir müssen unsere gemeinsame strategische Autonomie sichern“, sagt Carney. Den Handel will der Premier stärken sowie den Arbeitsmarkt enger aneinander knüpfen. Dazu gehöre, Kanada in das Erasmus+-Programm für Studierendenaufenthalte im Ausland aufzunehmen. Auch kritische Rohstoffe sollen Teil des Abkommens sein.
Der kanadische Premierminister Mark Carney wendet sich am Tag nach der Verkündung einer assoziierten Mitgliedschaft Kanadas in der Europäischen Union an die Mitglieder des EU‑Parlaments. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, hatte diese am Vortag verkündet. In der Nacht hatte US-Präsident Donald Trump mit Zolldrohungen gegen die EU darauf reagiert. Carney ging direkt zu Beginn seiner Rede darauf ein: „Ich spreche heute zu Ihnen, um auf die Drohungen aus den USA zu antworten.“
Man müsse auf die geopolitischen Verwerfungen reagieren. „Freiheit und das Leben müssen jeden Tag verteidigt werden“, sagte Carney. „Jeden einzelnen Tag. Auch heute.“ Er betonte die lange Geschichte, die die EU und Kanada miteinander verbinde. „Wir sind keine Schönwetterverbündeten. Wir verfolgen keine Nullsummenspiele.“
Indien warnt die USA angesichts möglicher US-Strafzölle wegen des Kaufs von russischem Öl vor einer Belastung der bilateralen Beziehungen. Man habe die potenziellen Auswirkungen auf das Verhältnis und den globalen Energiemarkt gegenüber der Regierung in Washington deutlich gemacht, teilt das indische Außenministerium mit. Zuvor hatte das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Präsident Donald Trump ermächtigt, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie Indien und China zu erheben, um deren Abhängigkeit von russischer Energie zu verringern.
Indien ist der drittgrößte Ölimporteur der Welt und gehört seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 zu den größten Abnehmern von russischem Öl, das vom Westen mit Sanktionen belegt ist. Die Regierung in Neu-Delhi verweist zur Begründung auf die Energiesicherheit des Landes.
Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Europäische Union im Falle einer assoziierten Mitgliedschaft Kanadas mit weitreichenden Strafzöllen zu belegen, stößt auf Widerstand. Es sei nicht Sache der USA oder von irgendjemand anderem, die geopolitische Richtung der Europäer zu bestimmen, sagte Frankreichs Europaminister Benjamin Haddad dem Fernsehsender Public Senat am Donnerstag. Es sei das gute Recht der EU, ihre Beziehungen zu Kanada zu vertiefen.
US-Präsident Donald Trump reagiert mit einer Drohung auf den Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kanada zum ersten „assoziierten Mitglied“ der Europäischen Union zu machen. „Ich halte das für lächerlich“, sagte er auf den Vorschlag angesprochen. Falls er es als „feindseligen Akt“ empfinden sollte, würde er hohe Zölle verhängen oder den Handel mit Europa in vielen Bereichen einstellen, warnte Trump vor Reportern.
Falls die EU das in böser Absicht mache, würden die USA „sehr hohe Zölle gegen Europa“ verhängen. Trump sagte allerdings auch, dass es in Ordnung sei, falls die Absicht gut sei – ohne genauer zu erläutern, woran er das festmachen würde. Zu Kanada sagte er nur, das Nachbarland sei zuletzt ein „schrecklicher Handelspartner“ gewesen.
China und die USA hoffen nach Angaben der chinesischen Regierung auf eine baldige Einigung über die Senkung von Importzöllen. Damit wuchs die Erwartung, dass eine entsprechende Vereinbarung verkündet werden könnte, wenn die Staats- und Regierungschefs beider Länder in zwei Wochen zusammentreffen.
Die Verhandlungsführer bemühten sich um „zeitnahe“ gegenseitige Zollsenkungen für Waren im Wert von jeweils 30 Milliarden Dollar, sagte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Huang Ling, in einer wöchentlichen Pressekonferenz. Der Betrag beziehe sich auf jede der beiden Seiten, berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Im Zollstreit zwischen den USA und Nachbarland Kanada ist kein Ende in Sicht. Das kanadische Finanzministerium bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass in der Nacht zu Dienstag (8. September, 00.01 Uhr Ortszeit) Gegenzölle auf US-Importe in Kraft treten werden.
Betroffen sind nach früheren Angaben aus Kanada Produkte aus den Bereichen Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff und Papier sowie Elektronik. Die Zölle sollen bei bis zu 50 Prozent auf Importe aus den Vereinigten Staaten im Wert von 27,6 Milliarden Dollar liegen.
Trotz der Spannungen bemühen sich Tourismusbeauftragte in den USA darum, kanadische Besucher zu Touristenattraktionen wie Graceland zu locken. Der US-Bundesstaat New York startete im Sommer die Werbekampagne „NY Loves Canada“ und bot Rabatte für Hotels, Restaurants und Attraktionen an.
In Las Vegas setzten Hotels den kanadischen Dollar mit dem US-Dollar gleich, damit Kanadierinnen und Kanadier mehr für ihr Geld bekommen. Tourismusbeauftragte aus Las Vegas besuchten im August Kanada, um dort Reiseberaterinnen und Reiseberater, Touranbieter und Flughafenvertreterinnen und Flughafenvertreter zu treffen.
„Wir sind hier, um dafür zu sorgen, dass Sie wissen, dass wir Kanada mögen“, sagte der Präsident der Las Vegas Convention and Visitors Authority, Steve Hill, bei seinem Besuch in Vancouver.
Kanadische Touristinnen und Touristen hatten bei Übernachtungen internationaler Besucherinnen und Besucher in den USA traditionell die Nase vorn. Doch 2025 gaben Einwohnerinnen und Einwohner Kanadas rund 2,4 Milliarden Dollar weniger für Reisen in die USA im Vergleich zum Vorjahr aus, wie aus Daten des kanadischen Statistikamts hervorgeht.
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