Europaweite Großrazzia: Handy-Betrug in Krefeld aufgedeckt
Zoll und Steuerfahndung beschlagnahmen Tausende Geräte in Krefeld bei europaweitem Schlag gegen mutmaßliche Betrügerbande.
Quick Look
- Bei einer europaweiten Razzia wegen betrügerischer Handyangebote haben Ermittler in Krefeld Tausende Geräte beschlagnahmt.
- Die Europäische Staatsanwaltschaft schätzt den Schaden durch verkaufte Gebrauchthandys als Neuware auf mindestens 300 Millionen Euro.
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Why It Matters
Eine europaweite Razzia richtet sich gegen den Verkauf von gebrauchten Handys als angebliche Neuware.
Bei der europaweiten Großrazzia zu mutmaßlichen betrügerischen Handyangeboten haben Fahnder von Zoll und Steuerfahndung nach Schätzung eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur allein in Krefeld 10- bis 15.000 Geräte beschlagnahmt. Die Beamten scannten in einer Lagerhalle in einem Krefelder Gewerbegebiet mit mehreren Arbeitsstraßen die Handys Gerät für Gerät, um die Seriennummern zu erfassen. Vor der Halle war ein Überseecontainer aufgebaut, um die Handys später abzutransportieren.
Tatverdächtige seien nicht mehr vor Ort, hieß es. Bereits am Samstag waren laut der Europäischen Staatsanwaltschaft EUStA sieben Verdächtige festgenommen worden - vier davon in Deutschland, zwei in Österreich und eine Person in Spanien. Darunter sind demnach auch die zwei mutmaßlichen Anführer der Organisation.
Die Halle in Krefeld wurde nach dpa-Informationen seitdem von Einsatzkräften beschattet, bis die Fahnder am Dienstag zuschlugen. Grund für die Festnahmen bereits am Samstag waren nach demnach Erkenntnisse aus der Telefonüberwachung der Verdächtigen: Demnach wollten zwei Beteiligte zu einer längeren Dienstreise ins Ausland. Dem kamen die Kräfte zuvor.
Bei der europaweit angelegten Razzia mit rund 160 Durchsuchungen in 19 Ländern geht es um aus gebrauchten Teilen zusammengesetzte Handys, die über das Internet als Neuware verkauft worden sein sollen. Die EuStA schätzt den Schaden auf mindestens 300 Millionen Euro, wie sie in Luxemburg mitteilte. Es handelt sich demnach um mindestens eine Million verkaufte Handys.
Open Questions
- Wer sind die festgenommenen Verdächtigen im Detail?
- Über welche Plattformen wurden die Geräte verkauft?
