Drogenaffinitätsstudie 2025: Alkoholkonsum bei jungen Erwachsenen auf historischem Tiefstand
Drogenbeauftragter Hendrik Streeck begrüßt den Rückgang, warnt jedoch vor dem Rauschtrinken und fordert ein Ende des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren.
Quick Look
- Die Drogenaffinitätsstudie 2025 zeigt einen historischen Tiefstand beim wöchentlichen Alkoholkonsum junger Erwachsener in Deutschland.
- Während der regelmäßige Konsum sinkt, bleibt Rauschtrinken ein Problem.
- Der Drogenbeauftragte Streeck fordert strengeren Jugendschutz.
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Why It Matters
Die Drogenaffinitätsstudie wird seit 1973 durchgeführt und untersucht das Konsumverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland.
Die Zahl der jungen Erwachsenen in Deutschland, die regelmäßig Alkohol konsumieren, ist auf einem Tiefstand. Laut der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gaben 34,7 Prozent der Männer und 14,3 Prozent der Frauen zwischen 18 und 25 Jahren an, in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal pro Woche Alkohol getrunken zu haben. Insgesamt konsumierten 25 Prozent der Befragten zwischen 18 und 25 wöchentlich Alkohol. Dies sei der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung. Die erste Drogenaffinitätsstudie wurde 1973 durchgeführt.
Das sogenannte Rauschtrinken bleibt trotzdem relativ verbreitet. 45,8 Prozent der jungen Männer gaben an, in den 30 Tagen vor der Befragung bei einer Gelegenheit mindestens fünf Gläser Alkohol getrunken zu haben. Bei der vorigen Erhebung waren es 46,2 Prozent gewesen. Bei den jungen Frauen ging der Anteil beim Rauschtrinken von 32 auf 26,1 Prozent zurück.
Von den 12- bis 17-jährigen Jungen tranken nach eigenem Bekunden 9,2 Prozent mindestens einmal wöchentlich, bei den Mädchen waren es 4,1 Prozent. Beim ersten Glas Alkohol waren Jugendliche durchschnittlich 15 Jahre alt, ihren ersten Rausch hatten sie mit 16. In ihrem Leben überhaupt schon einmal Alkohol getrunken haben 60,7 Prozent der Jungen und 57 Prozent der Mädchen. Vor 20 Jahren waren es bei beiden Geschlechtern noch 75 Prozent.
Streeck nennt Entwicklung »ermutigend«
»Junge Menschen trinken heute seltener, sie beginnen später mit Alkohol, und der regelmäßige Konsum liegt auf einem historischen Tiefstand. Das ist ermutigend«, sagte Hendrik Streeck (CDU), der Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Eine Entwarnung daraus abzuleiten, wäre aber falsch.
Die von der Bundesregierung geplante Abschaffung des sogenannten begleiteten Trinkens ab 14 Jahren sei »ein längst überfälliger Schritt«, sagte der CDU‑Politiker. Bisher dürfen 14- und 15-Jährige in Anwesenheit einer erziehungsberechtigten Person Bier, Wein und Sekt konsumieren.
»Jugendschutz muss dort besonders klar sein, wo gesundheitliche Risiken besonders groß sind«, sagte Streeck. Alkohol treffe junge Menschen in einer Lebensphase, in der sich Gehirn und Körper noch entwickelten. Alkohol könne diese Entwicklung stören, deshalb sei gerade das Rauschtrinken für junge Menschen besonders riskant.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Abschaffung des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren
Possible · Within months
Open Questions
- Wann wird das Verbot des begleiteten Trinkens gesetzlich umgesetzt?


