AI-generated summary
Die Deutschen Radiopreise werden jährlich vom Grimme-Institut verliehen und zeichnen herausragende Leistungen im Hörfunk aus. In diesem Jahr wurden über 400 Beiträge in zehn Kategorien eingereicht.
Begleitet von der Hommage einer Fernseh-Moderatorin sind am Abend in Hamburg die Deutschen Radiopreise verliehen worden. «Ich liebe das Radio», sagte «Tagesschau»-Sprecherin Susanne Daubner vor rund 1.000 geladenen Gästen im Stage Theater an der Elbe. Vor fast 40 Jahren habe sie dort ihre ersten Erfahrungen machen dürfen, völlig unabgelenkt von irgendwelchen Äußerlichkeiten, konzentriert nur auf Information, Inhalt, Sprache und Stimme. Radio brauche keine Filter, «nur Menschen, die zuhören und Menschen, die was zu sagen haben».
Dann kündigte Daubner in einer humorvollen Wettervorhersage einen «Preis-Regen» an, der gleich darauf einsetzte. In der Kategorie «Bestes Informationsformat» ging der Radiopreis an WDR 2 für den Podcast «Inside CumEx - Jagd auf die Steuer-Mafia» von Massimo Bognanni und Adrian Breda. So tief und so fesselnd sei man noch nicht in die komplexe Materie des Cum-Ex-Skandals eingestiegen, begründete die unabhängige Jury des Grimme-Instituts ihre Entscheidung.
Preise in neun weiteren Kategorien
Der Deutsche Radiopreis für das beste Entertainment wurde an den Radiosender NDR 2 vergeben. Ausgezeichnet wurde die Reihe «Barmbek Bump - Prange vs. Rohde» von Andreas Altenburg mit den Schauspielern Olli Dittrich und Bjarne Mädel. Die Grimme-Jury würdigte die Reihe als besonders unterhaltsames Radioformat. Es gelinge, Alltägliches pointiert aufzubereiten und mit starken Persönlichkeiten sowie hohem Wiedererkennungswert zu verbinden. Dittrich und Mädel sorgten als Protagonisten für den besonderen Humor der Reihe.
Für eine Reportagereihe über sexualisierte Gewalt und Grooming im Schulsystem wurde Deutschlandfunk Nova mit dem Radiopreis in der Kategorie «Beste Reportage» ausgezeichnet worden. Die mehrteilige Reihe «Die Lieblingsschülerin» von Britta Rotsch und Taiina Grünzig verbinde intensive Recherche mit Aufklärung und setze ein Zeichen gegen das Schweigen über das Thema, begründete die unabhängige Jury des Grimme-Instituts ihre Entscheidung.
Die Autorinnen dokumentierten anhand der Schicksale betroffener Frauen, wie missbräuchliche Abhängigkeiten im Schulalltag entstehen können. Zugleich zeige die Recherche Lücken in Aufsicht und Institutionen auf. Die Jury würdigte die Reihe als hochrelevant und handwerklich meisterhaft.
«Beste Sendung» mit Bully Herbig und Rick Kavanian
Ein weiterer Preis wurde in der Kategorie «Bestes Musikformat» an R.SA (Grit Fischer-Hermann und Torsten Birenheide, «Die R.SA Kulthit-Cover») vergeben. Die Auszeichnung für die «Beste Sendung» ging an Gong 96.3 für «Take-Over - Bully & Rick übernehmen die Mike Thiel Show», in der Michael Bully Herbig und Rick Kavanian eine etablierte Morgensendung übernahmen.
Als «Beste Programmaktion» wurde Antenne Münster mit Malena Stöhler und Tino Tiede für «Die Antenne Münster Lokalrunde» geehrt, als «Beste Moderatorin» Evren Gezer von Hit Radio FFH gefeiert.
Ausgezeichnet wurde auch 1Live vom WDR für die «Beste Morgensendung». Jule Blaase und Celina Pegel gewannen in der Kategorie mit ihrer Sendung «1LIVE Pegel & Blaase». Melina «Mille» Sander führte nach Ansicht der Jury mit «Mille meets Disarstar» auf Kiss FM das beste Interview.
Rea Garvey hält Laudatio auf verstorbenen Moderator
Als «Beste Newcomerin» wurde Sina Wende von Bayern 1 geehrt. Die frühere TV-Sportjournalistin moderiert seit September 2025 die Bundesliga-Sendung «Heute im Stadion». Ein Ehrenpreis ging postum an den amerikanischen Moderator Rik De Lisle (1947-2026), der mit seinen Musiksendungen bei AFN und später beim Rias in beiden Teilen der damals geteilten Stadt Berlin viele Hörer begeisterte. «Für viele Menschen war das mehr als Unterhaltung: ein kleines Stück Freiheit», sagte der Sänger Rea Garvey in seiner Laudatio.
Die Grimme-Jury wählte die Gewinner und Gewinnerinnen aus mehr als 400 eingereichten Beiträgen in den zehn Kategorien aus. Die Auszeichnungen wurden unter anderem von Guido Maria Kretschmer, Pinar Atalay und Lutz van der Horst überreicht. Durch den Abend führten Katrin Bauerfeind und Thorsten Schorn.
Musikstars sorgen für Höhepunkte
Neben den Preisträgerinnen und Preisträgern stand auch die Musik im Mittelpunkt der Gala. Peter Maffay trat gemeinsam mit Johannes Oerding auf. Weitere musikalische Beiträge kamen von Tiffany Aris, Rea Garvey, Zah1de sowie Benét Monteiro aus dem Cast des Musicals «MJ – Das Michael Jackson Musical».
The Bad Dürkheim sausage market starts on Friday at 5:00 p.m. with a concert on Ludwigsplatz and runs until September 21st. The historic wine festival, which attracts over 600,000 visitors annually and is considered the largest in the world, includes traditional elements such as the tapping of the barrel and a historic opening spectacle. Prime Minister Gordon Schnieder (CDU) will give a welcoming speech. The festival has its roots in the 12th century and is celebrating its 610th edition this year.
The radio station NDR 2 received the German Radio Prize for the best entertainment series “Barmbek Bump – Prange vs. Rohde” with Andreas Altenburg, Olli Dittrich and Bjarne Mädel. The Grimme jury praised the format for its entertainment and recognition value. The award ceremony took place at the Stage Theater an der Elbe in Hamburg.
The documentary “NAZA” by Yuval Abraham and Rachel Szor is causing a stir at the 83rd Venice Film Festival. Former IDF soldiers report critically on Israel's algorithm-based warfare in the Gaza Strip and high levels of collateral damage.
The documentary “NAZA” is causing a stir at the Venice Film Festival. Directors Yuval Abraham and Rachel Szor use anonymous interviews with Israeli intelligence officers to shed light on the mechanisms of target detection in the Gaza war.
The final season of “Babylon Berlin” focuses on the rise of Hitler in 1933. The focus is on the hunt for an explosive file from the Pasewalk reserve hospital that could disenchant the future dictator.
US director Darren Aronofsky speaks at the Locarno Film Festival about his career, extreme outsiders in his films, his European origins and his controversial experiments with artificial intelligence.