Energie: EEG-Förderung 2027 wird laut Netzbetreiber teurer als geplant
Die staatliche Förderung erneuerbarer Energien wird voraussichtlich teurer als geplant, was den Druck auf den Bundeshaushalt erhöht.
Quick Look
- Die Kosten für die EEG-Förderung im Jahr 2027 steigen laut Prognose der Übertragungsnetzbetreiber auf 17,52 Milliarden Euro.
- Dies übersteigt den Haushaltsansatz von 16,5 Milliarden Euro und verschärft den politischen Streit um die Energiewende.
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Why It Matters
Die Höhe des staatlichen Zuschusses für erneuerbare Energien hängt von der Differenz zwischen garantierten Vergütungen und den Marktpreisen an der Strombörse ab.
Die Kosten für die Förderung sollen bei 17,52 Milliarden Euro liegen. Das sind rund eine Milliarde mehr als ursprünglich gedacht. Dadurch wächst der Druck auf den Bundeshaushalt.
Berlin. Die staatliche Förderung erneuerbarer Energien aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetze (EEG) wird im Jahr 2027 voraussichtlich teurer als von der Bundesregierung geplant. Der Finanzierungsbedarf liege bei 17,52 Milliarden Euro, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW am Montag mit.
Damit liegt die Prognose rund eine Milliarde Euro über dem Ansatz von 16,5 Milliarden Euro, der im Haushaltsentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für 2027 vorgesehen ist.
Die höhere Prognose verschärft den Druck auf den Bundeshaushalt und fällt mitten in den politischen Streit über die künftige Ausgestaltung der Förderung. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Subventionen begrenzen und stärker an den Netzausbau koppeln, während die Branche vor einem Abwürgen der Energiewende warnt.
Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt maßgeblich von der Entwicklung der Preise an der Strombörse ab. Fallen die Erlöse für Wind- und Solarstrom niedrig aus, muss der Staat eine höhere Differenz ausgleichen, um die gesetzlich garantierten Vergütungen für Anlagenbetreiber zu finanzieren.
Open Questions
- Wie wird die Bundesregierung die Finanzierungslücke schließen?
- Welche konkreten Subventionskürzungen werden umgesetzt?






