
Während Gartenbesitzer und Brandschützer aufatmen, kämpfen Tierhalter im Süden Deutschlands, Österreich und der Schweiz mit massiven Futterengpässen für den Winter.
Endgültiger Regen bringt Aufatmen für Brandschützer und Gartenbesitzer, doch Tierhalter im Süden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz stehen vor massiven Futterproblemen für den Winter durch verdorrte Weiden und Ernteausfälle.
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Anhaltende Trockenheit und Hitze im Sommer führten in Teilen Europas zu schwerer Dürre und Vegetationsschäden.
Es hat geregnet, endlich! Viele Menschen atmen gerade durch und auf: nicht nur die Brandbekämpfer in Nordrhein-Westfalen, die mit Traktoren und Löschgeräten unterwegs waren. Auch Gartenbesitzer in Süddeutschland, die wochenlang in leere Regentonnen starren mussten, freuen sich über Abkühlung und Wasser von oben.
Für andere indes ist der Spuk längst nicht vorbei. Wer für Tiere Verantwortung trägt, deren Futter nicht aus der Dose kommt, sondern auf Wiesen wächst, hat gerade schlaflose Nächte, in denen er sich fragt: Wie kommen meine Kühe, meine Pferde durch den Winter?
Vor allem im Süden Deutschlands, in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in Österreich und in Teilen der Schweiz hat sich in diesem Hitzesommer Grasland in Steppe verwandelt. Dass es nun regnet, ist hilfreich. Aber zu spät. Viele Rinder und Pferde stehen seit Wochen auf kahl gefressenen Weiden, werden gerade versorgt mit Heu und Stroh, das eigentlich für die kalte Jahreszeit gedacht ist und bis ins Frühjahr, bis April oder Mai, reichen müsste.
Selbst in den Alpen haben Bauern ihre Kühe vorzeitig von den Almen ins Tal geholt, weil es kein Wasser und kein Futter mehr gab. Aber auch im Tal wollen die Tiere ja weiter versorgt werden.
„Gerade dort, wo man einen fetten zweiten, dritten oder sogar vierten Schnitt gewohnt ist, gibt es massive Ernteausfälle“, sagt Markus Fadl, Sprecher des Naturland-Verbands für ökologischen Landbau.
In Teilen Ostdeutschlands, wo es für gewöhnlich trockener ist, sowie an den Küsten konnten die Bauern hingegen genug Heu und Stroh einfahren. „Eine ungewöhnliche Situation“, so Fadl. In Bayern, Baden-Württemberg und Österreich dürfen Biobauern aufgrund der Futterknappheit, die als Katastrophenfall eingestuft wurde, nun konventionelles Grundfutter zukaufen. Das sei allemal besser, als Heu und Stroh quer durch Deutschland oder Europa zu fahren, so sehen es die Öko-Anbauverbände.

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