Grüne wollen ungenutzte Vermögen auf inaktiven Bankkonten für soziale Projekte nutzen
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Die Grünen planen, ungenutzte Vermögen auf nachrichtenlosen Bankkonten nach zehn Jahren ohne Kundenkontakt in einen Fonds zu überführen, um soziale Projekte und gemeinnützige Organisationen zu finanzieren, wobei Eigentümer und Erben ihre Ansprüche behalten und später zurückgezahlt werden können.
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Why It Matters
Die Grünen wollen einen Antrag im Bundestag einbringen, um ungenutzte Vermögen auf inaktiven Bankkonten für soziale Projekte nutzbar zu machen. Bei nachrichtenlosen Konten hat die Bank den Kontakt zum Kunden verloren und kann ihn nicht wiederherstellen, etwa wenn der Besitzer verstorben ist und die Erben das Konto nicht kennen.
Die Grünen wollen ungenutzte Vermögen auf inaktiven Bankkonten für soziale Projekte und gemeinnützige Organisationen nutzbar machen. Dazu wollen sie einen Antrag in den Bundestag einbringen.
»Wir legen einen pragmatischen zusätzlichen Weg vor, sozialen Zusammenhalt und Innovationen zu stärken, und zwar ganz ohne den Haushalt zu belasten«, sagte die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Beck, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Bei sogenannten nachrichtenlosen Konten handelt es sich um Bankguthaben, Sparbücher oder Wertpapierdepot-Konten, bei denen die Bank den Kontakt zum Kunden verloren hat und auch nicht wiederherstellen kann. Das kann passieren, wenn die Besitzer verstorben sind und deren Erben nichts von dem Konto wissen.
Ermittlung von Erben teils unmöglich
Die Möglichkeiten des verwaltenden Kreditinstituts zur Ermittlung von Erben seien begrenzt, heißt es in einem Gesetzentwurf aus Niedersachsen. Sei das familiäre und örtliche Umfeld nicht bekannt und habe es zwischen dem letzten Kontakt und vor dem Todesfall auch noch Umzüge gegeben, werde die Ermittlung zusätzlich erschwert oder gar unmöglich.
Kreditinstitute müssten entweder erheblichen Aufwand betreiben, um die Erben von Konto- und Depotinhabern zu ermitteln oder sie seien auf Zufälle angewiesen. Könne kein Erbe ermittelt werden, bleibe das Vermögen bei der Bank – diese müsse den Konto- und Depotvertrag fortführen. Dies sei mit Kosten für die Institute verbunden.
Geld soll sozialen Projekten zugutekommen
Mehrere Milliarden Euro blieben so ungenutzt, schreiben die Grünen in ihrem Antrag mit Bezug auf verschiedene Untersuchungen. CDU, CSU und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen, das Thema anzugehen.
Konten sollen nach dem Willen der Grünen nach zehn Jahren ohne nachgewiesenen Kundenkontakt als nachrichtenlos gelten – bei einem nachgewiesenen Todesfall, wenn ein Erbberechtigter nicht ausgemacht werden kann, nach drei Jahren. Banken sollen dazu verpflichtet werden, solche Konten zu melden.
Nach erfolgloser Suche sollen die Vermögenswerte in einen Fonds überführt werden, aus dem soziale Projekte und gemeinnützige Träger finanziert werden sollen. Die Ansprüche von Eigentümern und Erben sollen dabei erhalten bleiben. Wer seine Berechtigung später nachweist, würde das Geld dann vollständig zurückerhalten.
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Antrag der Grünen wird im Bundestag beraten und könnte zu einer Gesetzesinitiative führen.
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Open Questions
- Wie hoch ist der genaue Betrag der ungenutzten Vermögen auf nachrichtenlosen Konten in Deutschland?
- Welche konkreten sozialen Projekte und gemeinnützigen Träger sollen aus dem Fonds finanziert werden?
- Wie soll die Verwaltung und Auszahlung des Fonds organisiert werden?
- Welche rechtlichen Hürden könnten der Umsetzung des Vorschlags im Bundestag entgegenstehen?


