1,44 Millionen Dateien im Darknet veröffentlicht – Experten warnen vor Gefahren für kritische Infrastruktur und Identitätsdiebstahl
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Hacker der Gruppe Rhysida erlangten zwischen dem 7. und 12. August Zugriff auf das Berliner Landesnetz. Die Verwaltung bemerkte den Vorfall am 14. August, nachdem Lösegeldforderungen in Bitcoin gestellt wurden.
Es ist von einem «echten Daten-Super-GAU», von einem Datenabfluss «von gravierendem Ausmaß» die Rede: Der Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung könnte viel weitreichendere Folgen haben als zunächst bekannt, weit über die Hauptstadt hinaus. Seit Freitag sind rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet veröffentlicht. Ein Terabyte entspricht rund 1.000 Gigabyte.
Zunächst schienen nur personenbezogene Daten betroffen zu sein: gescannte Reisepässe, Arbeitsverträge, Bewerbungsunterlagen, Krankmeldungen. Laut mehreren Medienberichten und der Einschätzung von IT-Experten könnten allerdings auch hochsensible Daten geleakt worden sein, die für den Schutz kritischer Infrastruktur und die Sicherheit von Bund und Ländern relevant sind. Dabei geht es etwa um den Zivilschutz oder Rüstungsunternehmen.
Von einem «echten Daten-Super-GAU» sprach der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz im «Handelsblatt». «Sollte sich herausstellen, dass Schutzmechanismen bewusst nicht eingehalten wurden und der dringend notwendige Geheimschutz nicht gewährleistet war, wären auch personelle Konsequenzen unausweichlich», sagte der Grünen-Politiker der Zeitung.
Er wirft der Bundesregierung «massive Versäumnisse» vor. Seiner Einschätzung nach könnte es sich um den schwersten bislang bekanntgewordenen IT-Sicherheitsfall auf Landesebene handeln - mit möglicherweise erheblichen finanziellen Folgen, so von Notz: «Der jüngste Fall in Berlin wird die Steuerzahler Millionen kosten. Die Bundesregierung trifft eine direkte Mitschuld.»
CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte der «Süddeutschen Zeitung»: «Dieser Datenabfluss ist von gravierendem Ausmaß und gefährdet unsere nationale Sicherheit.»
Die Hacker hatten sich vom 7. bis zum 12. August unbemerkt Zugang zu Teilen des Berliner Landesnetzes verschafft und Daten abgeschöpft. Betroffen waren die Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr. Die Verwaltung bemerkte den Angriff am 14. August und machte ihn drei Tage später öffentlich. Die Hacker-Gruppe Rhysida forderte 30 Bitcoin, was umgerechnet rund zwei Millionen Euro entspricht. Der Senat zahlte nicht und die Täter veröffentlichten die Daten nach Ablauf ihres Ultimatums. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, die Gruppierung gelte als und handle aus finanziellen Gründen.
Ein vollständiger Überblick über die geleakten Daten ist wegen der gewaltigen Menge bislang kaum möglich. Außerdem könne man nicht einfach per STRG+F nach bestimmten Begriffen suchen, erklärte Jochim Selzer, Sprecher des Chaos Computer Clubs. Seinen Recherchen zufolge sind unter den Dateien neben personenbezogenen Daten auch sensible Informationen über die Berliner Wasserversorgung zu finden. Dem «Tagesspiegel» zufolge sollen sich darunter zudem Daten zu Heizkraftwerken, Tanklagern, Notstromanlagen, Umspannwerken, Gefängnissen, Wasserwerken sowie Rüstungsunternehmen und der Bundeswehr befinden.
Für Betroffene besteht die Gefahr von Identitätsdiebstahl und gezielten Phishing-Angriffen, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert. Sicherheitsrelevante Informationen könnten zudem von fremden Mächten oder Terroristen missbraucht werden. Das BSI warnt, dass Angaben zu kritischen Infrastrukturen, Unternehmen und Organisationen je nach Sensibilität die Bedrohungslage erhöhen könnten.
Der IT-Experte Manuel Atug wirft dem Land Berlin schwere Versäumnisse vor. «Das Land Berlin hat grob fahrlässig gehandelt und vorsätzlich die Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin darüber wirklich schockiert und sprachlos.» Atug sagte, er sei 2023 und 2025 als Sachverständiger in den Berliner Innenausschuss geladen worden und habe damals schon auf eklatante Sicherheitslücken hingewiesen.
In Berlin koordiniert inzwischen eine zusätzliche Steuerungseinheit die Sichtung und Bewertung der Daten. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) an der Aufarbeitung beteiligt. Im Gemeinsamen Cyberabwehrzentrum würden alle Erkenntnisse zusammengetragen und geteilt.
Betroffene Bürgerinnen und Bürger, Beschäftigte und Unternehmen sollen nach Angaben der Senatskanzlei risikobasiert per Brief oder E-Mail kontaktiert und beraten werden.
Konkrete Angaben dazu, welche Daten genau veröffentlicht wurden, machte die Senatskanzlei zunächst nicht. Die forensischen Untersuchungen und Ermittlungen dauern an. Die Bundeswehr kündigte an, nach der Analyse möglicher Sicherheitsrisiken Maßnahmen zum Schutz der militärischen Sicherheit einzuleiten.
Auch die Berliner Landesregierung hat die Sicherheitsmaßnahmen nach eigenen Angaben erhöht. In zwei Wochen wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Die Wahlumgebung sei nach derzeitigem Stand nicht betroffen, sagte Landeswahlleiter Stephan Bröchler.
AI outlook — possibilities, not facts
Ermittlungen durch BKA und BfV zur Aufarbeitung des Datenabflusses.
Very likely · Within weeks

After a hacker attack on the Berlin administration, 1.44 million files were published on the darknet. Experts warn of serious consequences for national security and critical infrastructure, as sensitive data could also be affected.
In Kiel, the defusing of a 250 kg aerial bomb from the Second World War has been delayed because not all of the 5,200 affected residents have yet left the evacuation area in Dietrichsdorf. The explosive ordnance disposal service is on site.
The police are searching for a 48-year-old suspect with a large contingent in the Hambacher Forest. He is accused of attempted sabotage attacks on the German power grid in North Rhine-Westphalia, Brandenburg and Saxony. Explosives were found in his apartment.

The police are carrying out a major operation in the Hambacher Forest to find a 48-year-old suspect. He is wanted for attempted sabotage of the German power grid after explosives were found in his apartment.
The police are searching for a 48-year-old man with a large number in the Hambacher Forest. He is suspected of having carried out sabotage attacks on the power grid in North Rhine-Westphalia, Brandenburg and Saxony. Explosives were found in his apartment.

The police are searching for a 48-year-old suspect with a large contingent in the Hambacher Forest. The man is accused of attempted sabotage attacks on the power grid in North Rhine-Westphalia, Brandenburg and Saxony. Explosives were found in his apartment.