
A new trend towards small, tech-enabled companies is shaping the US economy, while traditional career paths are losing importance.
AI-generated summary
The number of new business formations in the US surged during the pandemic and persists despite forecasts that it would be a temporary phenomenon. Modern IT tools are massively lowering entry barriers for founders.
Okay, wer mit den Kollateralschäden des Sauerteigbackens nicht vertraut ist, der verkennt die ungemeine Bedeutung dieser Erfindung. Teigreste können hart wie Zement werden und den Abfluss verstopfen. Die Unternehmerinnen Alexandra Gold und Alexis Dalinka haben eine Lösung entwickelt, die Teigreste umweltschonend auflöst. „Dough Dissolve“ heißt die seit Kurzem patentierte Flüssigkeit, die reißenden Absatz findet. Das Unternehmen ist weniger als ein Jahr alt, schreibt schwarze Zahlen, erzielt erstaunliche Umsätze für ein junges Nischenprodukt und beschäftigt genau zwei Personen: die beiden Unternehmerinnen selbst.
Gold und Dalinka sind Teil eines Gründerbooms, den die Vereinigten Staaten aktuell erleben. Er war so nicht erwartet worden. In den Dekaden bis zur Pandemie war die Neigung zur Unternehmensgründung langsam zurückgegangen, erläutert John Haltiwanger, Amerikas führender Experte für Entrepreneurship-Daten. Dann stieg während Corona plötzlich die Zahl der Unternehmensgründungen rapide. „Viele dachten zunächst, das sei ein vorübergehendes Phänomen. Schließlich gab es damals Geschäftsmöglichkeiten, die ganz unmittelbar mit der Pandemie zusammenhingen.“
Und tatsächlich: Ein großer Teil des ersten Booms entfiel auf Onlinehändler. Der Einzelhandel hatte sich laut Haltiwanger während der Pandemie weltweit, besonders aber in den USA, stark ins Internet verlagert. „Überraschend ist weniger der damalige Schub als seine Dauer: Der Trend zum Onlinehandel hält an und verstärkte sich sogar.“ Der Forscher verweist auf Tiktok Shop, die E-Commerce-Funktion der Social-Media-Plattform Tiktok. Sie wurde im Herbst 2023 in den USA lanciert und zählt heute rund 500.000 Händler in dem Land. Es sind nicht Händler allein: Im Juli dieses Jahres verzeichneten Regierungsstatistiker 579.000 Gründungsanträge, mehr als je zuvor.
Die moderne Informationstechnologie schleift die alten Hindernisse für eine Unternehmensgründung. Mit den Internetwerkzeugen des kanadischen Unternehmens Shopify kann es weniger als einen Tag dauern, einen Onlineladen aufzusetzen. Unternehmen wie Stripe ermöglichen den Onlinezahlungsverkehr. Logistikdienste lagern, verpacken und versenden die Ware. Soziale Medien lassen sich für die Vermarktung nutzen.
Eine Folge ist, dass sich auch Leute auf die freie Wildbahn des Unternehmertums wagen, die früher unterrepräsentiert waren. Das zeigt die Forschung von Lisa Abraham und Kollegen der Denkfabrik Rand: Unternehmer, die Shopify nutzen, sind im Vergleich zu anderen Gründern in ähnlichen Einzel- und Großhandelsbranchen in den USA häufiger schwarz (15 Prozent), weiblich (66 Prozent) und jünger (40 Prozent).
Die Technik erlaubt den Gründern, klein anzufangen: Abraham fand in ihrer Umfrage unter Shopify-Nutzern, dass mehr als die Hälfte weniger als 5000 Dollar Startkapital einsetzte, um ihr Unternehmen auf die Beine zu stellen. Die meisten griffen auf Ersparnisse zurück oder belasteten ihre Kreditkarten.
Mansour Arem wurde zu Beginn der Pandemie von seinem Arbeitgeber, einer Brauerei, gefeuert. Das gab ihm die Zeit, einen Plan in die Tat umzusetzen, den er und sein Bruder Karim schon lange hegten: der tunesischen Küche in den USA Geltung zu verschaffen. Im Kern der brüderlichen Bemühungen steht Harissa. Das ist eine scharfe Würzpaste aus Chilischoten, Knoblauch, Kreuzkümmel und anderen Zutaten, die Fleischgerichte, Couscous-Speisen oder Nudeln veredelt.
