
Estland verbietet Getreidetransit aus Russland und Belarus, während massive Luftangriffe auf die Ukraine und das Energiesystem gemeldet werden.
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Estland verbietet den Getreidetransit aus Russland und Belarus, während Russland fortlaufend ukrainische Infrastruktur angreift.
Julie Leduc
Estland blockiert Transit von russischem und belarussischem Getreide
Estland hat den Transit von russischem und belarussischem Getreide durch sein Staatsgebiet verboten. Dies teilt Außenminister Margus Tsahkna auf der Online-Plattform X mit. Insidern zufolge nutzen russische Unternehmen inzwischen verstärkt Terminals in Ostsee- und Arktishäfen für den Getreideexport, die eigentlich für Düngemittel, Kohle und andere Güter ausgelegt sind. Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe, die den Seetransport über das Schwarze Meer beeinträchtigt haben. Tsahkna erklärt, Estland werde Russland nicht dabei unterstützen, seinen Handel trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Das baltische Land werde weder zur Finanzierung des russischen Krieges beitragen noch die Aggression der Führung in Moskau begünstigen. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands.
Julie Leduc
Russland greift wieder Kiew und Odessa an – Zwei Verletzte
Bei russischen Luftangriffen ist nach Angaben ukrainischer Behörden in der Nacht in Kiew und Odessa jeweils ein Mensch verletzt worden. In Odessa wurde zudem Infrastruktur beschädigt, wie der Leiter der Militärverwaltung der Region, Serhij Lyssak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Einzelheiten nennt er nicht. Das russische Verteidigungsministerium erklärt auf Telegram, die Streitkräfte hätten bei ihren Angriffen ein Logistikzentrum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, ein Rechenzentrum in Odessa sowie ein Frachtschiff im nahegelegenen Schwarzmeer-Hafen Tschornomorsk getroffen. Die Ziele seien militärisch genutzt worden.
Julius Stockheim
Estlands Geheimdienst: Russland nimmt Rüstungsfirmen ins Visier
Russland nimmt nach Angaben des estnischen Geheimdienstes bei seinen Angriffs- oder Sabotageversuchen vermehrt Rüstungsfirmen ins Visier. „Russlands Vorgehen in Europa ist eindeutig systematisch“, sagte Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson im estnischen Fernsehen. Anders als früher liege der Schwerpunkt nun nicht mehr auf symbolträchtigen Objekten, sondern auf Unternehmen der Rüstungsindustrie. Damit solle Militärhilfe für die Ukraine verhindert werden, sagte der Leiter des Inlandsgeheimdiensts von Estland.
Russland wies die Vorwürfe aus Tallinn zurück. „Beträchtliche“ Anzahl von Sabotage- und Anschlagsversuchen „Wir empfehlen allen Unternehmen der Verteidigungsindustrie, insbesondere jenen, die die Ukraine beliefern, dringend, ihre Cyberabwehrmaßnahmen zu verstärken“, sagte Palloson. Ihm zufolge gibt es in Estland gegenwärtig Firmen aus dem Rüstungssektor, die konkrete Angriffsziele sind.
Julius Stockheim
Südkorea schätzt Zahl nordkoreanischer Soldaten in Russland auf 9000
Nordkorea hat nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes noch etwa 9000 Soldaten in der russischen Region Kursk im Einsatz. Die Soldaten seien im russischen Invasionskrieg gegen die Ukraine an Aufklärungsaktionen beteiligt, teilte der südkoreanische Geheimdienst Parlamentariern am Mittwoch mit.
Russland habe Nordkorea im Gegenzug Waffentechnologien für die Modernisierung des Militärs überlassen, sagte der Abgeordnete Yun Kun Young, der an der Sitzung teilnahm. Bei modernster Technologie für den Bau atomgetriebener U-Boote und Interkontinentalraketen sei Russland jedoch zurückhaltend. Nordkorea und Russland hatten im vergangenen Jahr erstmals bestätigt, dass nordkoreanische Soldaten gemeinsam mit russischen Truppen gegen ukrainische Kräfte in der Region Kursk gekämpft haben.
