Deglobalisierung und neue Märkte: Warum sich große Volkswirtschaften abschotten
Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und IW-Direktor Michael Hüther im Gespräch über Protektionismus und Autarkie
Quick Look
In der aktuellen Folge von Economic Challenges analysieren Bert Rürup und Michael Hüther die Gründe für die zunehmende Abschottung großer Volkswirtschaften und das Comeback des Autarkiegedankens.
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Why It Matters
Große Volkswirtschaften schotten ihre Märkte zunehmend ab, was zu einer neuen Raumstruktur im Welthandel führt.
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warum die großen Volkswirtschaften ihre Märkte wieder abschotten.
Hüther verweist auf die Welthandelselastizität: Bis zur Finanzkrise wuchs der Handel deutlich stärker als die Weltproduktion, heute liegt der Wert bei eins. Er sieht darin keinen Zusammenbruch, sondern eine neue Raumstruktur, die Unternehmen und Staaten zur Vorsorge zwingt. Als Beispiel nennt er Sanofis Insulinwerk in Frankfurt – mit 400 Millionen Euro subventioniert, die einzige Humaninsulin-Produktion im Europäischen Wirtschaftsraum. „Machtpolitik steht im Vordergrund“, sagt Hüther.
Rürup sieht ein Comeback des Autarkiegedankens: Die USA und China verabschiedeten sich vom Markt, der ihren Aufstieg trug. Offen bleibt, ob die EU zur dritten Säule der Weltwirtschaft werden kann.
Open Questions
- Kann die EU zur dritten Säule der Weltwirtschaft werden?