Zwïta Foods, wie die kleine Firma der Brüder heißt, setzt auf ein original tunesisches Familienrezept, was nicht ohne Risiko ist. Denn die Amerikaner mögen es eher mild und süß. „Unsere Produkte sind nicht an den amerikanischen Geschmack angepasst. Sie sind unverfälschte, kompromisslose Nachbildungen dessen, womit wir aufgewachsen sind – und sollen ihren Ursprüngen Respekt erweisen“, heißt es stolz auf der Website. Es passe aber auch gut zu Käsenudeln, Quesadillas, Hamburgern oder was auch immer Amerikaner gerne essen, ergänzt Mansour Arem. Das Unternehmen begann als Onlineshop, hat es aber inzwischen auch in die Regale einer regionalen Supermarktkette in seiner Heimatstadt Houston geschafft. Ob es die Firma ohne die Onlinehilfsmittel gegeben hätte, kann er nicht eindeutig beantworten. „Soziale Medien und Onlinemarketing waren definitiv ein wichtiger Treiber für das Wachstum und die Bekanntheit unserer Marke“, sagt Arem.
Die Technik hinter dem Onlinekommerz bietet Unternehmern mit Nischenprodukten die Chance, einen Markt für sich zu entwickeln. Sauerteiglösemittel wäre in der Welt des stationären Handels schwerlich ein schneller Erfolg geworden. „Wir arbeiten mit ganz unterschiedlichen Influencern – von kleinen Accounts bis zu Leuten mit Millionen Followern“, sagt Alexandra Gold, Mitgründerin von Dough Dissolve. „Als wir die Firma gründeten, waren wir überrascht, wie groß und engagiert die Community rund ums Backen in den sozialen Medien ist. Dazu kommt der Boom des ‚Homesteading‘, also des möglichst selbstversorgten Lebens.“ Am Anfang haben die Unternehmerinnen Influencern einfach die Lösung geschickt. Gold legt Wert auf den Hinweis, dass sie die Influencer nicht bezahlen. „Wer mit uns zusammenarbeitet, soll das Produkt wirklich mögen und daran glauben.“ Es hat funktioniert. Dough Dissolve war mehrmals ausverkauft.
Der Gründungsboom der letzten beiden Jahre hat eine Besonderheit. Es entstehen kaum Firmen, die später viele Mitarbeiter einstellen dürften. Solche besonders aussichtsreichen Gründungsanträge erkennt das Census Bureau unter anderem an Branche, Steuernummer und geplanten Lohnzahlungen. Ihre Zahl stagniert seit 18 Monaten – während die Zahl der Gründungsanträge insgesamt stark steigt.
Hinter dem Phänomen stehen offenbar Soloentrepreneure, Unternehmer ohne Angestellte. Die Ökonomen des Zahlungsdienstleisters Stripe bestätigen den Trend. Diese „One-Man/Woman-Shows“ werden zugleich erfolgreicher: 2025 erzielten auf Stripe mehr als doppelt so viele Solounternehmer über eine Million Dollar Umsatz wie 2023; bei fünf und zehn Millionen Dollar waren es fast dreimal so viele. Als wichtigen Treiber sieht Stripe Künstliche Intelligenz: Sie übernimmt Aufgaben, für die Gründer früher Mitarbeiter oder Partner brauchten – Programmieren, Marketing, Preisfindung oder Vertrieb. Torsten Slok, Chefökonom des Vermögensverwalters Apollo, spricht von einer KI-getriebenen Explosion bei der Zahl der Unternehmensgründer. Die Daten deuten darauf hin: KI macht aus Ideen leichter Unternehmen – und aus Einzelkämpfern leistungsfähigere Firmen.
Die Technik begünstigt auch den Aufstieg der Autodidakten wie der Krankenschwester Jill Dobson aus Iowa. Sie hatte als Hobby Ohrringe aus Leder hergestellt. „Immer wieder fragten mich Leute, ob ich auch welche für sie machen würde.“ So begann Jill’s Homestead. Sie begann, Ohrringe und Armbänder auf Bauernmärkten zu verkaufen, und startete schließlich einen Onlineshop. Im Februar 2020 – unmittelbar vor Corona – kündigte sie ihren Job und setzte voll auf Leder. Geplant war es nicht. „Ich habe aus Versehen eine Firma gegründet – und nun bin ich hier.“ Das Geschäft wuchs schneller, als sie es nach eigenen Angaben bewältigen konnte. So stellte sie die erste Teilzeitkraft ein. Aus der Ein-Frau-Firma wurde schnell ein kleines Team.