Julius Stockheim
Ukraine beklagt massive russische Angriffe auf Energienetz
Russland geht nach Angaben aus Kiew zu massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine über. Nach nächtlichen Attacken auf Energieanlagen in der Hauptstadt Kiew und weiteren Regionen schreibt Ministerpräsidenten Serhij Korezkyj auf Telegram, dies sei der erste derart massive und kombinierte Angriff seit dem Ende der vergangenen Heizperiode.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach auf X von 190 russischen Angriffsdrohnen und ballistischen Raketen, die Moskau in der Nacht auf die Ukraine abgefeuert habe. Fünf Menschen kamen demnach dabei ums Leben. Selenskyj teilte auch ein Video, das Löscharbeiten nach den Angriffen aus der Nacht zeigt.
Lukas Bay
Ukraine beziffert Kriegskosten 2026 auf 155 Milliarden Dollar
Die Kriegskosten der Ukraine belaufen sich nach Regierungsangaben in diesem Jahr auf insgesamt 155 Milliarden Dollar. Kiew arbeitet zudem daran, eine Finanzierungslücke von 27 Milliarden Dollar zu schließen. Dies soll sicherstellen, dass das Land Anfang 2027 den Kampf gegen den russischen Angriffskrieg fortführen kann, wie Ministerpräsident Serhij Korezkyj weiter mitteilt. Sieben Milliarden Dollar will die Regierung durch strikte Sparmaßnahmen im Haushalt und Mittelumschichtungen decken. Über die verbleibenden 20 Milliarden Dollar verhandelt die Ukraine mit Partnern. Es ist das erste Mal, dass die Ukraine eine Schätzung ihrer jährlichen Kriegskosten veröffentlicht. Vergleichbare Zahlen für 2025 gibt es nicht.
Lukas Bay
Russland verlängert Exportverbot für Diesel bis Ende Oktober
Russland verschärft mit der Verlängerung seines Exportverbots für Diesel die angespannte Lage auf dem globalen Energiemarkt. Das Ausfuhrverbot für Kraftstoffhersteller gelte nun bis Ende Oktober, teilte die Regierung am Mittwoch in Moskau mit. Die Maßnahme dürfte den Druck auf den globalen Energiemarkt weiter erhöhen, der bereits durch die anhaltenden Konflikte in Nahost und Lieferengpässe belastet ist.
Mit den wiederholten Ausfuhrbeschränkungen für Benzin und Diesel will die russische Regierung die steigenden Kraftstoffpreise im eigenen Land eindämmen und Engpässe bekämpfen. Diese wurden durch ukrainische Drohnenangriffe auf Ölraffinerien ausgelöst. Bereits Ende August hatte Moskau das Exportverbot für Diesel bis Ende September verlängert. Lieferungen an Länder wie ehemalige Sowjetrepubliken und die Mongolei im Rahmen von Handelsabkommen sind davon jedoch ausgenommen. Russland ist normalerweise der zweitgrößte Dieselexporteur der Welt nach den USA.
Julius Stockheim
Russland beschießt Kiew in der Nacht mit Raketen und Drohnen
Die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland sind in der Nacht von Russland massiv mit ballistischen Raketen und Kampfdrohnen angegriffen worden. Die Stadtverwaltung berichtete am Morgen von mindestens zwei Toten und fünf Verletzten in der Stadt. In einem Vorort kam außerdem ein Kind ums Leben. Es habe Schäden an mehreren Wohnhäusern, einem Laden und einer Lagerhalle gegeben, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Es gab mehrere Brände, Qualm lag über Kiew.
Die Nachrichtenagentur Unian meldete, der Angriff habe sich erstmals seit längerer Zeit wieder gegen die Energieversorgung gerichtet. Das russische Militär in Moskau sprach von Attacken auf das Wasserkraftwerk von Wyschgorod nördlich von Kiew, das Heizkraftwerk Tripillja im Süden und ein Umspannwerk. Die Nasa-Website Firms, die weltweit Brandherde per Satellit erfasst, verzeichnete an diesen Stellen Feuer.
Eva Glaser
Russland kürzt Sozialausgaben: Rekordbudget für Militär
Russland plant angesichts drastisch steigender Rüstungsausgaben eine Kürzung der Sozialausgaben. Die Mittel für die Sozialpolitik, zu der unter anderem Renten, Zahlungen an Kriegsveteranen und Mutterschaftsleistungen gehören, sollen im Jahr 2027 um sieben Prozent sinken. Dies geht aus Regierungsdokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlagen. Die Budgets für Bildung und Gesundheit sollen im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen um sechs beziehungsweise 6,8 Prozent gekürzt werden.
