
Hitzewellen, Waldbrände und Niedrigwasser prägen den Sommer 2026. Das Robert-Koch-Institut meldet fast 12.000 Hitzetote, während der Rheinpegel historische Tiefstände erreicht.
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Hitzewellen und Trockenheit führen in Europa vermehrt zu extremen Wetterphänomenen und gesundheitlichen Belastungen.
Berlin. Hitzewellen, Waldbrände, Niedrigwasser: Der Sommer 2026 könnte in Deutschland und in Europa zu einem Sommer der Extreme werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet mit Blick auf die Temperaturen in Deutschland, dass die Statistik vermutlich den Rahmen dessen sprengen dürfte, was man bisher kannte. „Mittlerweile zählt man schon gar nicht mehr mit, wie oft dieses Jahr schon die 35-Grad-Marke geknackt wurde.“
Hitze birgt hohe Risiken – nicht nur für die Wirtschaft, wie das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos in einer exklusiven Analyse für das Handelsblatt berechnet hat. Der Rheinpegel bei Kaub fiel in dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit 1880, was die Schifffahrt und damit die Lieferketten der Industrie immer stärker einschränkt. Auch die Gesundheitsrisiken steigen, zeigen aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI).
Allein während der Hitzewelle Ende Juni 2026 starben nach Schätzungen des Instituts rund 5100 Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen – mehr als in jedem der drei Vorjahre jeweils im gesamten Jahr. Bis Mitte Juli hat sich die Zahl laut RKI auf 9800 Todesfälle erhöht, aktuell vermeldet das Institut in seinem Wochenbericht dazu 11.900 Menschen, die hitzebedingt gestorben sind.

Nach einer 29-tägigen Zwangspause aufgrund von Niedrigwasser fahren wieder viele Rheinfähren. Trotz gestiegener Pegelstände sind jedoch viele Passagiere wegen des wechselhaften Wetters abwesend, was zu erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die Fährenbetreiber führt.

Die Halbinsel Saint-Tropez setzt verstärkt auf Naturschutz, insbesondere am Strand Pampelonne. Trotz strengerer Bauauflagen und reduzierter Strandbewirtschaftung boomt das Luxusimmobiliensegment, da die Regulierung die Exklusivität der Region sichert.
In Bremerhaven sorgt der Schiffsbohrwurm (Teredo navalis) für massive Schäden an Hafenanlagen und Brücken. Die Muschel, die durch den Klimawandel begünstigt wird, nagt Holzpfähle ab und gefährdet die maritime Infrastruktur, was nun teure Sanierungen erzwingt.
In der spanischen Region Valencia mussten 1000 Menschen wegen eines Waldbrandes bei Gátova evakuiert werden. Gleichzeitig verursachten heftige Regenfälle an der Costa Dorada Überschwemmungen, bei denen drei Personen verletzt wurden.

Der Extrembergsteiger Alexander Huber engagiert sich als „Garant“ für die Organisation Mountain Wilderness. Er kritisiert aktuelle Seilbahnprojekte wie die Scheidtobelbahn und fordert ein Umdenken in der bayerischen Umweltpolitik zum Schutz der alpinen Biodiversität.

Nach 308 Festnahmen wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung in Griechenland seit Jahresbeginn reagiert das Land mit einem neuen Feuermeldesystem für 22 historische Stätten, um die Reaktionszeiten bei Waldbränden zu verkürzen.