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Hackerangriff auf Berliner Verwaltung: Keine militärischen Daten entwendet
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Hackerangriff auf Berliner Verwaltung: Keine militärischen Daten entwendet

Nach dem Cyberangriff auf Berliner Senatsverwaltungen durch die Gruppe Rhysida gibt der Senat Entwarnung bei militärischen Geheimnissen, warnt jedoch vor möglichen Bürgerdaten im Darknet.

Quick Look

  • Nach einem Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltungen bestätigt IT-Staatssekretär Florian Hauer, dass keine militärischen Daten entwendet wurden.
  • Bürgerdaten könnten jedoch im Darknet gelandet sein.
  • Der Senat plant eine Anlaufstelle für Betroffene.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Hackergruppe Rhysida griff Mitte August Berliner Senatsverwaltungen an und forderte 30 Bitcoin Lösegeld. Nach der Verweigerung der Zahlung wurden Daten im Darknet veröffentlicht.

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Bei dem folgenschweren Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung sind nach Angaben des Senats keine Daten gestohlen worden, die die militärische Verteidigung des Landes betreffen. Wie Berlins IT-Staatssekretär Florian Hauer mitteilte, lägen den betroffenen Senatsverwaltungen entsprechende Daten gar nicht vor.

Bereits am Montag hatte Hauer mitgeteilt, dass nur Daten entwendet worden seien, die die niedrigste von vier Geheimhaltungsstufen hatten. Allerdings räumte er nun ein, er könne nicht ausschließen, dass Daten mit Bezug zur kritischen Infrastruktur betroffen seien, wie etwa Notfallpläne.

In dem Paket, das nach einem Erpressungsversuch im Darknet landete, könnten laut dem Staatssekretär auch Daten von Bürgerinnen und Bürgern enthalten sein. Diese würden so schnell wie möglich identifiziert und informiert, allerdings könne das noch Wochen dauern. Auch Unternehmen, die mit den Senatsverwaltungen in Kontakt standen – etwa, um eine Baugenehmigung zu beantragen – , könnten betroffen sein. Derzeit werde versucht, die mehr als fünfeinhalb Terabyte Daten aus dem Darknet herunterzuladen, um sie anschließend in einem geschützten Bereich systematisch zu analysieren, sagte Hauer.

Hacker forderten 30 Bitcoin als Lösegeld

Wie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mitteilte, war die sogenannte Wahlumgebung nicht von dem Angriff betroffen. Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen in weniger als zwei Wochen seien daher »Stand heute sicher«, sagte Wegner.

Die Cyberattacke auf die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz war Mitte August bekannt geworden. Nach bisherigen Erkenntnissen flossen vom 7. bis zum 12. August Daten in großem Umfang ab. Die Hackergruppe Rhysida wollte rund zwei Millionen Euro Lösegeld in der Kryptowährung Bitcoin erpressen, der Senat ging jedoch nicht auf die Forderung ein. Daraufhin veröffentlichten die Hacker die Daten im Darknet.

Medienberichten zufolge sind in dem Datenpaket sensible Daten wie etwa private Handynummern, Geburtsurkunden, Personalakten oder Führungszeugnisse einzusehen. Auch Daten zum Gefahrenschutz sollen darunter sein, sowie Informationen zur Erweiterung des Bundeskanzleramts.

Wegen des Hackerangriffs waren die Senatsverwaltungen rund eine Woche vom Landesnetz isoliert. Tagelang konnte unter anderem kein Wohngeld beantragt oder ausgezahlt werden. Wegner zufolge gibt es mittlerweile keine Hinweise mehr auf eine Infiltrierung. Aktuell werde untersucht, was abgeflossen sei und wie die Täter vorgegangen seien – die Ermittlungen liefen »auf Hochtouren«.

»Sehr professionell und mit einer sehr hohen kriminellen Energie«

Als Konsequenz aus dem Angriff kündigte der Regierende Bürgermeister an, schnell für einen besseren Schutz des Datennetzes der Berliner Verwaltung zu sorgen. »Wir werden nicht warten, bis eine neue Koalition gebildet ist, sondern alle personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen«, sagte Wegner nach der jüngsten Senatssitzung.

Aus dem Cyberangriff habe man »neue Erkenntnisse gewonnen«. Der nach Bekanntwerden des Hackerangriffs eingesetzte Krisenstab, der sich um die Sicherheit des Landesnetzes kümmere, arbeite weiter. Bislang sei es gelungen, die täglich stattfindenden Attacken abzuwehren, sagte Wegner. »Jetzt ist einer durchgekommen – sehr, sehr professionell und mit einer sehr, sehr hohen kriminellen Energie.«

Für betroffene Bürgerinnen und Bürger plant der Senat eine Art Anlaufstelle. Wie Wegner und Hauer mitteilten, geht es um Hilfe für Menschen, die glauben, dass Daten von ihnen abgeflossen sein könnten. Details der Anlaufstelle sind noch offen, geplant ist zunächst ein zentraler E-Mail-Kontakt. Denkbar sei auch eine telefonische Hotline. Ziel sei es, dies so schnell wie möglich anzubieten.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Einrichtung einer zentralen E-Mail-Kontaktstelle für betroffene Bürger.

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wann genau wird die Anlaufstelle für Betroffene verfügbar sein?
  • Wie viele Bürger sind exakt von dem Datenabfluss betroffen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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