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Fifa-Präsident Gianni Infantino geriet nach dem Scheitern eines Investorendeals, der von vielen Verbänden als undurchsichtig kritisiert wurde, zunehmend in die Kritik. Der Deal wurde als Symptom einer schlechten Führung und mangelnder Transparenz angesehen.
Fifa-Boss Gianni Infantino gerät nach seinem gescheiterten Investorendeal zunehmend in die Kritik. Nach Ansicht von Spaniens Liga-Chef Javier Tebas ist der Schweizer im Amt nicht mehr tragbar. »Der Weltfußball braucht eine neue Führung, die die Verbandsstrukturen modernisiert, die institutionelle Glaubwürdigkeit wiederherstellt und künftige Entscheidungen gemeinsam mit den betroffenen Akteuren entwickelt«, schrieb Tebas in den sozialen Medien.
Das Problem sei nie nur dieser eine Vorschlag gewesen, schrieb Tebas: Es gehe um ein Führungsmodell, das Macht konzentriere, Kontrollmechanismen schwäche und Betroffene an den Rand dränge. »Der Rückzug eines Vorschlags macht das Geschehene nicht ungeschehen. Er ist lediglich die Spitze des Eisbergs.«
Concacaf: »Ungeheuerliche Handlung«
Noch schärfer liest sich die Stellungnahme des für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Kontinentalverbands Concacaf. Der ursprünglich geplante Investorendeal sei »Symptom für eine Führung, die aufgehört hat, den Fußball an erste Stelle zu setzen«, teilte der Verband mit. »Diese jüngste einseitige und ungeheuerliche Handlung, die von schlechter Regierungsführung und Führungsschwäche zeugt, reiht sich ein in eine Reihe von Fehltritten und ähnlichem Verhalten. Eine umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft ist unerlässlich«, heißt es. Zuvor hatte bereits die Uefa Infantino das Vertrauen entzogen.
In Deutschland reagierte nach dem DFB, der Infantino unverantwortliches Handeln vorwirft, auch FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer auf den geplatzten Investorendeal. »Es ist ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist, wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist«, sagte Hainer kurz vor dem Abflug der Münchner Fußballprofis nach Südkorea, wo der Rekordmeister auf Asientour geht. Man müsse jetzt sicherstellen, dass so eine Idee nicht wieder aufkommt, so Hainer. »Dieser Vorgang ist eigentlich unglaublich, dass niemand eingeweiht war vorher von den ganzen Verbänden und das über Nacht auf den Tisch kam«.
Infantino, der sich nach eigenen Plänen im März nächsten Jahres in Rabat (Marokko) ein letztes Mal für vier Jahre zum Fifa-Präsident wählen lassen will, bekommt aber auch Zuspruch: Der ägyptische Fußballverband bekräftigte »sein volles Vertrauen« in Infantinos Führung. Auch Marokko, Gastgeber des 77. FIFA-Kongresses 2027, erneuerte seine Unterstützung.
AI outlook — possibilities, not facts
Gianni Infantino wird sich im März nächsten Jahres in Rabat zur Wiederwahl stellen.
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