Flucht von Windkraftbetrüger Hendrik Holt: Ermittler zeigt sich wenig überrascht
Oberstaatsanwalt Nils Leimbrock geht davon aus, dass der flüchtige Betrüger aufgrund seines Geltungsbedürfnisses erneut gefasst wird.
Quick Look
- Der wegen bandenmäßigen Betrugs verurteilte Hendrik Holt ist seit Ende August auf der Flucht.
- Oberstaatsanwalt Nils Leimbrock zeigt sich zuversichtlich, den Betrüger erneut zu fassen, da dessen Geltungsdrang eine dauerhafte Flucht erschwere.
AI-generated summary
Why It Matters
Hendrik Holt wurde 2022 wegen bandenmäßigen Betrugs, Bestechung und Urkundenfälschung zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt. Er verkaufte nicht existierende Windparks an ausländische Konzerne.
Die Flucht von Windkraftbetrüger Hendrik Holt hat den leitenden Ermittler «persönlich nicht groß überrascht». Das sagte der Osnabrücker Oberstaatsanwalt Nils Leimbrock der «Neuen Osnabrücker Zeitung». In dem Fall «mit seinen zahllosen Absurditäten kann einen nämlich nichts mehr überraschen».
Der Ermittler muss Holt erneut aufspüren, nachdem er ihn bereits 2020 das erste Mal gefasst hatte. Leimbrock ist sich sicher, Erfolg zu haben. Er glaube kaum, «dass sich dieser konkrete Verurteilte aufgrund seines Geltungsbedürfnisses und seines Finanzbedarfs langfristig erfolgreich der Strafverfolgung entziehen kann», sagte er der Zeitung. Zudem betonte der Oberstaatsanwalt: «"Flucht" ist ein sehr anstrengender und belastender Zustand.» Jüngst war bekanntgeworden, dass Holt bei seiner Flucht seine Ehefrau und sein Kind zurückgelassen hat.
Holt ist auf der Flucht, seitdem er Ende August nicht von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt in Berlin zurückkehrte. In Berlin war der Straftäter seit Oktober 2024 im offenen Vollzug. Nach ihm wird weltweit und mit einen Europäischen Haftbefehl gefahndet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es inzwischen «Erkenntnisse». Nähere Angaben machten die Ermittler nicht.
Der aus dem emsländischen Haselünne stammende Holt wurde 2022 vom Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung.
Holt, über den es auch eine ARD-Doku gibt («Holt - Der Windkraft-Schwindler»), hatte unter anderem angeblich existierende Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
What to Watch
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Wiedererfassung von Hendrik Holt durch die Strafverfolgungsbehörden.
Likely · Within months
Open Questions
- Wo hält sich Hendrik Holt derzeit auf?
- Welche konkreten Erkenntnisse liegen den Ermittlern vor?

