Das Bundesfinanzministerium hat versehentlich ein zu frühes Inkrafttreten der Tabaksteuerreform veröffentlicht.
AI-generated summary
Der Bundestag hat eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer bis 2030 beschlossen. Ein Fehler im Bundesgesetzblatt suggerierte fälschlicherweise ein sofortiges Inkrafttreten.
Das Tabaksteuergesetz wird die Zigarettenpreise in den kommenden Jahren deutlich verteuern. Doch nun ist dem Bundesfinanzministerium von Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD) ein krasser Fehler unterlaufen: Im Bundesgesetzblatt wurde ein Gesetzestext veröffentlicht, dem zufolge das Gesetz schon an diesem Mittwoch in Kraft tritt. Das überraschte die Tabakbranche, die mit einem Inkrafttreten zum Jahreswechsel gerechnet hatte.
Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) wies darauf hin, dass durch das Inkrafttreten schon jetzt viel höhere Steuersätze greifen, die eigentlich erst für 2030 vorgesehen sind. „Es sind gar keine neuen Steuerzeichen vorhanden – wir müssten also umgehend die Produktion einstellen, weil wir keine Zigaretten mehr an den Handel liefern dürfen“, sagt Maximilian van Ackeren vom Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR).
Das Ministerium habe bereits eine Berichtigung angestoßen, und die Generalzolldirektion, die die Steuer administriert, sei informiert worden. Die Fabriken dürfen laut BMF trotz des Fehlers im Gesetz weiter liefern. Die bereits in den Geschäften befindlichen Zigaretten dürfen ohnehin noch verkauft werden, unabhängig von der Gesetzesänderung.
Tabaklobby schüttelt den Kopf
Branchenvertreter van Ackeren zeigte sich zwar etwas erleichtert, dass der befürchtete Produktionsstopp nun wohl ausbleibe. „Das ist aber eine ungute Situation für uns: Unsere Produktion läuft weiter, obwohl sie das laut geltendem Gesetz eigentlich nicht tun dürfte“, sagt er. „Es ist erstaunlich, dass so ein hanebüchener Fehler einem Bundesministerium passiert – ein Ministerium schreibt ein Gesetz, und am nächsten Tag heißt es, ‚huch, das war ja ganz anders gemeint!’ Das ist Dilettantismus, der mich fassungslos macht.“
Jan Mücke vom Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) reagierte ebenfalls mit scharfer Kritik. Der Fehler zeige, dass das Gesetz handwerklich schlecht gemacht sei.
Was der Gesetzgeber beschlossen hat
Der Bundestag hatte kürzlich die Reform der Tabaksteuer gebilligt, bis 2030 soll die Steuer schrittweise steigen. Dadurch könnte sich eine Packung 20er-Zigaretten um rund vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. In der Öffentlichkeit ging es stets um den Zeitraum 2027 bis 2030 – dass die Steuererhöhung schon früher greifen soll, war nie ein Thema gewesen.
Umso größer war das Erstaunen der Branchenvertreter, als sie sich den publizierten Gesetzestext durchlasen. Nun stellt sich heraus, dass das Ministerium ebenfalls den Zeitraum 2027 bis 2030 gemeint und bei der Gesetzesformulierung gepatzt hat.
In Deutschland greifen Millionen Menschen zur Tabakzigarette. Der Mikrozensus 2025 kam auf einen Raucheranteil von 19 Prozent der Ab-15-Jährigen: 14 Prozent tun dies nach eigenen Angaben regelmäßig und 5 Prozent gelegentlich. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum starben im Jahr 2023 rund 131.000 Menschen in Deutschland an den Folgen tabakbedingter Erkrankungen.
AI outlook — possibilities, not facts
Das Bundesfinanzministerium wird eine Korrektur des Gesetzestextes im Bundesgesetzblatt veröffentlichen.
Very likely · Within days

Negotiators from the EPP, SPD and Liberals in the European Parliament have agreed to soften the ban on combustion engines. From 2035, new cars must save 95 percent instead of 100 percent CO2, with hybrid vehicles remaining in a transition phase.

The European Court of Auditors criticizes that almost 50 billion euros from the Corona reconstruction fund for public administrations brought hardly any measurable increases in efficiency. Only a third of the measures have so far achieved significant progress.
Chancellor Friedrich Merz has honored the achievements of Turkish migrant workers in building Germany. On the 65th anniversary of the recruitment agreement, he emphasized the cultural and economic wealth and condemned racism and the term “remigration”.

The federal government's investment summit is promoting investment commitments, while the internal conflict over Vanessa Emde continues on the left. Transport ministers are also discussing a nationwide digital ticket for occasional drivers.
The French government is mobilizing soldiers from the “Sentinelle” unit next Saturday to support the police in expected protests. The aim is to restore order after violent riots last weekend.
Berlin's Governing Mayor Kai Wegner (CDU) and SPD politician Franziska Giffey reject the Red-Green-Red's plans to grant foreigners the right to vote after five years of residence. They point to constitutional hurdles and democratic principles.