Im Juni 2020 ging ihr Onlineladen online. „Unser Geschäft ist damals regelrecht explodiert, weil die Leute stärker bei kleinen Unternehmen und online einkauften.“ Später stagnierte das Geschäft, und es gab schwierige Monate. Dobson machte viele Livestreams, Live-Auktionen und stille Auktionen. Das Geschäft wuchs über Mundpropaganda in den sozialen Medien. Heute allerdings ist das nach ihrer Wahrnehmung schwerer. Deshalb investiert sie seit etwa einem Jahr deutlich mehr ins Marketing: in Google-Anzeigen und vor allem in Werbung auf Meta. „Wer bei Meta nicht bezahlt, wird kaum noch gesehen.“ Das Portfolio hat sich ebenfalls gewandelt. Jetzt verkauft Dobson vor allem edle Handtaschen aus Leder aus italienischen Gerbereien, die sie mit einer Handvoll Frauen in einer kleinen Werkstatt selbst fertigt. Taschen aus Kuhfell sind der letzte Schrei.
Shopify liefert noch eine andere mögliche Erklärung für den Gründungsboom. Der klassische Karriereweg als Angestellter verliert sein wichtigstes Versprechen – Sicherheit. Der Dienstleister ließ Unternehmer in fünf Ländern von den Meinungsforschern des Harris Poll zu finanzieller Sicherheit und Berufsrisiken befragen. In jedem untersuchten Markt sagten Unternehmer häufiger, dass ihnen die Selbständigkeit finanziell sicherer erscheint als ein klassischer Angestelltenjob. In den USA war der Abstand besonders deutlich: 39 Prozent gegenüber 18 Prozent.
Manchmal ist es auch reiner Frust über das Angestelltendasein. Anna Hudick, Ingenieurin aus Virginia mit einer festen Stelle an einer Universität, solidem Einkommen und einer schrumpfenden Frustrationstoleranz, stürzte sich mit 58 ins Abenteuer. Sie nutzte 2024 die Möglichkeit zur Frühpensionierung und machte ihr Hobby zum Geschäft. Sie stellt Silberschmuck her. Sie hat jetzt weniger Geld, bereut den Schritt aber nicht im Geringsten. Seit einiger Zeit gibt sie Kurse im Silberschmieden. „Ich will jetzt nicht esoterisch klingen. Aber das bringt mir echte Erfüllung.“
Die Sauerteig-Entferner sind unterdessen wild entschlossen, nach ihrem frühen Erfolg so richtig loszulegen. „Unsere Mission ist es, durchdachte Produkte zu verkaufen, die wir selbst gerne in der Küche hätten.“ Fünf Produkte haben die beiden Unternehmerinnen in der Pipeline. Details verraten sie nicht.

UPM's biorefinery in Leuna, a 1.3 billion investment, produces biochemicals from wood. Despite political debates before the state elections in Saxony-Anhalt, the group is sticking to its growth plans and focus on international markets.

DWS agrees on a strategic partnership with Nippon Life India Asset Management (NAMI) and acquires 40 percent of a NAMI subsidiary. The aim is to mutually distribute investment products in order to better develop the Indian growth market.

An ongoing startup boom in the US, driven by e-commerce platforms like Shopify and AI tools, is fostering a new generation of solo entrepreneurs. Women and minorities in particular take advantage of the low market entry barriers for niche products.

US President Donald Trump is demanding explicit interest rate cuts from Fed Chairman Kevin Warsh and is threatening trade stops against countries with a trade deficit if they do not comply. The Fed faces a dilemma between fighting inflation and political pressure ahead of the election.

Faced with a debt burden of $40 trillion, the US government under Donald Trump is considering using economic and military pressure to force foreign creditors to buy US government bonds in order to secure the financing of government spending.

Extreme weather conditions cause significant economic damage in Bavaria. Studies by Prognos estimate productivity losses on hot days in the millions. Trade unions are calling for mandatory heat protection measures, while employer associations are pushing for personal responsibility.