HDE-Konsumbarometer: Deutsche Verbraucher zweifeln an Aufschwung
Ungeachtet positiver Konjunkturmeldungen glauben deutsche Konsumenten nicht an einen selbsttragenden Aufschwung.
Quick Look
- Trotz positiver Konjunktursignale und wachsender Wirtschaft zeigt das HDE-Konsumbarometer für September Skepsis bei deutschen Verbrauchern.
- Der Index steigt zwar leicht, bleibt aber unter Vorjahresniveaus, getrieben von Sorgen über steigende Preise.
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Why It Matters
Das HDE-Konsumbarometer wird monatlich vom Handelsblatt Research Institute für den HDE anhand von 1600 Haushalten berechnet.
Düsseldorf. Ungeachtet der positiven Konjunkturmeldungen der vergangenen Wochen glauben die deutschen Konsumenten nicht an einen selbsttragenden Aufschwung. Das signalisiert das HDE-Konsumbarometer für September.
Der Index stieg zwar um 0,52 auf 94,7 Punkte, machte damit aber lediglich den Rückgang aus dem Vormonat wett. Das Barometer notiert jetzt rund einen Punkt niedriger als im September 2025 und zwei Punkte unter dem Niveau von September 2024. Der Indikator wird monatlich vom Handelsblatt Research Institute für den Handelsverband HDE berechnet. Er basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 1600 Haushalten.
Zuletzt hatten sich vermehrt bessere Konjunktursignale gezeigt. Laut revidierten Daten des Statistischen Bundesamts ist die deutsche Wirtschaft bereits drei Quartale in Folge gewachsen. Die Serie von vier Anstiegen des Ifo-Geschäftsklimaindex legt eine weitere Erholung nahe. Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute erhöhten ihre Wachstumsprognose für Deutschland kräftig – und auch die Konjunkturerwartungen der befragten Verbraucher stiegen im Vergleich zum Vormonat an.
Doch den Konsumenten bereiten die steigenden Preise große Sorgen. Im August stiegen die Lebenshaltungskosten nach ersten Berechnungen um 2,9 Prozent an. Bundesweite Detaildaten liegen bislang nicht vor. Daten aus Nordrhein-Westfalen zeigen jedoch, dass sich die Energiepreise gegenläufig entwickelten: Während Strom und Gas auf Jahressicht um 5,6 und 1,2 Prozent günstiger wurden, verteuerte sich Heizöl deutlich um 33,6 Prozent. Für Kraftstoffe mussten Autofahrer 26,5 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat.
Open Questions
- Wie entwickeln sich die bundesweiten Detaildaten zur Inflation?
- Bleiben die Energiepreise für Heizöl und Kraftstoffe langfristig auf hohem Niveau?






