
Angesichts der Transformation in der Automobilbranche ermöglicht Audi seinen Beschäftigten einen befristeten Einsatz bei Firmen wie Airbus und Diehl.
Audi startet ein freiwilliges Programm zur Arbeitnehmerüberlassung, bei dem Ingenieure und Fachkräfte befristet an Rüstungsunternehmen wie Airbus, Diehl, MBDA und KNDS verliehen werden, um Beschäftigungsperspektiven in der Region zu sichern.
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Die Automobilindustrie durchläuft eine Transformationsphase, während die Rüstungsbranche einen hohen Fachkräftebedarf verzeichnet.
Während in der Autoindustrie Jobs wackeln, suchen Rüstungsfirmen Fachkräfte. Audi reagiert mit einem freiwilligen Personaltausch, der Ingenieure und Qualitätsexperten verleiht. Grundlage bildet ein eigens geschlossener Tarifvertrag.
Audi will Mitarbeiter in die Rüstungsindustrie verleihen. Das freiwillige Projekt ermöglicht Beschäftigten, befristet bei anderen Unternehmen in Bayern tätig zu sein, wie der Autobauer mitteilt. Dabei geht es zunächst um die ganz oder teilweise in der Rüstung tätigen Unternehmen Diehl, Airbus, MBDA und KNDS.
Bei der Aktion handelt es sich laut Audi um einen befristeten regionalen Personaleinsatz im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung. Die Beschäftigten bleiben dabei bei Audi angestellt. Ziel der Aktion ist einer Sprecherin zufolge: "Beschäftigungsperspektiven für Mitarbeitende zu erweitern, Fachkräftebedarfe in der Region gezielt zu unterstützen und die Transformation der Industrie aktiv mitzugestalten."
Zunächst richtet sich das Angebot an indirekte Tarifmitarbeitende in Ingolstadt. "Zielgruppe sind insbesondere Ingenieure, Qualitätsingenieure, Projektmanager sowie Mitarbeitende der Werkstätten in der technischen Entwicklung und der Qualitätssicherung", heißt es von Audi. Intern wurde das Projekt bereits kommuniziert. Ende Oktober sollen die Mitarbeitenden die Möglichkeit bekommen, direkt mit den beteiligten Unternehmen zu sprechen. Das Interesse an den geplanten Veranstaltungen sei "außerordentlich groß".
Laut IG Metall Bayern geht das Projekt auf einen im April 2026 zu diesem Zweck geschlossenen Tarifvertrag zurück. "In manchen Betrieben gibt es aktuell nicht genug Arbeit, in anderen fehlen Fachkräfte für die Menge an Aufträgen", sagt Bezirksleiter Horst Ott. Lägen solche Betriebe nah beieinander, könne ein vorübergehender Wechsel eine gute Möglichkeit sein. "Denn im anderen Betrieb erhalten Beschäftigte das gleiche Entgelt wie zuvor." Ott betont zudem, dass nur Beschäftigte, die zustimmen, für einen solchen Einsatz infrage kämen. "Bei Ablehnung dürfen ihnen keine Nachteile entstehen."
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Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter Ende Oktober
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