Gewerkschaft fordert 10-Jahres-Plan für Bildung in Nordrhein-Westfalen
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Die Landesregierung hat in den letzten vier Jahren verschiedene bildungspolitische Maßnahmen eingeleitet. Seit dem 1. August besteht ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Erstklässler.
Trotz Hilfen für Schulen in sozial schwierigen Lagen und Stärkung von Lesen, Schreiben und Rechnen in der Grundschule ist Nordrhein-Westfalen aus Gewerkschaftssicht von Chancengleichheit in Schulen noch weit entfernt. «Noch immer entscheidet die soziale Herkunft in Nordrhein-Westfalen viel zu stark über Bildungschancen», sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Bildung und Erziehung (GEW NRW), Ayla Çelik, kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahres.
Die schwarz-grüne-Landesregierung habe in gut vier Jahren Amtszeit zwar wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht. Aber weiterhin fehlten Fachkräfte in den Schulen, und noch immer hänge die Qualität von Bildung davon ab, welche finanziellen Möglichkeiten eine Kommune habe.
Was die Gewerkschaft kritisiert
Zwar sei der seit dem 1. August geltende Rechtsanspruch für Erstklässler auf einen Ganztagsplatz (OGS) richtig. Dies könne ein Beitrag zu mehr Chancengleichheit sein. Jedoch werde der Ganztag auf die bloße Anzahl von Plätzen reduziert und die pädagogische Qualität ausgeblendet, sagte Çelik. «Ganztag ist kein Parkplatz für Kinder nach Unterrichtsschluss.» Verbindliche landesweite Qualitätsstandards fehlten, da das eigentlich versprochene Landesgesetz nicht komme.
Der Fachkräftemangel sei immer noch eines der größten Probleme, auch wenn seit 2022 rund 12.000 Beschäftigte zusätzlich an die Schulen gekommen seien.
Die GEW forderte angesichts neuer Aufgaben und hoher Belastungen erneut eine Erfassung der tatsächlichen Arbeitszeit der Lehrkräfte.
Zusatzaufgaben wie die neuen zusätzlichen Lernstandserhebungen und Zielgespräche der Schulen mit den Schulaufsichten müssten auch zu stemmen sein. «Zielvereinbarungen allein machen Kinder nicht besser», sagte Çelik. Dadurch kämen auch keine zusätzlichen Fachkräfte an die Schulen. Bildungsziele könnten nur erreicht werden, wenn gleichzeitig verbindlich Ressourcen zugesagt würden, so dass die Förderziele auch erreichbar würden.
Die jetzt abgeschlossene Angleichung der Gehälter für Lehrkräfte in Grund- und weiterführenden Schulen habe zwar zu mehr Gerechtigkeit bei der Bezahlung geführt. Die Reform hat nach Ansicht der GEW aber neue Ungleichgewichte im Besoldungsgefüge geschaffen. Beförderungsämter, Fach- und Schulleitungen müssten im Sinne des Abstandsgebots angemessen berücksichtigt werden. Während verbeamtete Lehrkräfte von der Besoldungsreform profitierten, müssten tarifbeschäftigte Lehrer erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen.
Statt kurzfristiger immer neuer Maßnahmen fordert die GEW einen über Legislaturperioden hinausgehenden «10-Jahres-Plan Gute Bildung NRW», der Planungssicherheit schaffe und die Bildungsfinanzierung dauerhaft stärke.

Zum bevorstehenden Wintersemester suchen viele Erstsemester und ältere Studierende verzweifelt nach Wohnraum. Die angespannte Wohnsituation führt zu frustrierenden Erfahrungen, da bezahlbare Unterkünfte knapp sind und die Suche oft erfolglos bleibt.
Die hessische Landesregierung kündigt ein Bildungspaket mit 50 Millionen Euro und 680 zusätzlichen Lehrerstellen an. Lehrerstellen an. Es umfasst einen verpflichtenden Medienführerschein ab Klasse 4, das Fach 'KI und Digitale Welt' ab 2027/28 sowie zusätzliche Deutsch- und Mathematikstunden. Die Opposition kritisiert das Paket als unzureichend angesichts früherer Stellenstreichungen.

Trotz rückläufiger Geburtenrate in Bayern erwartet Sozialministerin Scharf aufgrund steigender Betreuungszeiten pro Kind weiterhin einen erhöhten Kita-Bedarf für die nächsten Jahre. Die Zahl der Kitas und Fachkräfte steigt, und die Staatsregierung plant, verschiedene Geldleistungen direkt ins Betreuungssystem umzuschichten, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026/27 zu finanzieren.
In Thüringen wurden bis September 2027 zwölf weitere Kita-Schließungen beschlossen. Zwischen März 2025 und September 2027 könnten insgesamt 38 Kindergärten wegfallen, wobei das Ministerium betont, dass dies nicht zwingend einen Kapazitätsverlust bedeutet.
In Rheinland-Pfalz ist der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler in Kraft getreten. Elternvertreter und Gewerkschaften kritisieren jedoch Qualitätsmängel, Personalnot und mangelnde Flexibilität. Kommunen warnen vor massiven finanziellen Mehrbelastungen.
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