DAX startet stabil in den Handelstag – Fokus auf US-Arbeitsmarktdaten und VW-Sanierung
Der deutsche Leitindex bewegt sich kaum vor den wichtigen US-Arbeitsmarktdaten. Gleichzeitig sorgt die Einigung auf den VW-Sanierungsplan für Kursgewinne beim Autobauer.
Quick Look
- Der DAX startet fast unverändert in den Handelstag.
- Anleger warten gespannt auf die US-Arbeitsmarktdaten für August, während bei Volkswagen der Aufsichtsrat einem harten Sanierungsplan mit Jobabbau zugestimmt hat.
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Why It Matters
Der deutsche Leitindex schwankt nach einem Rekordhoch in der Vorwoche um die Marke von 26.000 Punkten.
Der deutsche Leitindex startet fast unverändert in den letzten Handelstag der Woche und schwankt entlang der Marke von 26.000 Punkten. Am vergangenen Freitag hatte er mit 26.618 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht. Seither hatten ihn hohe Ölpreise und Anleihezinsen zeitweise bis auf 25.727 Punkte zurückgeworfen. Gestern war the DAX dagegen mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 26.003 Punkten aus dem Handel gegangen.
Der heutige Handelstag steht ganz im Zeichen der anstehenden monatlichen US-Arbeitsmarktdaten für den August. Die Anlegerinnen und Anleger erhoffen sich Hinweise auf die künftige US-Geldpolitik. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass sie sich vor den wichtigen Daten lieber nicht klar am Markt positionieren wollen. Für August erwarten Ökonominnen und Ökonomen einen Stellenaufbau in den USA von 56.000, nachdem im Juli überraschend unter dem Strich 23.000 Jobs weggefallen waren. Die Arbeitslosenquote dürfte laut der Expertenschätzung bei 4,1 Prozent verharren.
"Die zentrale Frage zum Wochenausklang lautet: Ebnet der US-Arbeitsmarkt heute den Weg für die erhoffte goldene Zinspause, oder sorgt ein unerwartet robuster Stellenaufbau für den nächsten herben Rendite-Schock", kommentiert Frank Sohlleder, Analyst beim Broker ActivTrades.
In den USA spielen Beschäftigungsdaten eine wichtige Rolle bei geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), weil ein robuster Arbeitsmarkt neben der Preisstabilität zum Mandat der Fed zählt. Eine Stabilisierung des Jobmarkts könnte die Erwartung der Finanzmärkte bestärken, dass bei der Zentralbanksitzung Mitte des Monats im Kampf gegen die Inflation eine Zinserhöhung ins Haus steht. Denn wenn viele neue Jobs geschaffen werden und die Löhne steigen, könnte das die Inflation anheizen.
Steigende Verbraucherpreise würden die Fed dazu zwingen, den Leitzins bei der nächsten Sitzung anzuheben. Steigende Leitzinsen sind kein gutes Umfeld für Aktien. Höhere Zinsen machen festverzinsliche Anlagen wie Anleihen für Investoren attraktiver. Gelder, die sonst in den Aktienmarkt fließen würden, könnten dann in Anleihen investiert werden. Deshalb bevorzugen die Anleger am Aktienmarkt ein niedriges Zinsniveau.
Bei den Unternehmen steht Volkswagen im Mittelpunkt. Der VW-Aufsichtsrat hat gestern dem Sanierungsplan zugestimmt: Weitere 50.000 Jobs sollen wegfallen und vier Werke stehen auf der Kippe, wenn keine alternative Verwendung für sie gefunden wird. Die Zahl der Modelle wird zusammengestrichen und das Beteiligungsportfolio verschlankt.
Seit Jahresbeginn hatte der Autobauer fast 30 Prozent seines Börsenwerts verloren, heute springen die hingegen Papiere kräftig an. "Die Einigung, die der Vorstand und Aufsichtsrat nun sogar einstimmig erzielt haben, ist ein gutes Zeichen für Volkswagen und den Kapitalmarkt - auch wenn dies mit herben Einschnitten innerhalb der Belegschaft und des Konzerns verbunden ist", sagte Moritz Kronenberger, Fondsmanager bei Union Investment.
What to Watch
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Veröffentlichung der monatlichen US-Arbeitsmarktdaten für August
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Open Questions
- Wie fallen die tatsächlichen US-Arbeitsmarktdaten aus?
- Welche Werke von Volkswagen sind von der Schließung bedroht?






