
Briefporto soll Anfang 2027 um 20 Cent steigen - Bundesnetzagentur muss noch zustimmen
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Die Bundesnetzagentur legt den Preiserhöhungsspielraum für den Postversand fest. Die Deutsche Post begründet Portoerhöhungen traditionell mit steigenden Kosten und sinkenden Briefmengen.
Der Versand eines Standardbriefs in Deutschland wird ab kommendem Jahr aller Voraussicht nach deutlich mehr als einen Euro kosten. Die Deutsche Post gab in Bonn bekannt, dass sie das Porto für diese häufig genutzte Briefart Anfang 2027 um 20 Cent auf 1,15 Euro anheben möchte. Das is der höchste Portoanstieg, den es jemals gab.
Auch die Postkarte, der Kompakt-, Groß- und Maxibrief sollen teurer werden. Der Logistiker begründete diesen Schritt mit sinkenden Briefmengen und steigenden Kosten. Im Digitalzeitalter verschicken die Firmen und Menschen immer weniger Briefe und setzen stattdessen auf Mails oder Chatnachrichten.
Bevor die Erhöhung amtlich wird, fehlt noch die Zustimmung der Bundesnetzagentur. Die Bonner Behörde hatte vergangene Woche einen sogenannten Preiserhöhungsspielraum vorgeschlagen. Sie hatte die Gesamtmenge aller Briefe, die in den Jahren 2027 und 2028 versendet werden, prognostiziert und dann signalisiert, dass die Einnahmen aus dem Briefversand um 20,35 Prozent steigen dürfen.
Im Rahmen dieser Vorgabe darf die Post selbst entscheiden, wie stark sich jede einzelne Briefart verteuern darf. Beim Standardbrief liegt der Portoanstieg nun bei 21,05 Prozent. Beim Kompaktbrief liegt der geplante Anstieg hingegen niedriger als im Gesamtschnitt – diese Sendungsart wird 15 Cent teurer auf 1,25 Euro (plus 13,64 Prozent).
»Die Briefmengen sinken seit Jahren deutlich, während die Personal-, Energie- und Sachkosten steigen«, sagte Nikola Hagleitner, die im Logistikkonzern DHL im Vorstand sitzt und zuständig ist für Post & Paket Deutschland. Zugleich müsse die Post auch künftig ein flächendeckendes Netz aus Briefkästen und Filialen für ganz Deutschland vorhalten. »Wenn immer weniger Briefe über diese Infrastruktur laufen, steigen die Kosten pro Brief zwangsläufig.« Man investiere zudem jedes Jahr rund eine Milliarde Euro in das Post- und Paketnetz, etwa in Elektrofahrzeuge und Automaten.
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Zustimmung der Bundesnetzagentur zur Portoerhöhung
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