Die Regierung in Moskau plant für das Jahr 2027 Militärausgaben in Höhe von 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro). Dies ist ein Anstieg um rund 27 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Entwurf und der höchste Wert seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022.
Eva Glaser
Deutschland tritt Ukraine-Schadensersatzkommission bis Jahresende bei
Deutschland will das Verfahren für den Beitritt zur internationalen Schadensersatzkommission für die Ukraine bis zum Jahresende abschließen. Dies kündigte Bundesaußenminister Johann Wadephul am Dienstag in einer Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg an. Der Europarat spiele eine entscheidende Rolle dabei, die russischen Kriegsverbrechen aufzuarbeiten und die Grundlagen für Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu schaffen.
Wir werden unser Ratifikationsverfahren für den deutschen Beitritt zur Schadensersatzkommission bis Ende des Jahres abschließen. Und wir setzen uns dafür ein, dass auch das Sondertribunal baldmöglichst eingerichtet werden kann. Johann Wadephul, Außenminister
Timm Seckel
Nato weist russische Atomwaffen-Drohung zurück
Die Nato hat eine russische Warnung vor einer schweren militärischen Eskalation um die russischen Exklave Kaliningrad energisch zurückgewiesen. Nato-Sprecherin Allison Hart machte nach einem entsprechenden Schreiben der russischen Regierung zudem deutlich, die Nato sei ein Verteidigungsbündnis und keine der Bündnisaktivitäten oder Übungen stellten eine Gefahr für irgendeinen Teil Russlands dar.
Sie reagierte damit auf ein über die russische Botschaft in Belgien an die Nato gerichtetes Schreiben, in dem Russland der Nato eine „beispiellose Eskalation der militärisch-politischen Lage rund um die russische Region Kaliningrad“ und äußerst provokative öffentliche Äußerungen von Vertretern der Nato-Mitgliedsstaaten vorwarf. Der Text des Schreibens lag der Deutschen Presse-Agentur vor.
„Dieser gefährliche und rücksichtslose Kurs birgt ein hohes Risiko für den Ausbruch eines direkten bewaffneten Konflikts, bei dem bereits zu Beginn des Konflikts russische Angriffe auf die Entscheidungszentren in den Mitgliedstaaten des Bündnisses möglich wären“, heißt es darin.
Und weiter: „Russland wird bereit sein, das gesamte ihm zur Verfügung stehende Arsenal an Streitkräften und Fähigkeiten, einschließlich Atomwaffen, einzusetzen, um sein Territorium zu verteidigen, sollten die Nato-Staaten irgendeinen Versuch unternehmen mit dem Ziel, die Region Kaliningrad vom Rest des Landes zu isolieren.“
Eva Glaser
Russischer Wirtschaftsminister nimmt an G20-Handelsministertreffen teil
Der russische Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow nimmt nach Angaben aus Moskau am Treffen der G20-Handelsminister am Mittwoch und Donnerstag in den USA teil. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Ministerium. US-Präsident Donald Trump hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum nächsten G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen. Ob Putin die Einladung annimmt, ist noch unklar.
Jeanne Vesper
Offenbar Treffen von russischem Sondergesandten mit US-Vertretern
Russlands Sondergesandter Kirill Dmitriew hat sich Insidern zufolge während seines Besuchs in Washington mit Vertretern des US-Finanz- und des Energieministeriums getroffen. Es seien konstruktive Gespräche geführt worden, sagt ein US-Regierungsvertreter. Es sei nicht nur darüber gesprochen worden, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden könne, sondern auch über mögliche Energieprojekte nach einem Ende des Krieges.
Jeanne Vesper
Selenskyj: Haben ballistische Raketen abgewehrt
Die Ukraine hat nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei russischen Attacken auch ballistische Raketen abgewehrt. Das schrieb Selenskyj in sozialen Medien und dankte amerikanischen und norwegischen Partnern seines Landes für ein Flugabwehrsystem vom Typ Nasams. Er dankte auch Deutschland und Frankreich für die Unterstützung der Flugabwehr. Es sei wichtig, dass solche Pakete weiterhin geliefert würden, schrieb er und warf Russland Eskalation vor.
