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GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid und Tirzepatid werden in Abnehmspritzen und -tabletten eingesetzt, um das Hungergefühl zu dämpfen und die Magenentleerung zu verzögern.
Völlegefühl, Übelkeit und Verstopfung sind häufige Nebenwirkungen einer Therapie mit der Abnehmspritze - und können ebenso bei der neuen Abnehmpille auftreten. Was Betroffenen dann hilft.
Dämpfen das Hungergefühl und lassen Nahrung länger im Magen verweilen: So wirken sogenannten GLP-1-Agonisten - in Alltagssprache: Abnehmspritze bzw. Abnehmtablette. Foto: Roberto Pfeil/dpa
Hamburg. Jedes Medikament kann Nebenwirkungen haben. Die Abnehmspritze - und nun auch neu: die Abnehmtablette - sind da keine Ausnahmen.
Wer sich für eine Therapie mit sogenannten GLP-1-Rezeptoragonisten entscheidet, kann vor allem bei Beginn der Therapie und bei Dosisänderungen Nebenwirkungen erleben. Typisch sind dabei Magen-Darm-Beschwerden, wie Heike Niemeier sagt. Sie ist Ökotrophologin und Buchautorin („Abnehm-Spritze & Abnehm-Pille? Ja, aber richtig!“).
„Manche Patienten fühlen sich permanent voll - wie nach dem Essen einer Weihnachtsgans“, beschreibt die Expertin. Und zwar auch dann, wenn sie nur kleine Portionen gegessen haben.
Das liegt daran, dass die Wirkstoffe - je nach Präparat Semaglutid oder Tirzepatid - auf das Sättigungszentrum im Hirn einwirken. „Das Völlegefühl wird durch die Medikamente erzeugt. Daher ist es wichtig, trotzdem zu essen, um an die Nährstoffe aus dem Essen zu kommen und die Gefahr eines Nährstoffmangels zu reduzieren.“
Flauer Magen? Lieber nichts Eiskaltes trinken
„Manche erleben am Tag der Injektion auch Übelkeit“, sagt Niemeier und rät, rund um die Anwendung der Spritze zu trinken. „Gerne auch Kräutertees, die die Übelkeit mit bekämpfen, zum Beispiel Fenchel-Anis-Kümmel-Tee.“ Wer lieber Wasser zu sich nimmt, trinkt es besser lauwarm statt eiskalt. Ein Kältereiz im Magen kann das flaue Gefühl noch verstärken.
Es bleibt nicht bei Übelkeit allein, sondern Erbrechen kommt hinzu? Dann ist ausreichendes Trinken umso wichtiger - sonst besteht Gefahr, dass der Körper einen Flüssigkeitsmangel erleidet.
Willkommene Helfer: Ballaststoffe
Auch Verstopfung ist bei so manchem Anwender der Abnehmspritze ein Thema. Um die Verdauung wieder in Schwung zu bringen, helfen bei der Ernährung zwei Dinge: mehr trinken und mehr Ballaststoffe essen. Diese Kombi erhöht das Stuhlvolumen und macht ihn weicher - im Darm geht es damit wieder voran.
Eine gute Quelle für Ballaststoffe sind Haferkleie. „Die kann man in den Salat oder in den Joghurt einrühren - oder auch in Frikadellen verarbeiten. Kleine Mengen reichen oft schon“, rät Heike Niemeier. Auch in getrockneten Pflaumen und Leinsamen stecken viele Ballaststoffe.
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