Deutlicher Anstieg bei Hautkrebs-Diagnosen in Deutschland
KKH-Daten zeigen Zuwachs bei schwarzem und weißem Hautkrebs über zehn Jahre
Quick Look
- Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen ist laut KKH-Daten von 2014 bis 2024 massiv gestiegen.
- Schwarzer Hautkrebs nahm um 28 Prozent zu, weißer Hautkrebs um 45 Prozent.
- Besonders Sachsen verzeichnete hohe Zuwachsraten.
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Why It Matters
Die Daten basieren auf einer Auswertung der Krankenkasse KKH für den Zeitraum 2014 bis 2024. Hautkrebs tritt vermehrt bei Personen ab 55 Jahren auf.
Die Zahl der Hautkrebspatienten und -patientinnen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Von 2014 bis 2024 erhöhte sich die Zahl der Behandlungen nach der Diagnose schwarzer Hautkrebs um 28 Prozent, wie die Krankenkasse KKH mitteilte. Die Zahl der Betroffenen mit dem weniger gefährlichen weißen Hautkrebs stieg demnach um 45 Prozent.
Etwa 8.000 KKH-Versicherte wurden 2024 mit schwarzem Hautkrebs behandelt. Der Anteil der betroffenen Versicherten stieg innerhalb von zehn Jahren von 0,38 auf 0,49 Prozent. Bei 38.000 Versicherten wurde 2024 weißer Hautkrebs festgestellt. 2,32 Prozent der KKH-Versicherten wurden mit dieser Diagnose behandelt. 2014 lag der Anteil noch bei 1,61 Prozent.
Frauen waren den Angaben nach häufiger betroffen. Bei schwarzem Hautkrebs waren etwa 5.000 der Betroffenen Frauen. Bei weißem Hautkrebs lag der Anteil der Frauen mit 23.000 Betroffenen ebenfalls deutlich höher als der Anteil der Männer.
Schwarzer Hautkrebs in Sachsen um 83 Prozent gestiegen
Zudem zeigte sich im Zehnjahresvergleich ein deutlicher Unterschied zwischen den Bundesländern. So lag der Zuwachs beim schwarzen Hautkrebs in Sachsen bei rund 83 Prozent. Brandenburg verzeichnete ein Plus von 50 Prozent, in Berlin und Bayern lag das Plus bei rund 43 Prozent. Bei weißem Hautkrebs verdoppelte sich die Zahl der Betroffenen in Sachsen binnen zehn Jahren. Sachsen-Anhalt verzeichnete einen Zuwachs von 75 Prozent und Thüringen rund 67 Prozent.
Hautkrebs tritt vermehrt bei Menschen ab 55 Jahren auf. Das Risiko, zu erkranken, steigt vor allem, wenn die Haut jahrelang immer wieder ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist und sich die Schäden summieren, teilte KKH-Ärztin Aurelia Tegtmeyer mit.
Sonnenlicht als Mitauslöser von Hautkrebs
Wichtig sei daher, Sonneneinstrahlung und vor allem die Mittagssonne zu vermeiden, lange und luftige Kleidung, Kopfbedeckungen zu tragen sowie unbedeckte Hautstellen großzügig mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor einzucremen. Vielen sei nicht bewusst, dass UV-Strahlung auch durch Wolken dringe, sagte Tegtmeyer. Bei bewölktem Himmel ist die Haut demnach nicht automatisch geschützt. Tegtmeyer empfahl daher Sonnenschutz als Teil der alltäglichen Routine, unabhängig davon ob die Sonne gerade sichtbar scheine oder nicht.
Open Questions
- Welche spezifischen Faktoren führen zu den regionalen Unterschieden?



