Die Austrocknung der Mesopotamischen Marschen im Südirak
Ein Bericht über den Verlust der Lebensgrundlage in der Wiege der Zivilisation
Quick Look
- Im Südirak schwinden die Mesopotamischen Marschen, einst eines der größten Sumpfgebiete der Welt.
- Die Region leidet unter extremer Hitze von über 50 Grad Celsius, was die Lebensgrundlage der dortigen Bevölkerung, wie des Bauern Falah Zrair, zerstört.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Mesopotamischen Marschen im Südirak gelten als eines der größten Sumpfgebiete der Welt und historisch als Wiege der Zivilisation. Die Region ist zunehmend von Austrocknung und extremen Temperaturen betroffen.
Es ist 2022, die Mesopotamischen Marschen im Südirak: Einst soll hier Garten Eden gewesen sein, die Wiege der Zivilisation, eines der größten Sumpfgebiete der Welt, so groß wie Sachsen. Ich stehe vor Sonnenaufgang auf. Wir fahren mit schmalen Booten durch die verbliebenen Kanäle, bis die Riedgräser fast vollständig verschwunden sind und den Blick freigeben auf die Flammen über den Ölfeldern. Das Wasser endet schließlich in totem Land, das von der Sonne hart gebrannt ist wie Ton aus dem Brennofen.
Ich treffe einen Bauern, Falah Zrair, der an der Grenze zwischen Sumpf und Wüste lebt. Er hat einen zotteligen Bart, faltige Haut, spröde Lippen. Seine Hütte, zusammengeschustert aus Holz und Plastikfolien, liegt auf einer staubigen Anhöhe, vielleicht zwei Meter hoch, die einst eine winzige Insel war. Seine Kinder wachen gerade auf, füttern die Wasserbüffel. Die Morgen hier sind erträglich, aber mit jeder Minute steigt die Temperatur. 50 Grad Celsius und mehr wird es an Sommertagen.
Open Questions
- Welche langfristigen Umsiedlungspläne gibt es für die betroffene Bevölkerung?


