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Die US-Börsen zeigen derzeit eine gemischte Entwicklung mit kurzfristigen Verlusten, aber der Aussicht auf monatliche Gewinne. Die Rede von Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Forum hat die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen geschürt.
Der Dow Jones steuert auf seinen fünften Monatsgewinn in Folge zu. S&P 500 und Nasdaq stehen vor der ersten positiven Bilanz seit Mai. Belastend wirken weiter steigende Bondrenditen.
Ein Straßenschild an der Wall Street, dem Sitz der New Yorker Börse. Foto: dpa
New York. Anlegerinnen und Anleger in den USA starten mit gedämpfter Stimmung in die neue Börsenwoche. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street liegen im Handelsverlauf weiter Minus.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones verliert 0,6 Prozent auf 53.225 Punkte.
Der breiter gefasste S&P 500 büßt 0,5 Prozent ein und liegt bei 7679 Zählern.
Die technologielastige Nasdaq verliert 0,4 Prozent und liegt bei 26.287 Punkten.
Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, eröffnet 0,3 Prozent schwächer.
Die Indizes dürften den Börsenmonat August unterm Strich leicht positiv abschließen. Der Dow Jones steuert auf seinen fünften Monatsgewinn in Folge zu, beim S&P 500 und Nasdaq wäre es der erste seit Mai.
Zum Wochenauftakt stehen kaum börsenrelevante Termine auf dem Plan. Vielmehr hallen die jüngsten Ausführungen von Kevin Warsh weiter nach. Die vielbeachtete Rede des US-Notenbankchefs beim Notenbankforum in Jackson Hole am Freitagnachmittag war an den Märkten als Signal für weitere Zinserhöhungen interpretiert worden.
Warsh hatte sein Bekenntnis zur Preisstabilität erneuert und erklärt, die Fed habe noch viel Arbeit zu erledigen, sollte sich die Teuerung nicht schnell genug in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels bewegen. Für Moritz Kraemer, Chefvolkswirt der Landesbank LBBW, war die Warsh-Rede „ausgesprochen falkenhaft“. Als „Falken“ gelten im Fachjargon die Befürworter einer strikten Geldpolitik.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Dow Jones schließt den Monat August mit einem Gewinn ab, was seinen fünften Monatsgewinn in Folge bedeuten würde.
Likely · Within weeks
Der S&P 500 und der Nasdaq erreichen ihren ersten Monatsgewinn seit Mai.
Possible · Within weeks

Oliver Zander vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnt, dass ohne weitere Reformen die Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland bis 2035 mehr als 50 Prozent des Bruttolohns erreichen könnten. Er fordert konsequente Umsetzung der Rentenreform und massive Nachbesserungen bei der Krankenversicherung.

Der Ölpreis für Brent-Rohöl stieg auf 91 Dollar pro Barrel aufgrund erneuter Spannungen im Persischen Golf zwischen den USA und dem Iran. Experten sehen im kürzlich angekündigten Öl-Deal zwischen den USA und Venezuela ein potenzielles langfristiges Entlastungsszenario durch mögliche Erschließung von 65 Milliarden Barrel Reserven und einen möglichen OPEC-Austritt Venezuelas, der das Kartell schwächen könnte.

Die indische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal des Geschäftsjahres um 7,8,6 Prozent im Vorquartal und 7,8 Prozent im Berichtsquartal, getrieben von Konsum, Exporten und Industrieproduktion. Trotz hoher Energieimportabhängigkeit und Nahostkonflikten übertraf das Wachstum die Erwartungen, während die Zentralbank ihre Prognose leicht anhob.

Die deutsche Inflation stieg im August auf 2,9 Prozent, getrieben von hohen Energiepreisen aufgrund des Kriegs zwischen den USA und Israel gegen Iran und Niedrigwasser im Rhein. Lebensmittelpreise stagnierten. Experten sehen eine weitere EZB-Zinserhöhung im September als wahrscheinlich an.
Das Bundeswirtschaftsministerium prüft aufgrund hoher Strompreise eine intensivere Nutzung der deutschen Kohlekraftwerke, die derzeit als Reserve dienen. Dabei müssen europäische Vorgaben und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden. Der Kohleausstieg bis 2038 bleibt laut Bundeskanzler Friedrich Merz unverändert.

Die Inflationsrate in Deutschland lag im August bei 2,9 Prozent, getrieben von gestiegenen Energiepreisen für Kraftstoffe und Heizöl. Experten warnen vor weiterer Teuerung im Herbst aufgrund des anhaltenden Iran-Konflikts und möglicher EZB-Zinserhöhungen.