Festnahme in den USA: Frau soll für China Sohn von Taiwans Präsident ausspioniert haben
US-Behörden haben eine 34-jährige Frau festgenommen, die im Auftrag Chinas den Sohn des taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te in den USA ausspioniert haben soll.
Quick Look
- US-Behörden haben eine 34-jährige Frau am Flughafen Los Angeles festgenommen.
- Sie soll im Auftrag Chinas den Sohn des taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te in den USA ausspioniert, dessen Haus gefilmt und Informationen an Peking übermittelt haben.
AI-generated summary
Why It Matters
China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Präsident Lai Ching-te und seine Partei setzen sich für eine eigenständige Identität Taiwans ein.
Die US-Behörden haben eine Frau festgenommen, die im Auftrag Chinas den Sohn des taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te in den Vereinigten Staaten ausgeforscht haben soll. Die 34-Jährige wurde am Sonntag am Flughafen in Los Angeles von Beamten der US-Bundespolizei FBI gefasst, von wo aus sie nach China reisen wollte, wie Staatsanwalt Bill Essayli beim Onlinedienst X erklärte.
Die im US-Bundesstaat Kalifornien lebende Frau soll laut FBI die Aktivitäten von Lais Sohn und dessen Familie verfolgt haben. Sie filmte demnach deren Haus und Fahrzeuge und übermittelte Informationen in die Volksrepublik. Essayli zufolge war die nun Festgenommene 2025 im Auftrag chinesischer Stellen in die US-Metropole Seattle gereist. Sie habe von dort Fotos, Videos und Kfz-Kennzeichen des Sohnes des taiwanischen Präsidenten und seiner Familie übermittelt.
Um nicht entdeckt zu werden, habe die Verdächtige Spionagetechniken eingesetzt und die US-Behörden nicht darüber informiert, dass sie im Auftrag einer ausländischen Regierung handelte. Sie soll noch am Montag vor einem Bundesgericht in Los Angeles erscheinen, so die Staatsanwaltschaft.
Das taiwanische Präsidialamt bezeichnete das Vorgehen der Verdächtigen als »typischen Fall landesübergreifender Unterdrückung« und dankte der US-Regierung für den Schutz taiwanischer Bürger. Taiwans Präsident Lai und seine Demokratische Fortschrittspartei setzen sich für eine eigenständige Identität Taiwans gegenüber China ein.
»Unser Land verurteilt dieses barbarische Verhalten, das die Menschenrechte und die Souveränität der Nationen missachtet, auf das Schärfste«, erklärte eine Sprecherin in einer Stellungnahme. Das chinesische Außenministerium reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Das kommunistische China betrachtet den demokratisch regierten Inselstaat Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll. Taipeh weist Pekings Ansprüche zurück.
What to Watch
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Gerichtstermin der Verdächtigen in Los Angeles
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Open Questions
- Welche konkreten Beweise liegen für die Spionage vor?
- Wie wird China offiziell auf die Vorwürfe reagieren?

