
Der Warenhauskonzern Galeria hat zum vierten Mal Insolvenz angemeldet. Ein Kommentar zum Scheitern eines Unternehmens, das den Anschluss an den modernen Handel verpasst hat.
AI-generated summary
Galeria hat seit 2020 bereits drei Insolvenzverfahren durchlaufen und dabei staatliche Unterstützung sowie Gläubigerverzicht in Anspruch genommen. Das Unternehmen kämpft seit Jahrzehnten mit sinkenden Marktanteilen und verpasster Digitalisierung.
Die intellektuelle Flexibilität der Galeria-Geschäftsführer und -Eigentümer ist bemerkenswert. In den drei Pleiten während der vergangenen sechs Jahre verzichteten Gläubiger auf Milliardensummen, Vermieter auf Einnahmen, die ihnen vertraglich zustanden, und die Steuerzahler auf eine gehörige Summe Geld, die im Warenhauskosmos verpuffte. Immerhin 680 Millionen Euro Steuergeld bekam Galeria – und zusätzlich schon drei Mal Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit, also von den Beitragszahlern. Und jedes Mal hieß es von den Unternehmenslenkern: Jetzt hat Galeria eine Zukunft.
Welch ein Hohn. Besonders für die noch mehr als 10.000 Beschäftigten, die – aus welchen Gründen auch immer – noch daran geglaubt haben, was ihnen versprochen wurde. Am Freitag hat das Unternehmen zum vierten Mal seit 2020 einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. In den ersten Insolvenzen konnte sich der Warenhauskonzern noch mit der kriminellen Energie seines damaligen Eigentümers herausreden: Benko, der österreichische Milliardär, als Feindbild, der die Warenhäuser in Toplagen mit überhöhten Mieten schröpfte und damit ein profitables Geschäft verhinderte.
Allein: Welches profitable Geschäft soll das sein? Das Warenhaus hat sich überlebt. Zumindest in der Form, wie es von Galeria betrieben wird. Es gibt erfolgreiche Händler auf großer Fläche, Elektronikhandelsketten oder Modehäuser mit Unternehmern und Geschäftsführungen, die verstanden haben, wie Kunden einkaufen wollen. Die eine Beratungsqualität liefern, das stationäre Geschäft mit dem digitalen verbinden können, die lokal verhaftet sind und treue Besucher haben und damit auch in weniger frequentierten Innenstädten reüssieren können.
Es gibt einige Galeria-Filialen, die sogar gezeigt haben, wie das geht. Nur bringen solche positiven Einzelfälle nichts, wenn die Gesellschafter sich weigern, zu investieren und wirklich etwas verändern wollen. Sie sind die Totengräber des Warenhauses.
Bis Anfang der Neunzigerjahre prägten im Wesentlichen vier Adressen die Szene: neben Karstadt und Kaufhof waren dies Hertie (übernommen durch Karstadt) und Horten (übernommen durch Kaufhof). Vor 25 Jahren betrieben diese vier Konzerne noch rund 400 Warenhäuser. Flossen Mitte der Siebzigerjahre noch stolze 15 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in die Kassen der diversen Warenhäuser, kamen Karstadt und Kaufhof schon vor drei Jahren gemeinsam auf nicht einmal ein Prozent.
1996 hat Karstadt sein „virtuelles Warenhaus“ vorgestellt. Der Onlineanteil am Geschäft ist 30 Jahre später immer noch nur einstellig. Jahrzehntelang wurde nichts investiert, das Unternehmen hat nur von der Substanz gelebt und sich von einem Kredit zum nächsten gehangelt. Galeria hat nicht nur die Digitalisierung verpasst, sondern auch praktisch alle Einkaufstrends verpennt.
Das Problem des Bedeutungsverlustes ist nicht verschwunden, nur weil die Namen Karstadt und Kaufhof getilgt wurden. Rund 180 Warenhäuser gab es noch beim Zusammenschluss der Unternehmen im Jahr 2018, mit den Insolvenzen mussten nicht nur Tausende Beschäftigte gehen, die Zahl der Filialen wurde auch mehr als halbiert. Heute sind es noch 83, von denen Galeria zuletzt mit 33 über Mieten verhandeln musste.
Für jede Stadt, in deren Innenstadt so ein Klotz steht, den man kaum vermietet bekommt, ist es eine Bürde. Für die Mitarbeiter ist es bitter. Für die Gläubiger ärgerlich. Aber bei der vierten Insolvenz sollte wirklich niemand mehr an eine Zukunft von Galeria glauben. Wickelt das Warenhaus ab!
Tesla delivered 486,532 vehicles in the last quarter. Despite a 2 percent year-over-year decline, the company beat the average expectations of analysts, who had expected around 464,000 units.
Deutsche Bahn's punctuality rate in long-distance transport fell to 52.4 percent in September. The reasons are extensive construction work and system disruptions. The annual target of 60 percent is no longer considered achievable.

According to insolvency administrator Stefan Denkhaus, the insolvent solar park developer Enerparc has been operationally stabilized. A sales process was started; The first partial sales are planned by December. The company recently struggled with high liabilities and failed financing.

Bettina Orlopp has strengthened Commerzbank economically, but her position compared to Unicredit boss Andrea Orcel is considered difficult. Reports about a possible replacement of Orlopp by Unicredit underline the tensions in the takeover process.
At the BDEW Congress in Berlin, network operators sharply criticized the Federal Network Agency. The draft to reduce the return on capital for gas networks to 3.76 percent jeopardizes investments in the energy transition and the necessary infrastructure.

The US labor market recorded an unexpectedly weak increase of just 29,000 non-agricultural jobs in September. In addition, the employment figures for July and August were revised downwards significantly, while the unemployment rate rose to 4.2 percent.