Dobrindt will Schutzschirm gegen hybride Angriffe nach Drohnenanschlag
Nach dem gescheiterten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle plant Bundesinnenminister Alexander Dobrindt neue Einheiten und einen Cyber-Schutzschirm.
Quick Look
- Nach dem gescheiterten Drohnenanschlag in Leipzig/Halle fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt einen massiven Ausbau der Abwehr gegen hybride Angriffe.
- Geplant sind schnelle Einheiten für den Drohnenschutz in strategischen Städten sowie ein nationaler Cyberdome.
AI-generated summary
Why It Matters
Anfang August wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt. Die Bundesregierung macht Russland dafür verantwortlich.
Nach dem gescheiterten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle erwartet Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zunehmende hybride Angriffe und will ihre Abwehr durch einen Schutzschirm ausbauen.
"Russlands hybride Angriffe mit Sprengstoffdrohnen auf Flughäfen, Agenten in unseren Städten, Cyberangriffe auf unsere Netze und Sabotage unserer Infrastruktur sind tägliche Realität", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Diese Angriffe werden zunehmen, aber wir können uns wehren und schützen."
Einheiten in strategischen Städten
Der Sicherheitsplan besteht nach Informationen der Zeitung aus mehreren Kernbereichen. Demnach sollen durch neue, schnell verlegbare Einheiten an den strategisch wichtigsten Städten der Luftraum über kritischen Drehkreuzen, Flughäfen, Bahnhöfen sowie das Regierungsviertel in Berlin lückenlos vor Drohnen geschützt werden. Dabei gehe es neben dem Abfangen auch um die Entschärfung von Drohnenbomben und Sprengsätzen, heißt es.
Zu diesen strategisch wichtigen Städten zählen Frankfurt am Main, München, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Hannover und Köln.
Die Abwehr der Drohnen soll in Zukunft nicht nur durch die Bundespolizei und andere Behörden erfolgen, sondern auch durch Unternehmen der kritischen Infrastruktur wie Wasserwerke, Stromanbieter und Rüstungsbetriebe. Sie sollten rechtliche Möglichkeiten bekommen, Drohnen nicht mehr nur zu detektieren, sondern auch aktiv abzuwehren.
Schutzschirm gegen Cyberattacken
Angesichts Hunderter täglicher Cyberattacken auf Behörden und Unternehmen solle ein nationaler Schutzschild (ein sogenannter Cyberdome) errichtet werden. Dabei handele es sich um ein engmaschiges Netz aus digitalen Sensoren, das Angriffsversuche von Hackern erkennen und abfangen soll.
Anfang August war am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden, in deren Nähe sich ukrainische Frachtflugzeuge befanden. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Errichtung des Cyberdome und neuer Abwehreinheiten
Likely · Within months
Open Questions
- Welche konkreten rechtlichen Möglichkeiten erhalten KRITIS-Unternehmen?
- Wann soll der Schutzschild einsatzbereit sein?





