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Ermittlungen nach Zugentgleisung in der Normandie: Kein Hinweis auf Anschlag
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Die Zeit1 hour agoCrime1 min readGermanyView translation

Ermittlungen nach Zugentgleisung in der Normandie: Kein Hinweis auf Anschlag

Nachdem Politiker von einem Attentat sprachen, relativiert die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe. Ein Schienenteil auf den Gleisen bleibt jedoch rätselhaft.

Quick Look

  • Nach der Entgleisung eines Regionalzugs in der Normandie mit 44 Verletzten widerspricht die Staatsanwaltschaft Vermutungen über einen Anschlag.
  • Zuvor hatten Politiker von einer kriminellen Tat gesprochen, da ein Schienenteil auf den Gleisen gefunden wurde.

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Why It Matters

Ein Regionalzug entgleiste in der Normandie bei einer Geschwindigkeit von 140 km/h. Auf der Strecke wurde ein 250 bis 300 Kilogramm schweres Schienenteil gefunden.

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Nach dem Entgleisen eines Regionalzugs in Nordwestfrankreich mit 44 Verletzten gehen die Ermittler nach derzeitigen Erkenntnissen nicht von einem Anschlag aus. Es gebe bislang keine Anhaltspunkte für eine »böswillige Handlung« oder einen Anschlag, sagte der Staatsanwalt von Rouen, Sébastien Gallois. Allerdings wurde ihmzufolge auf der Strecke ein Schienenteil gefunden. Wie es dort hingelangen konnte, müsse noch geklärt werden.

Zuvor hatten Politiker von einer »kriminellen Tat« oder einem »Attentat« gesprochen. So sagte etwa der Bürgermeister von Nizza, Eric Ciotti, das Entgleisen sei »das Ergebnis eines Anschlags«. Er forderte, dass die Täter »mit größter Entschiedenheit« bestraft werden.

Auch der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einer »kriminellen Tat« auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht »einfach so auf die Gleise gelangt«. Eine Stunde vor der Entgleisung des Zugs sei an der betreffenden Stelle ein Zug vorbeigefahren und in der Zwischenzeit hätten dort keine Bauarbeiten stattgefunden.

Der Regionalzug mit 186 Passagieren war am Freitagabend in der Normandie zwischen den Städten Rouen und Caen mit etwa 140 Kilometern pro Stunde unterwegs, als er nahe Cléon teilweise entgleiste. Vier Waggons sprangen aus den Schienen, ein fünfter kippte um. Der Lokführer wurde auf Drogen- und Alkoholkonsum überprüft, die Tests fielen negativ aus.

Unter den 44 Verletzten befand sich eine 18-Jährige, deren Zustand die Behörden zunächst als »kritisch« bezeichnet hatten. Später gab Staatsanwalt Gallois Entwarnung und teilte mit, das Leben der jungen Frau sei nicht mehr in Gefahr. Der Zugverkehr in der Region lief am Samstag laut SNCF Réseau wieder an, nachdem es in der Region zu größeren Störungen gekommen war.

Open Questions

  • Wie gelangte das Schienenteil auf die Gleise?
  • Gibt es Beweise für eine vorsätzliche Manipulation?

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This article was originally published by Die Zeit.

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