
Die IW-Ökonomin Samina Sultan äußert Zweifel daran, dass die zwischen US-Präsident Trump und Russlands Präsident Putin vereinbarte Lieferung von über 300.000 Tonnen Diesel aus Russland die Spritpreise in den USA oder Deutschland senken wird, da die Menge lediglich den US-Verbrauch für etwa 14 Stunden decke und der Weltmarktpreis sich nicht signifikant ändern werde.
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US-Präsident Trump hatte nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Diesel aus Russland verkündet, um die gestiegenen Spritpreise in den USA zu senken, wobei die USA Sanktionen gegen russischen Diesel vorübergehend aufheben wollen. Die Midterm-Wahlen stehen bevor.
Nach Ansicht der IW-Ökonomin Samina Sultan wird die Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin weder an Tankstellen in den USA noch bei solchen in Deutschland zu niedrigeren Preisen führen.
Die von Putin sofort zugesagte Menge von mehr als 300.000 Tonnen Diesel sei zu wenig, um einen großen Unterschied zu machen, sagt Sultan der Deutschen Presse-Agentur. »Der Weltmarktpreis wird sich nicht signifikant ändern«, erklärt die Expertin vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.
Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA liegt der Verbrauch von Diesel und anderen Destillat-Kraftstoffen in den USA derzeit bei durchschnittlich rund 3,77 Millionen Barrel täglich. Das entspricht umgerechnet etwa 500.000 Tonnen. Die Lieferung von 300.000 Tonnen würde den US-Verbrauch damit rechnerisch für nur rund 14 Stunden decken.
Spritpreise setzen Trump unter Druck
US-Präsident Trump hatte nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Diesel aus Russland verkündet. Um das zu ermöglichen, wollen die USA Sanktionen gegen russischen Diesel vorübergehend aufheben.
Angesichts gestiegener Spritpreise in den USA steht Trump vor den wichtigen Zwischenwahlen, den Midterms, die in weniger als einem Monat stattfinden, stark unter Druck. Sultan spricht angesichts dessen von einer eher »symbolischen Handlung«.
Bei weiteren Lieferungen sei zudem fraglich, inwiefern Russland überhaupt liefern könne. In den vergangenen Monaten verstärkte die Ukraine ihre Angriffe auf Objekte der Ölindustrie in Russland. Die Folgen sind dort deutlich spürbar.

Despite an agreement between US President Trump and Russian President Putin to increase diesel deliveries, Germany is maintaining its sanctions against Russia and is no longer purchasing Russian oil or gasoline. The German government emphasizes its support for Ukraine, while the EU criticizes the agreement and Moscow partially lifts the diesel export ban.

Russia has pledged to supply diesel to the United States and global markets and is subsequently partially lifting the diesel export ban. The decision initially allows the delivery of 500,000 tons to the world market and comes into force immediately. Russian oil companies were ordered to immediately conclude contracts with foreign partners.

In response to a diesel deal between US President Trump and Kremlin leader Putin, the federal government is reaffirming its adherence to the Russia sanctions. Germany is independent of Russian oil.

Seven months after the start of the Iran war, crude oil exports from the Gulf region have partially recovered despite dangers. Refined fuels such as diesel and kerosene, however, remain severely restricted via the Strait of Hormuz, forcing Europe to find new sources of supply.

After a conversation with Russian President Vladimir Putin, US President Donald Trump promised the delivery of hundreds of thousands of tons of diesel from Russia. The Kremlin confirmed the agreement, while Ukraine expressed sharp criticism and experts questioned the long-term nature of the measure.

After talks with Putin, US President Trump announced the delivery of hundreds of thousands of tons of diesel from Russia, supported by a temporary permit from the US Treasury Department until April 2027. The deal contradicts recently passed sanctions against Russia and comes amid rising fuel prices before the congressional elections.