Der Bund wird vier weitere Fregatten bei TKMS bestellen
Die Bundeswehr beschafft insgesamt acht Fregatten des Typs Meko A-200 von TKMS zur U-Boot-Jagd.
Quick Look
- Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Kauf von vier weiteren Fregatten des Typs Meko A-200 für 5,3 Milliarden Euro genehmigt.
- Die Schiffe von TKMS sollen die U-Boot-Jagd-Fähigkeiten der Marine stärken und Nato-Verpflichtungen erfüllen.
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Why It Matters
Die Bundeswehr ersetzt das F126-Projekt durch die Meko A-200 Fregatten, nachdem es bei der F126 zu erheblichen Verzögerungen und Kostensteigerungen kam.
Die Marine soll vier weitere Kampfschiffe zur U-Boot-Jagd im Wert von 5,3 Milliarden Euro bekommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages, der für die Genehmigung großer Rüstungsprojekte zuständig ist, habe der Beschaffung von vier weiteren Fregatten des Typs Meko A-200 des Kieler Marineschiffbauers TKMS zugestimmt, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit.
Bereits im Juli hatte der Ausschuss seine Zustimmung für die Beschaffung der ersten vier Schiffe dieses Typs gegeben. „Damit wird die Deutsche Marine befähigt, ihren Kernauftrag zur seegestützten U-Boot-Jagd und damit auch unsere Nato-Verpflichtungen schnellstmöglich zu erfüllen“, hieß es damals. Insgesamt würden nun acht baugleiche Meko-Fregatten beschafft.
Zugesagt ist demnach, dass das erste Schiff 2029 an die Marine übergeben wird. Diese werde mit der seegestützten U-Boot-Jagd einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung und Abschreckung im Nord- und Ostseeraum sowie im Atlantik und im hohen Norden leisten. Nach Angaben von TKMS sollen die weiteren Einheiten nach aktueller Planung in einem engen Liefertakt folgen.
Der Beschaffungspreis für die ersten vier Kampfschiffe war mit rund 6,3 Milliarden Euro, der für die vier weiteren mit und 5,3 Milliarden Euro angegeben worden. Rüstungsinvestitionen unterliegen der politischen Kontrolle. Beschaffungen der Bundeswehr, die 25 Millionen Euro oder mehr kosten, müssen vom Haushaltsausschuss genehmigt werden, so ist es in der Bundeshaushaltsordnung festgelegt.
Die Kieler Werft sprach vom größten Überwasser-Auftrag in der Geschichte von TKMS. „Die Entscheidung des Haushaltsausschusses ist für uns ein starkes Vertrauenssignal“, sagte TKMS-Chef Oliver Burkhard. Das Unternehmen sei für den Bau der Schiffe in Vorleistung gegangen. „Jetzt können wir die Serie zügig fortsetzen und damit einen wichtigen Beitrag leisten, eine drohende Fähigkeitslücke der Deutschen Marine schnellstmöglich zu schließen.“
Im Juni hatte das Bundesverteidigungsministerium die Beschaffung der Fregatten F126 gestoppt. Der niederländischen Marinewerft Damen Naval war es seit der Erteilung des Auftrags als Generalunternehmer im Jahr 2020 nicht gelungen, den Bau der F126 mit ihren deutschen Partnerwerften – darunter Blohm+Voss in Hamburg – zeitgerecht voranzubringen.
Ende 2025 entzog das Bundesverteidigungsministerium Damen Naval als Generalunternehmer den Auftrag. Die Lürssen-Marinesparte NVL sollte stattdessen versuchen, die F126 zu bauen. Seit März gehört NVL zum größten deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall.
In diesem Sommer war klar, dass sechs F126 – inklusive der bereits investierten rund 2,3 Milliarden Euro – bis zu 18 Milliarden Euro kosten würden. Die Ablieferung an die Deutsche Marine hätte wohl frühestens 2032 beginnen können. Das Bundesverteidigungsministerium entschied deshalb, auf acht der deutlich kleineren, aber auch günstigeren Meko A-200 umzuschwenken. Damen Naval fordert nun – vertreten durch den früheren CSU-Politiker Peter Gauweiler als Anwalt – vom Bund 4,7 Milliarden Euro Schadensersatz.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Übergabe des ersten Schiffes an die Marine im Jahr 2029.
Likely · Within years
Open Questions
- Wie wird der Schadensersatzprozess mit Damen Naval ausgehen?