Er warf Russland Terrorismus vor, Tag und Nacht würden Leben, Menschen und zivile Infrastruktur angegriffen. Russland habe unter anderem Daten- und Geschäftszentren und Wohnhäuser in Kiew attackiert. In der Region Odessa seien eine Bildungseinrichtung und ein Studentenwohnheim angegriffen worden. Zwei ausländische Schiffe seien getroffen worden. Neun Regionen seien in der Nacht Ziel russischer Angriffe gewesen. Das Ergebnis seien Schäden an Energieobjekten, zivilen Unternehmen und Wohnhäusern.
Das Verteidigungsministerium in Moskau schrieb am Morgen bei Telegram von Angriffen auf die Hauptstadt Kiew und ihr Umland und die Region Odessa. In Kiew und der Region seien zwei Lagerstätten für Waffen und zwei Datenzentren getroffen worden. Im Gebiet Odessa seien unter anderem zwei Schiffe, ein Umspannwerk und Hafenobjekte getroffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Jeanne Vesper
Wadephul will von Putin Zeichen der Verhandlungsbereitschaft
Außenminister Johann Wadephul fordert vom russischen Präsidenten Wladimir Putin nach dessen Einladung zum G20-Gipfel in den USA Zeichen der Verhandlungsbereitschaft. Putin müsse „beweisen, ob es eine Friedensbereitschaft, eine Verhandlungsbereitschaft auf russischer Seite gibt“, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar in der Hauptstadt Bratislava. „Das unterstreicht man natürlich am besten dadurch, dass man von vornherein Schritte in diese Richtung macht.“
Die Einladung an Putin zum G20-Gipfel sei ein Lackmustest für Russland, betonte Wadephul. Verhandlungsbereitschaft könne Moskau am besten dadurch unterstreichen, „dass man von vornherein Schritte in diese Richtung macht“ – etwa durch einen Waffenstillstand für das Schwarze Meer, „der die dringend benötigte Getreideexporte ermöglichte“.
Dies sei eine große Frage für die Getreideproduzenten Ukraine und Russland, aber eine noch viel größere Frage für viele Länder des globalen Südens, warnten Wadephul. „Dort drohen Hungersnöte, dort drohen weitere humanitäre Katastrophen und dort droht eine weitere Destabilisierung von Staaten.“ Dies könne zu Fluchtbewegungen, Vertreibung und neuen kriegerischen Konflikten führen. Daher appelliere er dringend an Russland, hier ein Einsehen zu haben.
Jeanne Vesper
Tusk warnt vor Dauerangriffen an der Grenze zu Polen
Polens Regierungschef Donald Tusk hält russische Angriffe in der ukrainischen Grenzregion zu seinem Land mittlerweile für einen Dauerzustand. Jede Nacht würden Kampfjets der polnischen Luftwaffe aufsteigen, da die Attacken Russlands in dieser Region einen „permanenten Charakter“ angenommen hätten, sagte Tusk in Warschau vor einer Kabinettssitzung. Seinem Land stehen schwierige Wochen und Monate bevor.
Am Montag hatte es polnischen Regierungsangaben zufolge auf ukrainischem Gebiet erneut eine Drohnenattacke unweit von dem Grenzübergang Dorohusk-Jahodyn gegeben. Bei dem Angriff beschädigte die Drohne mit ihrer Druckwelle nach ukrainischen Informationen ein Gebäude der Grenzkontrollstelle.
In den vergangenen zwei Wochen hatten in der Nähe des gleichen Grenzübergangs mehrfach russische Drohnen Ziele auf dem Gebiet der Ukraine attackiert.
AI outlook — possibilities, not facts
Deutschland schließt Ratifikationsverfahren für Schadensersatzkommission ab
Very likely · Within months

An Indian Flydubai flight captain was stabbed by his co-pilot on his way to Israel. Despite serious wounds, he fought back and opened the cockpit door, thus preventing a catastrophe.
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Memories of Edith Weiner from Heidenau, Saxony, who wanted to flee with her parents after 1938 and was probably murdered in Transnistria in 1942.
Ahead of the announcement of this year's Nobel Prizes, the focus is on questions about the lessons learned from last year's controversies and the historical underrepresentation of women.
The depiction of the front lines in the Ukraine War is based on data from the US think tank Institute for the Study of War (ISW). Red markers indicate Russian-controlled areas, blue markers indicate Ukrainian recaptures.

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