Aus Kostengründen und zur Personalumverteilung wird die Reiterstaffel eingestellt; auch Polizeihubschrauber sollen langfristig durch Drohnen ersetzt werden.
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Die Reiterstaffel wurde 2010 in Hamburg wiedereingeführt, nachdem sie 1975 bereits einmal aus Kostengründen aufgelöst worden war.
Die Hamburger Polizei wird von Ende 2027 an keine Reiterstaffel mehr haben. Die Einheit werde aus Kosten- und Personalgründen aufgelöst, bestätigte ein Sprecher auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. Demzufolge spare die Polizei damit 1,1 Millionen Euro.
Damit erfüllt sich, worüber WELT schon im März berichtete, als erste Details aus einem „Polizei 2030“ genannten Projekt der Hamburger Polizei durchsickerten. Daraus ging ebenfalls bereits damals hervor, dass auch die beiden Hubschrauber „Libelle 1“ und „Libelle 2“ vor dem Aus stehen. Sie sollen durch Drohnen ersetzt werden, die dann auf ausgewählten Wachendächern stehen sollen. Die Polizei entwickele deshalb ihre Drohnenstrategie weiter, hieß es nun an diesem Donnerstag.
Polizeipräsident Falk Schnabel zufolge werden stets alle Bereiche nicht nur mit Blick auf ihre Kosten, sondern auch auf ihre Effizienz und Relevanz für die polizeilichen Zukunftsaufgaben geprüft. „Auch die Reiterstaffel wurde schon seit Längerem einer solchen intensiven und gründlichen Abwägung und Prüfung unterzogen. Deren ganz aktuelles Ergebnis ist, dass wir die finanziellen, aber insbesondere die personellen Ressourcen künftig für andere Aufgaben benötigen“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“.
Dem Medienbericht zufolge sollen die zehn Reiterinnen und Reiter dann in anderen Bereichen arbeiten, wie beispielsweise der Drohnenabwehr. Was mit den Pferden passiert, war zunächst unklar. Der Zeitpunkt der Auflösung hängt mit dem Mietvertrag für die Pferdeställe in Pinneberg (Schleswig-Holstein) zusammen. „Spätestens mit dem Ablauf des Mietvertrags für unsere Stallungen Ende 2027 wird es in Hamburg also keine Reiterstaffel mehr geben.“ Die Reiterstaffel war erst 2010 wieder eingeführt worden. Bereits 1975 war sie aus Kostengründen aufgelöst worden.
Mit Blick auf die beiden mehr als 20 Jahre alten Polizeihubschrauber, deren rund 500 Einsätze im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen Euro gekostet haben, sagte Schnabel, dass sie noch bis zum Ende ihrer Lebensdauer weiterfliegen sollen. Danach sei aber Schluss. „Die immensen Kosten von Neuanschaffungen sind durch die kleiner werdenden Einsatzbereiche allerdings nicht zu rechtfertigen.“
Deren Aufgaben sollen in Zukunft Drohnen übernehmen. „Und dort, wo sie es nicht können, zum Beispiel beim schnellen Transport von Menschen von A nach B, müssen wir – wie andere Bundesländer auch – überlegen, ob es mit Länderpolizeien oder der Bundespolizei Synergien gibt“, sagte Schnabel.
Grund für die Kürzungen seien die klammen Kassen der Stadt. Der Polizei-Etat für 2027 steige zwar um 21,8 Millionen Euro auf mehr als 1,1 Milliarden Euro. Das reiche aber nicht aus, um alle Mehrausgaben, etwa 250 zusätzliche Stellen im Polizeivollzug bis 2030, aufzufangen. „Der Entwurf des Haushaltsplans stellt uns also vor große Herausforderungen und zwingt zu weitreichenden Maßnahmen“, sagte Schnabel. Dazu zähle ein Stellenabbau in der Verwaltung um rund 200 Jobs. Frei werdende Stellen sollen dabei nicht nachbesetzt werden. Schnabel sicherte aber zu: „Wir werden keiner Mitarbeiterin und keinem Mitarbeiter deshalb betriebsbedingt kündigen.“
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Auflösung der Reiterstaffel bis Ende 2027
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