Ermittlungen nach dem Großeinsatz in Nürnberg: Flugzeug darf nach falschem Entführungsalarm wieder fliegen
Nach dem falschen Entführungsalarm einer Boeing 737 auf dem Weg nach Nürnberg darf das Flugzeug laut Airline wieder fliegen. Ein Zahlendreher im Cockpit löste den Großeinsatz aus.
Quick Look
- Nach einem falschen Entführungsalarm im kroatischen und deutschen Luftraum wegen eines Zahlendrehers im Cockpit ist das Corendon-Flugzeug nach Nürnberg wieder im Betrieb.
- Kampfjets hatten die Maschine zuvor eskortiert.
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Why It Matters
Ein falsch eingegebener Transponder-Code führte zu einem Großeinsatz von Militärjets und Polizei.
Nach dem falschen Entführungsalarm eines Flugzeugs auf dem Weg nach Nürnberg darf die Maschine laut Fluggesellschaft wieder fliegen.
Die Boeing 737-800 sei nach dem Vorfall technisch überprüft und wieder in Betrieb genommen worden, teilte die Airline Corendon auf Nachfrage mit.
Laut Polizei sollen ein Funkausfall und ein falsch eingegebener Code im Cockpit den Zwischenfall mit Einsatz von Kampfjets und Spezialkräften der Polizei am Dienstag ausgelöst haben.
Demnach war im Flugzeug der Code 7500 für einen Entführungsfall statt des Codes 7600 für einen Funkausfall eingegeben worden.
Die Crew war nach dem Start auf der griechischen Insel Korfu nicht mehr zu erreichen, weshalb die Behörden mehrerer Länder reagierten.
Das Flugzeug landete letztlich planmäßig in Nürnberg.
Nach einer Überprüfung der Lage durch die Polizei durften die Passagiere den Flieger verlassen und wurden in die Ankunftshalle gebracht.
Ob die mutmaßlich versehentliche Eingabe des falschen Codes Folgen für den Piloten haben könnte, ließ die Fluggesellschaft auf Nachfrage offen.
Alle Schritte, die man für nötig halte, würden basierend auf den endgültigen Untersuchungsergebnissen eingeleitet, teilte Corendon mit.
Wegen des Alarms waren am Dienstag in Nürnberg unter anderem eine Verhandlungsgruppe, die für den Kontakt mit Entführern geschult ist, und das Unterstützungskommando (USK) der bayerischen Polizei im Einsatz.
Bereits im kroatischen Luftraum hatten Militärflugzeuge die Maschine begleitet.
Abfangjäger des österreichischen Bundesheeres wurden alarmiert.
Im deutschen Luftraum eskortierten zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 das Flugzeug bis Nürnberg.
Zwischen Notsignal und Landung sei den Einsatzkräften weniger als eine Stunde geblieben, um zu reagieren, sagte Petzold.
„Es war schon eine extrem hervorragende Leistung.“
Die Polizei sei in kürzester Zeit auf den schlimmsten Fall vorbereitet gewesen.
Open Questions
- Welche Konsequenzen hat der Vorfall für den Piloten?
- Wie kam es genau zu dem Zahlendreher im Cockpit?




