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Ex-Ministerin: Bärbel Bas äußert sich erstmals öffentlich nach ihrem Rücktritt
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Ex-Ministerin: Bärbel Bas äußert sich erstmals öffentlich nach ihrem Rücktritt

Die frühere SPD-Chefin nennt den Tod ihrer Stieftochter und mangelnde Menschlichkeit in der Politik als Gründe für ihren Rücktritt.

Quick Look

  • Nach ihrem Rücktritt hat Bärbel Bas im WDR-Interview über den Tod ihrer Stieftochter und fehlende Menschlichkeit im Politikbetrieb gesprochen.
  • Sie äußerte zudem Kritik an Kanzler Friedrich Merz und CDU-Angriffen.

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Why It Matters

Bärbel Bas ist von ihren politischen Spitzenämtern zurückgetreten und äußerte sich nun in einem WDR-Interview über die Hintergründe.

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Düsseldorf. Die frühere SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat in einem WDR-Interview nach ihrem Rücktritt ausführlich über ihre Beweggründe gesprochen. Der Tod ihrer krebskranken Stieftochter Ende September habe sie hart getroffen. „Wir waren sehr eng zusammen über viele Jahre“, sagte Bas. Während der Sterbebegleitung im Hospiz habe sie gemerkt, „dass mir die Kraft ausgeht“, erzählte sie in dem Interview für die Sendung „Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Bärbel Bas“.

„Es ist schon manchmal schwer, morgens überhaupt aufzustehen, wenn man sich fragt: wofür?“ Um aus dieser Situation wieder herauszukommen, brauche sie Zeit. Doch die gebe es in politisch herausragenden Ämtern nicht. „Ich hatte den Kopf nicht frei für Dienstliches, für Politisches. Und ich wusste, ich brauche länger, ich kann nicht sofort wieder zurück.“ Deshalb habe sie die Entscheidung getroffen, von ihren politischen Spitzenämtern zurückzutreten.

In der Politik gebe es eine große Härte. „Oft gibt es kaum Menschlichkeit in diesem politischen Betrieb. Selbst wenn Menschen länger krank sind, wird da kaum drüber gesprochen. Es gibt so eine Art Schweigekultur, weil keiner will sich schwach zeigen in diesem harten politischen Geschäft“, sagte Bas.

In ihrer Rücktrittserklärung hatte sich die 58-Jährige auch massiv darüber beklagt, dass in dieser für sie persönlich schwierigen Zeit die Angriffe aus den Reihen des Koalitionspartners CDU/CSU auf sie weitergegangen seien. Rückblickend hätte sie diese Kritik wohl nicht so formuliert, sagte Bas nun. Wenn sie geahnt hätte, welches Ausmaß der dadurch ausgelöste Koalitionsstreit annehmen würde, hätte sie auf ihre Kritik an der Union verzichtet.

Zugleich äußerte sie sich in dem ARD-Interview kritisch über die Rolle von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Sie habe Merz über ihre private Lage informiert und sich auch über die Angriffe aus dessen Partei beschwert. Aus der CDU sei eine regelrechte Kampagne gegen sie und die SPD gefahren worden. „Er hat mir auch versichert, er kümmert sich. Es hat aber keinen Anklang gefunden“, sagte Bas über Merz. Über ihren Rücktritt habe sie mit Merz nie gesprochen – der Kanzler sei von ihrem Co-Parteivorsitzenden Lars Klingbeil (SPD) darüber informiert worden.

Open Questions

  • Wie reagiert die CDU/CSU auf die Vorwürfe von Bärbel Bas?
  • Welche Konsequenzen zieht die SPD aus dem internen Streit?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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